Jochberg Nordwand - linkes Gully mit rechtem Ausstieg (500m, WI 3+, M1)


Publiziert von pete85 , 3. März 2018 um 21:25.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum:28 Februar 2018
Hochtouren Schwierigkeit: ZS+
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Eisklettern Schwierigkeit: WI3
Wegpunkte:
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 700 m
Abstieg: 700 m

Und heute nochmal solo unterwegs, was am kältesten Tag des Winters (-17,5°C am Parkplatz) nicht die schlechteste Idee war. So ist man schnell unterwegs, stehen am Standplatz fällt flach.
Ich entschied mich für den längsten Anstieg am Jochberg, das linke Gully. Da ich solo unterwegs war, es mir oben aber auch nicht zu leicht machen wollte, stieg ich nicht gleich durch die Gipfelrinne aus sondern kletterte noch die rechte Ausstiegsvariante. Diese war (ebenso wie die mittlere) bereits stark von der Sonne angegriffen und durch die niedrigen Temperaturen extrem spröde. Am Ausstiegsbereich der Steilpassage sicherte ich mich so über 1,5 Meter an Schrauben, da bei den Pickelschlägen sehr viel wegplatzte und mir die Gefahr zu groß erschien. Auch ging das Pickeln dieser 45 Meter an die Substanz.
Oben folgt dann noch Schnee- und Firngelände, sowie die ein oder andere Stelle im 1. Schwierigkeitsgrad (in anderen Jahren bei viel Schnee wird man drüberstapfen können).

Insgesamt gibt es (mit einer der Ausstiegsvarianten) 4 Aufschwünge im linken Gully und momentan Pulverschnee über eisüberzogenen Platten). Insgesamt schönes (und ruhigeres) Ambiente mit super Ausblicken.

Wer sichern möchte (was ja eher üblich ist), der sollte auch ein paar KK und vielleicht 2 Haken und 2 Ice Pitons mitnehmen). Das Eis war heute gut zu klettern und absicherbar - aber wo baut man oben den Stand? Meist ist dort kein (dickes) Eis mehr und Krüppelkiefern gibt es dort auch fast keine. Selbst im Fels muss man je nach Schneelage etwas suchen. Deshalb auch die Bewertung mit ZS+, da der Standplatzbau nicht immer einfach sein dürfte. Oben am Ausstieg der rechten Variante kann gut im Fels gesichert werden.

Zeit für die Route:  2:40 h
Das selbst Sichern und das Spuren kostete doch einiges an Zeit.

Tourengänger: pete85


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