Auf den Spuren von César Manrique und im Parque Nacional de Timanfaya


Publiziert von chaeppi Pro , 15. Dezember 2016 um 10:49.

Region: Welt » Spanien » Kanarische Inseln » Lanzarote
Tour Datum: 7 Dezember 2016
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: E 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 50 m
Abstieg: 50 m
Strecke:8.4 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Tahíche
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Caleta de Famara

César Manrique war und ist der berühmteste Künstler Lanzarotes. 1968 kehrte er aus seinem freiwilligen Exil in New York zurück nach Lanzarote um seinen Traum mit der Lava zu leben zu verwirklichen. In Tahiche baute er sich über fünf Vulkanblasen sein Haus. Die kellertiefen Vulkanblasen verband er mit begehbaren Röhren. Kurz vor seinem Unfalltod 1992 übergab Manrique sein Privathaus der Öffentlichkeit, das auf diese Weise Stiftung und Museum wurde. Viele weitere Bauten auf Lanzarote wurden von Manrique verwirklicht. Manrique war dafür verantwortlich, dass der Massentourismus dazumal in Lanzarote in gemässigten Bahnen verlief. Heute sieht das allerdings etwas anders aus.

Einige seiner unvergleichlichen Werke haben wir heute besichtigt. Nebst seinem ehemaligen Wohnhaus besuchten wir unter anderem das von ihm gestaltete Höhlensystem Los Jameos del Agua. Ein Salzwassersee, der unterirdisch mit dem Meer verbunden ist, gab der Grotte ihren Namen. Kleine, weisse, blinde Krebse leben auf dem Grund. Weltweit ist diese Krebsart nur hier bekannt und sein Auftreten in Los Jameos del Agua konnte bis heute nicht geklärt werden.

Von Jameos del Agua fuhren wir weiter nach Orzola, der nördlichsten Stadt Lanzarotes und erkundeten die nähere Umgebung. Von hier fahren die Fähren zur Nachbarinsel La Graciosa. Nach einer ausgiebigen Mittagspause in einem feinen Fischrestaurant fuhren wir weiter zum Mirador del Rio. Diese ehemalige Armeeanlage wurde ebenfalls von Manrique umgestaltet. Auf diesem Aussichtspunkt geniesst man einen fantastischen Blick zur Insel La Graciosa und man kann die Gegend auf verschiedenen Wegen wandernd erkunden. Auf dem Rückweg nach Puerto del Carmen legten wir noch einen Zwischenhalt in Haria (im Tal der 1000 Palmen) ein. Ein wirklich schöner Ort den man gut zu Fuss erkunden kann.

Am folgenden Tag fuhren wir in den Nationalpark Timanfaya wo man einen guten Überblick in die einzigartige "Mondlandschaft" erhält. Leider sind hier Wanderung auf eigene Faust verboten. Für 9.-- Eur Eintrittsgebühr kann man mit dem PW etwa 2 km bis zum Parkplatz in Islote de Hilario fahren. Auch das dortige Restaurant El Diablo wurde von Manrique erstellt. Ab dort wird man auf einer Busfahrt etwa 14 km durch diese einmalige Vulkanlandschaft gefahren. Die Landschaft die hier während der Eruptionsperiode von 1730 bis 1736 entstand ist wirklich eindrücklich. Für die Bewohner Lanzarotes war das ein jahrelanges Inferno. Etwa ein Drittel der Gesamtfläche Lanzarotes wurde durch Lava und Vulkanasche zerstört und ist heute unbewohnbar. Eine frühe Anreise lohnt sich hier da der Park bei Touristen sehr beliebt ist. Kommt man etwas später stauen sich die Autos oft bis zurück auf die Hauptstrasse und man muss mit längeren Wartezeiten rechnen.

Nach diesem eindrücklichen Besuch fuhren wir via Tinajo in die kleine, am Meer gelegene Ortschaft La Santa. Bei einer Küstenwanderung konnten wir die gewaltigen Kräfte mit der der Atlantik hier auf die Küste trifft hautnah erleben. Die Gegend ist wegen ihren meterhohen Wellen bei Surfern sehr beliebt. Weiter dann mit dem PW nach Caleta de Famara zur dortigen Playa de Famara. Entlang dieser wunderschönen Bucht kann man kilometerlange Strandwanderungen  am feinsandigen Strand unternehmen. Der Strand gehört zu den schönsten Lanzarotes ist aber wegen seiner Strömungen zum Schwimmen nicht ungefährlich. Zu weit hinaus sollte man hier nicht schwimmen da es sonst schwierig werden könnte zurück ans Ufer zu gelangen.

Tourengänger: chaeppi


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Kommentare (2)


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83_Stefan hat gesagt:
Gesendet am 16. Dezember 2016 um 18:28
Sehr schön - von Schnee weit und breit keine Spur. So gehört sich das (auch) für diese Jahreszeit ;-) . Viele Grüße!

chaeppi Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 16. Dezember 2016 um 19:07
Schnee hätte mir da unten gerade noch gefehlt. Ein Schwumm im Meer entsprach eher meinen Vorstellungen ;-)


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