Von Neu St Johan nach Amden via Speer


Publiziert von maenzgi Pro , 9. August 2017 um 13:14.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:15 Juli 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Speerkette   Speer-Mattstock   CH-SG   Zürcher Hausberge 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:Neu St Johan- Eggli-Windbläs-Herrenalp-Speer-Ober/Unterchäsern-Amden
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Neu St Johan
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Amden

Fitnesszentrum ist nicht gleich Bergwandern, dies sollte ich auf dieser Tour noch lernen. Den Anfang nahm dieses Wochenende am Freitagabend, als meine Begleitung für den Samstag kurzfristig Absagen musste. So rang ich mich am Samstag, was ich tuen sollte, da ich am Sonntag auch schon abgemacht hatte für eine Tour. Gut man ist ja Flexibel, so rief ich kurzerhand an und fragte ob wir schon heute losgehen können. Nach über 4h Packzeit ( wie geht das) ging es mit dem Zug nach Neu St Johan es war bereits halb 5 am Abend.

Tag 1
Dort folgten wir kurz der Hauptstrasse, bevor es dann hoch geht, kann man nach Rechts abzweigen. Über die Brücke und dann durch die Wiese auf dem Weg nach oben, dies ist leider viel zu kurz und man läuft zuerst noch für ca 30 Minuten der Strasse nach. Der Weg ist im Allgemeinen wunderbar beschildert. Bevor man um ein Haus geht um dann endlich auf einen Wiesenweg zu kommen. Dieser verläuft zuerst flach steigend. Beim Übergang in den Wald nimmt dann auch die Steigung langsam Form an, damit man bis nach Eggli hoch noch etwas Höhenmeter gewinnt. Vom Eggli bis nach Oberchäsern ist man fast durchwegs im Weidgebiet untwerwegs, dies noch vorweg. Von dort geht es stegig leicht  anssteigend bis zum Blässchopf hoch auf den "Grat". Von dort geht es bis nach Hinter Elsiten in ständigem auf und ab, meist etwas links haltend vom "Grat". Langsam wurden meine Mitgänger Müde und auf meinen Ratschlag erst nach der Weide eine Essenspause zu machen wurde nicht mehr gehört. So hatten sie noch kleinere Kämpfe mit Ziegen, welche ich köstlich amüsiert mitverfolgte;) Danach ging es weiter, wobei ich langsam aber sicher Motivationsarbeit leisten musste. Wie gesagt Fitnesszentrum ist kein Wandertraining, wobei mir gesagt wurde -t5 sollte gehen, es stellte sich leider als Überschätzung heraus. Den beim Leiterli gibt es eine kurze Stelle mit Fixseilen um ein Band zu überwinden, welches jedoch ohne Probleme machbar ist. Sie war jedoch bereits Nervös. Danach ging es hoch bis zum Abzweiger Speer. Wir schlugen dort jedoch unsere Zelte auf, gleich ausserhalb der Wiese. Bis hierhin braucht man normalerweise 4h, wir brauchten aber leider 5h. Somit wurde mein Ziel der Wandfuss vom Leistchamm bei weitem verpasst. Was vorallem auch der späten Ablaufzeit zu schulden kam und der doch schwächeren Ausdauer meiner Mitgänger. Um 23:00 Uhr war dann Nachtruhe.

Eine Nacht die ich nicht mehr so schnell vergessen werde. Ich konnte nur die ersten zwei Stunden schlafen, der Rest verbrachte ich zitternd im Zelt. Zum Glück passieren mir solche Fehler auf solch einfachen Touren ohne Folgen. So werde ich in Zukunft aufs Zelt verzichten und dafür einen Schlafsack mitnehmen auf welchen ich leider verzichtete hatte, da mein Rucksack bereits 20kg schwer war. Wird nie mehr vorkommen.

Tag 2
Ich konnte die Zeit 05:00 auf meinem Händy kaum erwarten. So zogen wir unsere Sachen an, wobei ich sie wohl eher abzog um in kurzen 25 Minuten auf den Gipfel des Speers zu laufen. Wir waren zur prefekten Zeit oben, 5 Minuten bevor die Sonne aufging. Alleine waren wir nicht doch es hatte genügend Platz für alle:) Danach ging es zurück zu den Zelten um diese zusammen zu legen und nach Amden zu marschieren.  Via Ober/Unterchäsern gelangt man nach Amden. Der Weg ist weitläufig  und für meinen Geschmack viel zu langweilig. Wir brauchten für Auf und Abstieg knappe drei Stunden. Danach kehrten wir noch in der Bäckerei ein. Als dann noch ein Orchstere anfing zu spielen, gingen wir dann auf den Bus.

Fazit:
Die Tour ist leicht und wenig schwierig. Sie ist bisweilen für meine Ansprüche langweilig und fad. Zudem versuche ich Weiden zu vermeiden, was einem auf dieser Tour überhaupt nicht gelingt. Leider verpasste ich mein Hauptziel komplett. So wollte ich mit meinen Mitgängern bis zum Fuss des Leistchamms, am Sonntag morgen dann ich aller früh auf den Leistchamm und von dort dann die Tour beginnen mit den Churfirsten und inoffiziellen Churfirsten. Sie hatten dann entweder via Selun oder Amden nach Hause gehen können, da sie am Montag nicht mehr frei hatten. Leider überschätzen sich aber neue Wandere am anfang öfters mal. Ging mir mit dem Gepäck nicht besser. So hätte ich über 10kg Material zu Hause lassen können, hätte ich gewusst, das sie so lange brauchen um bereit zu sein. So verschiebe ich diese Tour auf ein ander mal.

Tourengänger: maenzgi


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