Stellibodenhorn & Rottällihorn


Publiziert von D!nu , 25. November 2017 um 12:35.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:22 November 2017
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: WS+
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 8:30
Aufstieg: 1499 m
Abstieg: 1490 m
Strecke:23,6 km

Heute mache ich meine erste Skitour der Saison - so früh wie noch nie. Als Ziel habe ich mir das Trio Gross Leckihorn, Stellibodenhorn und Rottällihorn vorgenommen, ein wahrer Marathon, wobei ich das Leckihorn schlussendlich als Pendenz für eine Sommertour auslies.

Am Morgen in der Früh laufe ich in Realp los, die Strasse ist leider bis Schweig schwarz geräumt, daher laufe ich mit aufgebundenen Skiern. Grosse Freude kommt auf, als ich dann bereits bei der Furkareussbrücke die ersten Restschneefelder auf der Strasse vorfand. Ab Hinterschweig lag dann auch schon ca. 5 cm Neuschnee auf dem Boden, bis zum Oberchäseren konnte ich dann einer Spur folgen, welche noch ganz frisch war. Den Spurer dieser neuen Spur konnte ich dann bei Oberchäseren einholen und spurte hinauf, Richtung Rotondo Hütte, wobei im Tälli definitiv am meisten Neuschnee lag und meine Kräfte nun nach 7 Kilometern kurz nachliesen. Zum Glück überholte mich der andere Tourenskifahrer wieder und ich konnte von seiner Spur profitieren. Unterhalb der Rotondo Hütte querten wir über den See bei P.2539. Der Schnee war von hier wie erwartet "verblasen" und das müssige Spuren hatte nun definitiv ein Ende. Über die Zunge des Witenwasserengletschers stieg ich auf zum P.2811. Im Aufstieg lächelten mich die beiden Leckihörner an, wobei ich entschied, diese beiden Gipfel im Sommer zu überklettern und das Gross Leckihorn für heute in Ruhe zu lassen. Über ein Tälchen erreichte ich den Leckipass und somit die eingeschneite Alaska Bar.

Über den Südgrat erkletterte ich nun das Stellibodenhorn. Die Skier packte ich dabei wieder auf den Rucksack. Das Klettern hielt sich im einfachen 1. Schwierigkeitsgrad. Auf dem Gipfel des Stellibodenhorn kam ich dann in den Genuss eines tollen 360° Panoramas, in absoluter Nähe zum Leckihorn. Hier machte ich dann auch meine Mittagspause. Im Abstieg wechselte ich auf die Westflanke des Stellibodenhorns und fuhr die untersten Höhenmeter mit den Skiern hinunter zum Rottällipass. Via Rottällipass erreichte ich das Rottällihorn. Für diese Strecke montierte ich noch einmal die Felle, wobei ich an zwei Stellen aufgrund der vielen Steine sogar kurz die Skier tragen musste. Vom Rottällihorn hat man noch einmal eine Top Aussicht zum Gross Leckihorn. Auch viele andere, bereits begangene Berggipfel zeigten sich mir und ich schwelgte in Erinnerungen. Inzwischen machte ich mir bereits Gedanken, wie ich vom Rottällihorn hinunter kommen soll. Viele, viele grössere und kleinere Steine lagen auf dem Normalweg des Rottällihorns. Ich entschied mich für die sehr steile Westflanke des nördlichen Gipfelausläufers vom Rottällihorn. Diese Abfahrt machte mir riesig Spass :-D

Die Abfahrt stellte sich als eine grössere Herausforderung dar. Es gab viele Steininseln im Schnee und ich versuchte möglichst viele Gegenaufstiege zu verhindern, was mir auch beinahe gelang. Dank dem ich bereits schon mal auf dem Tälligrat war, viel es mir leicht, meine persönliche Abfahrtsstrecke zu finden. Via Stelliboden erreichte ich die Rotgand und überquerte die paar Bäche nach Oberchäseren. Der Rest der Abfahrt führte dann entlang der Strasse, zurück nach Realp, wobei ich auf dem letzten Kilometer wiederum die Skier tragen durfte, da die Strasse schwarz geräumt war.

Meine Erste Skitour der Saison 2017/2018 war ein optimaler Start, die Verhältnisse Top, sodass ich bestimmt schon bald wieder mit den Skiern unterwegs sein werde :-)

Tourengänger: D!nu

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