Lauiberg - Mieserenstock - Höch Hund - Chläbdächer


Publiziert von ossi , 9. Januar 2017 um 15:18.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 2 November 2016
Wandern Schwierigkeit: T6- - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Östliche Sihltaler Alpen   Westliche Sihltaler Alpen 
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m
Strecke:P an der Gribschlistrasse - Gribschli - Saaspass - Lauiberg - Mieserenstpck - Höch Hund - Chläbdächer - Twäriberglücke - Gribschli...
Zufahrt zum Ausgangspunkt:P unterhalb Gribschli
Kartennummer:1153 und 1153

El Classico im hinteren Sihltal.

Das darf man nur tun, wenn man sich seiner Sache ist...Die tiefe Wolkenbasis verspricht perfekte Sichtverhältnisse bis etwa 50m. Selbst bei Routenkenntnissen wird diese an sich einfach zu findende Grattour mit Trittspuren und nur tiefem "Verhauerquotienten" zum Orientierungslauf. ossi steht unter dem gewaltigen Schiffsbug des Druesbergs -eine unglaublich eindrückliche Ansicht- und er merkt es nicht einmal...

Start beim Gribschli - im schlimmsten Fall erreichbar über einen zermürbenden Asphalthatsch von Studen, im glücklichsten Fall parkt man kurz vor der Alp- auf blau-weiss markiertem Weg bis Fläschen (sehr steil, technisch einfach, ein rauher Aufstieg im knappen T3-Bereich) und dem markierten Wanderweg entlang bis zum Sihlseeli und schliesslich zum Saaspass wandern. Gerade jetzt, in Kombination mit dem aufziehenden Nebel und dieser absolut einsamen Ruhe ist der Aufstieg im hintersten Sihltal mit seiner Fülle an kaum bekannten Gipfeln und den vielen gelb-braunen Farben der Gräser unglaublich schön. Ich krieg jetzt noch feuchte Augen... dem Grat nach Süden folgend auf Wegspuren zum Lauiberg, die letzten Meter zum Gipfelkreuz sind ausgesetzt (T4+).

Der Weiterweg zum Mieserenstock folgt immer dem Grat, wobei häufige Trittspuren die Suche nach der Ideallinie sehr erleichtern. Ein von weitem etwas finster dreinblickender Grataufschwung entpuppt sich aus der Nähe als gutmütig gestufter Grashang mit vielen Trittspuren. Dennoch BG-Gelände, wobei man allenfalls auch ein Seil einsetzen könnte (T5/T6-).

Man verfolgt dem Grat weiter westwärts bis zum Höch Hund (immer wieder kurze Auf- und Abstiege im Grat). Das Gelände wird nun schuttiger und felsiger. Der kurze Gipfelaufschwung am Höch Hund (II) kann mit einigen Schritten auf der Muotathaler Seite umgangen und der höchste Punkt einfacher über Schutt gewonnen werden. Oder man besteigt den Gipfel direkt, weil man die offensichtliche Umgehung im Nebel nicht entdeckt...T5.

Mit etwas Abstieg gelangt man in die Einsattelung vor den Chläbdächern. Einige Meter auf der Muotathaler Seite entlangwandernd, entdeckt man bald einen blauen Punkt: Hier hoch über einige Absätze auf den Grat und dann wieder möglichst oben bleiben. Wer will, kann den wackeligen höchsten Punkt in kurzer IIer-Kletterei erreichen. Wichtig: Bis zum Punkt 2139 oberhalb der Twäriberglücke bleibt man stets möglichst weit oben, ein Ausweichen auf eines der vielen Schuttbänder auf der Südseite bringt nicht viel und ist um einiges heikler.

Der Abstieg von der Twäriberglücke in Richtung Steinboden-Untersihl wäre ohne die zahlreichen blauen Markierungen bei diesem Nebel ein echter Blindflug gewesen. Am Anfang auf einem Weg, später weglos recht ruppig, aber einfach hinunter zu eben genanntem Steinboden, wo man bei Gelegenheit auf ein schmales Schottersträsschen trifft. Über dieses nach Untersihl, runter zum Gribschli und talauswärts Richtung Ochsenboden-Studen. T3 für den Abstieg von der Twäriberglücke.

Vielen Dank an den fleissigen Maler! Ohne ihn (oder sie) hätte ich wohl  zur Minster absteigen müssen...

Tour im Alleingang.


Tourengänger: ossi

Galerie


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