Monti di Saurù - Strahlender Sonnenschein und 57 km Dunkelheit


Publiziert von Mo6451 Pro , 17. Dezember 2016 um 20:45.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:17 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo di Claro 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 1085 m
Abstieg: 46 m
Strecke:5,8 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Basel - Arth-Goldau - Bellinzona, Bus 214 Bellinzona - Lumino Paese
Zufahrt zum Ankunftspunkt:in umgekehrter Richtung
Kartennummer:map.wanderland.ch, alpenvereinactiv.com

Für die heutige Wanderung bot sich mal wieder das Tessin an. Strahlender Sonnenschein und in der Höhe, wie schon so oft in der letzten Zeit, angenehme und milde Temperaturen. Auf der Alpennordseite hängt der Nebel tief und der Raureif hat die Bäume weiß werden lassen.
Heute bin ich zum ersten Mal durch den neuen Gotthard Tunnel gefahren. Viersprachig wird man auf das Wunderwerk hingewiesen, aber es ist einfach nur ein dunkles Loch. Im EC hat man die Möglichkeit auf den Bildschirmen blühende Landschaften (der Begriff ist ja auch schon anderweitig vergeben) in der Schweiz zu bestaunen. Nach 20 Minuten kommt das Licht wieder. Nur das frühere Ah und Oh, wenn in Airolo die Sonne schien ist auch verschwunden. Der einzige Vorteil, es geht jetzt schneller.


Die heutige Tour geht auf einen Bericht von seeger zurück,der *hier den Weg hinauf schon einmal beschrieben hat. Ich starte in Lumino, dass noch im Schatten liegt und es ist kalt. Bis Rampighetta gehe ich über Asphaltstrasse, die dann nahtlos in die, für das Tessin bekannten laubbedeckten und steinigen Wege übergeht.

Schon bald steigt der Pfad spürbar an und verläuft immer noch im Schatten. Warm werde ich nun durch den Aufstieg. Ungefähr in der Höhe von Motta erreiche die Sonne. Es ist windstill und sofort wird es warm. Eines der Steinhäuser ist noch unversehrt, an allen anderen hat der Zahn der Zeit genagt. Meist, wie üblich ist das Dach eingefallen. Keines dieser Häuser ist mehr bewohnt.

Im Aufstieg merke ich, dass ich durch Eichenwald gehe, Viele der Eicheln liegen auf dem Boden. Erst später kommen Kastanien hinzu.
Bei P 878 Scianfone bin ich etwas irritiert, der Weg stimmt nicht mit der Karte überein. Da aber häufig rote Punkte oder Bänder montiert sind, finde ich schnell den Weg wieder. Das Gebäude  hier oben wird gerade renoviert. Leider wurden der besseren Sicht wegen viele Bäume gefällt.

Auf dem Weg nach Parusciana wird es dann noch einmal richtig steil. Der sandige Boden lässt die Schuhe häufig abrutschen. Gut, dass es ab und an Bäume gibt, an denen man sich festhalten kann. Parusciana ist eine Ansammlung von Häusern, die auch jetzt im Winter bewohnt sind. Hier treffe ich auf die Eigentümerin der Gondelbahn. Sie will noch in Lumino einkaufen, so kann ich mich anschließen und knieschonend mit nach unten fahren.

Das Glück ist heute auf meiner Seite, nach kurzem Weg erreiche ich die Bushaltestelle genau zu dem Zeittpunkt, als der Bus fährt. Zurück in Bellinzona fährt auch der Zug nach Zürich bald. In Art-Goldau wechsle ich auf den Zug nach Basel und bin zur Abwechslung mal recht früh zu Hause.

Der Aufstieg nach Monti di Saurù ist kein markierter Wanderweg, erst ab Parusciana gibt es wieder Markierungen.

Tour solo

Tourengänger: Mo6451


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Kommentare (3)


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MicheleK hat gesagt:
Gesendet am 18. Dezember 2016 um 13:24
Interessante Frage: was ist nun besser? das Ah Oh, die Sonne ist hier, oder der grosse Zeitgewinn?
Gruss, Michele


Mo6451 Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Dezember 2016 um 13:41
Hallo Michele,

die Frage ist berechtigt und ich gebe zu, für mich natürlich der Zeitgewinn. Von Basel ist eine Tagestour im Tessin immer recht lang.
Man könnte lange über Entschleunigung und ähnliches diskutieren. Das bringt nichts. Ich liebe die Wege im Tessin und somit fällt mein Urteil eindeutig aus.
LG und frohe Festtage
Monika

MicheleK hat gesagt: RE:
Gesendet am 18. Dezember 2016 um 15:07
Hoi Monika,
ich bin mit dir einig, sogar aus der Zentralschweiz ist der Zeitgewinn (relativ zur alten Strecke) super, insbesondere wenn man nach Bellinzona will. Dennoch hat mich dein Kommentar nochmals darin bestätigt dass die Entschleuningung effektiv der Schlüssel für die Leventina und die (nun etwas Gottverlassenen) Täler auf der Gotthardachse ist.
LG und dir auch frohe Festtage.
Michele


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