Ausflug zum Monte San Salvatore


Publiziert von Chrichen Pro , 3. Dezember 2017 um 15:07.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Sottoceneri
Tour Datum:18 November 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Lago Ceresio   CH-TI 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 440 m
Abstieg: 460 m
Strecke:ca. 7.5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit dem ÖV: Zug bis Lugano / Postauto bis Carona, Ciona
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Mit dem ÖV: Postauto ab Carona, Paese nach Lugano / Weiter mit dem Zug

Besuch des beliebten Monte San Salvatore in der Nebensaison mit Besichtigung des Dorfes Carona: Eine Mischung aus Wandeung, Spaziergang und Ausflug bei Lugano.

Schneeschulaufen ist anstrengend und manchmal kalt. Meine intensiven Marketingmassnahmen im Hinblick auf das Wochenende ("Schau mal, die letzte Schneeschuhtour war sooo schön!" (zeigt 200 Fotos) / "Es sind jetzt richtig tolle Verhältnisse für Schneeschuhtouren, Winter pur in den Bergen!" / "Schau mal diesen Hikr-Bericht an, herrlich!" / "Über der Waldgrenze hat man sooo viel Sonne!" / usw.) blieben leider erfolglos. Und so landen Aichen und ich im spätherbstlichen Tessin, was natürlich auch ganz toll ist.

So entscheiden wir uns dem Monte San Salvatore, Hausberg von Lugano, einen Besuch abzustatten. Der Aufstieg wird normalerweise erleichtert durch die Standseilbahn. Leider fährt diese im späten Herbst jedoch nicht mehr. Ein Brain-und Karten- und Berichtestorming brachte folgende Möglichkeiten zu Tage:
1) Postauto bis Pazzallo, Paese oder Pazzallo, Ai Ronchi und Aufstieg über den Wanderweg, Abstieg nach Carona
2) Gleich wie 1) aber mit dem Klettersteig
3) Postauto bis Carona, Ciona, dann hoch zum Gipfel, runter auf gleichem Weg und weiter bis Carona, Paese

1) Wird verworfen wegen der eher schattigen Perspektiven in der NE-Flanke
2) Wird verworfen wegen der noch schattigeren Perspektiven in der NW-Flanke und der Schwierigkeit des Steiges (K5)
Bleibt 3)... gesagt getan!

Ciona - Monte San Salvatore (T2)
Das Postauto bringt uns vom Bahnhof Lugano nach Carona, Ciona. Beim Bahnhof Lugano kündigt ein Schild an, dass die Haltestelle wegen einer Baustelle bald für ein Weilchen nicht bedient sein wird. Ciona ist ein hübsches kleines Dörfchen und bietet einen sonnigen Start für unsere Wanderung. Der Monte San Salvatore ist schon von Beginn an sichtbar, und der Weg ist gut angschrieben.

Durch das Dörfchen hindurch geht es auf der Strasse einige Meter hinab, bevor der Weg wieder ansteigt und die Strasse verlässt. Danach geht es (angeschrieben) durch spätherbstlichen Wald dem Gipfel entgegen. Viele Blätter liegen am Boden. In einigen Kurven wird die Bergstation der Standseilbahn schliesslich über die im frühen Morgen noch schattige SW-Flanke erreicht. Danach führt ein System vom Treppen und Aussichtsplattformen zur obersten Plattfom mit Kapelle. Insgesamt sind ca. 300 Höhenmeter zu erledigen.

Sowohl der Weg wie auch der Gipfel sind ziemlich einsam. In der Hochsaison sieht das vermutlich ganz anders aus. Wir machen es uns auf einem der vielen Bänklein gemütlich und geniessen die Aussicht. Natürlich hat auch die Kamera einiges an Arbeit zu erledigen.

Monte San Salvatore - Ciona - Carona (T2)
Nach der gemütlichen Rast steigen wir wieder ab. Sowohl das Restaurant als auch die öffentliche Toilette sind geschlossen. Zügig geht es duch den schönen Wald hinab, und bald schon sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt.

Nun geht es weiter nach Carona (angeschrieben). Der Weg führt über ein Natursträsschen, das leider auf der Westseite liegt und recht schattig ist. Es liegen z.T. sehr viele Blätter auf der Strasse, was recht lustig ist, wenn man dort hindurchwaten muss. Einzig auf Unebenheiten im Untergrund muss geachtet werden. Wir sind recht schnell und erreichen bald Carona. In einem Restaurant am Wegesrand nehmen wir das MIttagessen ein. Leider gibt es nur ein Menu: Polenta mit Fleisch. Wir sind die einzigen Gäste

Danach lassen wir uns noch etwas Zeit für einen Dorfrundgang. Der alte Dorfkern und die Kirche sind definitiv einen Besuch wert. Danach haben wir schon bald ein Postauto zurück nach Lugano. Eigentlich hatten wir noch überlegt weiter nach Morcote zu laufen, aber die Sonne am See von Lugano lockt zu sehr. In Paradiso steigen wir aus, und laufen der Seepromenade entlang bis zum Parco Civico. Bänklein-hopping inklusive. Nachdem wir die Sonne ausgiebig geniessen konnten, und der Abend bereits in die Nähe rückt, suchen wir den Weg zurück zum Bahnhof und nehmen den nächsten Zug.


Ein schöner Ausflug, der vielleicht nicht eines Hikr-Berichtes würdig ist, aber irgendwie eben doch. Wir haben die Ruhe auf unserer kleinen Wanderung und auch die lebhafte Seepromenade von Lugano sehr genossen. Natürlich musste sich Aichen hie und da anhören, dass es in einer alpinen Winterlandschaft eigentlich sonniger wäre als im lichten Herbstwald. Spätestens bei den warmen Temperaturen am See bin ich dann aber arg in Argumentationsnot geraten... :-)

Tourengänger: Chrichen, Aichen

Galerie


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