Mölser Berg (2479m)


Publiziert von Tef Pro , 13. September 2017 um 22:20.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Tuxer Alpen
Tour Datum: 9 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Aufstieg: 1150 m
Abstieg: 1150 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Großer kostenloser Parkplatz direkt vor der Schranke des Lager Walchen, erreichbar von Wattens
Kartennummer:Kompass 290

Rund um die Lizumer Hütte wird oft geschossen und geschissen. Für's erstere sorgt das Militär, zum zweiten tragen auch zahlreiche Vierbeiner bei.
Klingt jetzt abschreckend, aber die Rundwanderung ist trotzdem sehr schön und hat auch bei mittelmäßigem Wetter so wie heute ihren Reiz. Unternehmen kann man sie jedoch nur, wenn die Kriegsspieler nicht um sich ballern, was am Wochenende so gut wie nie der Fall ist. Trotzdem sollte man sich vorher im Internet über die Sperrzeiten erkundigen.
Vom großen Parkplatz geht man erstmal hinein in das am Wochenende gespenstisch leere Lager Walchen.
Große Plakate machen mit Angstmache vor allem "Fremden" und Naturgewalten Werbung für die Existenz dieser Institution, doch ehe das Würgen zu stark wird verschwinde ich auf dem Zirbenweg, der links vom Bach ausgeschildert beginnt.
Sofort wird es wild und schön. Der Steig verläuft parallel zum Bach, später zieht er links aufwärts. Schließlich erreicht man eine Forststraße, der man nun eine Weile leicht ansteigend talein folgt, bei Abzweigungen folgt man immer dem Sommerweg.
Schließlich öffnet sich der Wald und ein schönes Tal mit einigen Holzhütten. Der Weg führt über Wiesen am linken Rand talein und leicht abwärts zu den Hütten. Dahinter steigt das Gelände wieder an und in Serpentinen führt der Pfad an Alpenrosen vorbei aufwärts.
Man ist nun wieder ein gutes Stück oberhalb vom Talboden und im lichten Zirbenwald wandere ich gemütlich dahin, zuletzt erreicht man in einem Rechtsbogen den Talschluß.
Die Umrahmung ist recht hübsch, was man von den Betonhäusern der Kasernenanlage nicht behaupten kann. Umgeben wird diese Anlage von intensiv bewirtschafteten und verschissenen Wiesen, die Lizumer Hütte ein Stück weiter hinten kann einem echt leid tun.
Ich quere unmittelbar hinter der Anlage nach rechts und steuere die Talstation des Schleppliftes an. Hier steige ich nun weglos schräg rechts aufwärts und treffe bald auf die Straße, die hinüber ins Naviser Tal führt. Ich folge ihr wenige Schritte nach links, gehe dann gleich aber wieder rechts aufwärts einen Hang empor.
Weiter oben kommt eine weitere Hochfläche mit zwei quasi ausgetrockneten , aber mit Wollgras hübsch bedeckten Seelein. Ich nehme den rechten Weg bis zum Ende und folge dann dem Wanderweg, der den Hang Richtung Gipfelrücken hinauf quert.
Oben sind es dann nur noch wenige Minuten nordwärts zum Gipfel. Die Aussicht ist sehr umfassend, leider ist das Wetter ziemlich besheiden,aber immerhin sind die Gipfel frei. Nach Norden das Karwendel, nach Westen die Stubaier und im Süden die Zillertaler Berge.
Zurück folge ich dann dem spärlich markierten Pfad im steten Auf und Ab am Grat südwärts bis zur Mölserscharte. Hier geht es dann westwärts steil hinab zum wunderschönen Mölssee. Hier läßt es sich schön rasten. Der Pfad führt daran vorbei und in Schleifen abwärts zum Mölser Hochleger.
Achtung: will man nicht den kompletten Abstieg auf einer häßlichen Schotterstraße verbringen, muß man aufpassen. Man folgt von der Alm der Straße ein kurzes Stück talaus, bis man schräg nach links ebenfalls talaus einen grünen Almweg erkennt. Dieser führt quasi ohne Kurven immer leicht fallend mal über Wiesen, mal durch Wald dahin, bis man schlußendlich wieder auf die Straße trifft. Es gibt weder eine Markierung noch ein Schild, aber in der Karte ist der Steig verzeichnet.
Das letzte Stück hinab auf der Schotterstraße bleibt einem aber nicht erspart, zwei Serpentinen kann man über Almwiesen abkürzen, dann erreicht man wieder das Lager Wlachen
Fazit: sieht man von der Verunstaltung rund um die Wattener Lizum ab, handelt es sich um eine landschaftlich sehr schöne und einsame Wanderung mit tollem Ausblick von oben.
Übrigens: kaum stieg ich ins Auto lachte mir die Sonne nach und unten im Inntal war es dann restlos sonnig. Na ja, immerhin konnte ich so schön schwimmen gehen.

Tourengänger: Tef

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