Vordere Grinbergspitze (2765 m)


Publiziert von gero Pro , 17. April 2009 um 09:34.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Zillertaler Alpen
Tour Datum:10 August 2005
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 11:45
Aufstieg: 1845 m
Abstieg: 1845 m
Strecke:Gasthaus Gamsgrube (kurz vor Ginzling) - Gamshütte - Vordere Grinbergspitze
Kartennummer:Freytag & Berndt WK 152: Mayrhofen - Zillertaler Alpen - Gerlos - Krimml

Dieser nicht allzu häufig besuchte Berg liegt dem von mir beschriebenen Tristner gegenüber, ebenfalls in den Zillertaler Alpen; es ist der nördlichste Gipfel im Kamm, der - hoch über dem Zemmgrund - vom Olperer über den Hohen Riffler nach Norden streicht.

Mein Freund Walter und ich starteten um 5 Uhr von einem kleinen Parkplatz an der Straße, die von Mayrhofen kommend nach Ginzling hinaufführt, bei etwa 900m Seehöhe. Noch im Halbdunkel passierten wir die Jausenstation Gamsgrube (965m) auf einem Feldweg, der anschließend in einen steilen Wald- und Wiesenweg übergeht. Gegen 8 Uhr hatten wir die Gamshütte erreicht, sie liegt in sehr aussichtsreicher Lage auf 1921m; hier treffen mehrere Wanderwege zusammen, u.a. der Berliner Höhenweg, der in langen 6-8 Std. bis zum Friesenberghaus am Riffler weiterführt. Unmittelbar gegenüber erhebt sich inzwischen die dunkle Pyramide des Tristner; wir werden uns auf dem Gipfel unserer Tour auf exakt gleicher Höhe befinden.

Hinter der Gamshütte geht es zusehends anstrengend einen steilen Wiesen-, später dann Schrofenhang hinauf. Ein Wegweiser informiert uns darüber, daß wir noch etwa 2,5 Std. Aufstieg vor uns haben werden, der nur für Geübte ratsam ist. Besondere Schwierigkeiten erwarten uns nicht, aber es bedarf in üblicher Weise einer gewissen alpinen Erfahrung für die weitere Besteigung. Der Aufstieg ist mir roten Tupfen markiert, ab und zu ist die Grinbergspitze auf Steinen angeschrieben.

Es geht nun steil bergauf, bis man auf schätzungsweise 2400m den blockigen Ostgrat der Vorderen Grinbergspitze erreicht (knapp 2 Std. ab Gamshütte). Ab hier turnt man nun das typische Urgesteins-Blockwerk der Zentralalpen hinauf. Die Aussicht wird immer großartiger, und wie so häufig erkennt man die wahre Höhe der umgebenden, höheren Berge erst, wenn man sich selbst in höheren Lagen befindet.

Gegen 11 Uhr hatten wir den Gipfel der Vorderen Grinbergspitze (2765m) erreicht; hier befindet man sich auf gleicher Höhe mit dem Tristner. Wir hatten uns beim Aufstieg viel Zeit gelassen, deswegen sind die hier protokollierten Gehzeiten als reichlich anzusehen.

Während Freund Walter es sich am großen Gipfelkreuz bequem machte, wollte ich noch den Übergang zur Mittleren Grinbergspitze erkunden. Sie ist genau 100m höher und - laut DAV-Zillertalführer - in einer weiteren halben Stunde zu erreichen. In diesem Jahr hatte es allerdings bereits im August den ersten Schnee gegeben; deshalb gestaltete sich mein Versuch des Überganges als etwas zögerliches Unternehmen. Es geht ein klein wenig anspruchsvoller über große blockige Platten hinüber zu einem Verbuindungskamm; schon vorher allerdings gab ich meinen Vorsatz auf und kehrte zum Gipfel der Vorderen Grinbergspitze zurück. Ein ander Mal vielleicht!

Wir genossen dann noch längere Zeit die wunderbare Aussicht, bevor wir uns an den Abstieg machten. Nach einer Einkehr auf der Gamshütte ging es dann weiter hinab ins Tal zum Ausgangspunkt unserer Tour, wo wir kurz nach 16 Uhr ankamen. Ein langer Tag in einer einsamen Gegend war wieder einmal auf wunderschöne Weise Realität geworden.

Tourengänger: gero

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