Panoramawandern ab Muottas Muragl (2454m)


Publiziert von countryboy Pro , 25. Juni 2017 um 20:03.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Oberengadin
Tour Datum:17 Juni 2017
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 435 m
Abstieg: 555 m
Strecke:ca. 11km: Muottas Muragl (Bergstation) - Lej Muragl - Punkt 2335 - Unterer Schafberg - Alp Languard
Zufahrt zum Ausgangspunkt:mit Auto zur Talstation Muottas Muragl (Samedan)
Kartennummer:online Kartenausschnitt 1:25'000

Howdy! 

Nach dem Einwandern am Vortag beim Silsersee sollte es heute etwas höher hinauf. Mit der Standseilbahn hinauf nach Muottas Muragl, von wo aus ich verschiedene Optionen im Köcher hatte. Während ich gerne den Lej Muragl und die Segantinihütte kombiniert hätte, wollte countrygirl einfach nur direkt runter auf den Panoramaweg. Als gut schweizerischen Kompromiss konnte ich wenigstens den Lej Muragl durchs Paarlament bringen.

Der Anstieg zum Lej Muragl verläuft auf gutem Weg und bei angenehmer und regelmässiger Steigung. Offenbar war es mühsam genug, dass Frau Begleiterin mit etwas geröteter Birne mitmarschierte. Ob es mangelnde Begeisterung für körperliche Anstrengung unter praller Sonne oder nur pralle Sonne war, lassen wir offen. Ich habe meine Vermutungen.

Wenn man genau hinschaut, findet man überall wunderschöne Blumen, so auch ganze Soldanellenfelder. Der Lej Muragl erfreut sich augenscheinlich eines gesunden Fischbestands, konnte ich während unserer Pause dort ebenfalls feststellen. Vom See aus geht es durchs Val Muragl runter auf den Panoramawanderweg, der seinen Namen verdient. Oberengadiner Seen, Täler und Berge soweit das Auge reicht. Während der Auf-/Abstieg zum/vom Lej Muragl noch leichte Ecken und Kanten hat, ist der Panoramawanderweg geradezu als zahm zu bezeichnen. Wenn man auf der Bergseite geht, kann man sich sogar öfters Sightseeing im Gehen erlauben. Allerdings herrscht hier genau wegen des Panoramas, wegen des guten Weges, ganz schön viel Verkehr. Eigentlich kein Wunder für eine Strecke, die an beiden Enden durch Bergbahnen erschlossen ist. Keine heuchlerischen Beschwerden, wir haben ja beide Bahnen auch in Anspruch genommen.

Anstatt auf der Segantinihütte machten wir unsere Verpflegungspause dann beim Bergrestaurant Unterer Schafberg (hat durchaus urigen Hüttencharakter). Countrygirl wählte eine Bündner Gerstensuppe, während ich mich für die Schafbergplatte entschied. Neben einer schönen Auswahl an Fleischaufschnitt war auch ein exzellenter Samedaner Bergkäse mit dabei. Als Dessert liessen wir uns auf den hiesigen Geheimtipp, einen Rhabarberkuchen, ein. Lecker schmecker!

Nach kurzem Anstieg ist man wieder auf Panoramaweghöhe. Auf wiederum solidem Wanderweg geht es so weiter bis zur Bergstation Alp Languard, wo wir nach gezoomtem Biancogratfoto die Sesselbahn ins Tal nahmen. Es hat sich gelohnt, sich für die Talfahrt richtig gut einzupacken, eine luftig-kühle Angelegenheit. Halb zu Fuss, halb im Bus (seriell, nicht parallel) bestritten wir den Rückweg zur Talstation Muottas Muragl.

Für mich wieder eine gelungene Tour der Sorte Genusswandern. :-) 

countryboy (mit countrygirl)

Zeit: total 5 1/4 Stunden, 4h gemütlichen Wanderns, 1h Unterer Schafberg, ca. 15min Lej Muragl

Tourengänger: countryboy, countrygirl


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Kommentare (4)


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Linard03 Pro hat gesagt:
Gesendet am 25. Juni 2017 um 21:52
immer wieder schön, eine dieser zahlreichen Möglichkeiten ab Muottas Muragl zu nutzen! Amüsanter Bericht ... ;-))

countryboy Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 26. Juni 2017 um 09:43
Danke Richard ...und das passiert mir eigentlich sowieso fast auf jeder Wanderung. Ständig schweifen die Gedanken herum, welche andere Touren man an gleicher Stelle ein nächstes Mal starten könnte. :-)
Gruss, Yves

Krokus Pro hat gesagt:
Gesendet am 25. Juni 2017 um 22:19
Paarlament! Welch herrliche, zutreffende Wortwahl.Wünsche euch weiterhin tolle Engadinertage. H. G. Ella

countryboy Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 26. Juni 2017 um 09:49
Hallo Ella
Zugegeben, eine Wortkreation, ab der ich auch selber etwas ins Schmunzeln kam. Mit zwei Übernachtungen im Engadin und zwei in Davos war der Urlaub leider kurz, aber mit soviel Wetterglück trotzdem soviel Wert wie eine Woche! LG, Yves


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