Pizzo Matro (2172 m); Betonbunker, Radiosender und nicht-öffentliches Bähnchen


Publiziert von johnny68 Pro , 6. Oktober 2016 um 15:49.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum: 5 Oktober 2016
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Molare 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:Alpe di Gardosa - Capanna Pian d'Alpe - Pizzo Matro

Schön ist das Umfeld des Matro. Ich bin von der Alpe di Gardosa (rund 1300 m) im Bleniotal durch eine wunderbar herbstliche Maiensäss- und Voralpenlandschaft, die in allen Farben leuchtete, aufgestiegen. Es wird zwar an einer Alperschliessungsstrasse für „Monte Püscett“ gearbeitet, aber man kann die Baustelle auf dem Bergweg umgehen. Diese Maiensäss-Siedlung besteht aus einem grossen Alpstall und vielen zu Ferienhäuschen umgebauten ehemaligen Alpgebäuden. In Richtung „Capanna Pian d’Alpe UTOE“ verläuft der Bergweg in südlicher Richtung meist in einem Auf und Ab durch Wald und Weiden. Die Capanna befindet sich in einer Waldlichtung. Richtig schön wird der Weg nach der Capanna. Er geht steil bis zur „Bassa di Cantói“ durch goldig leuchtendes Weidland und schütteren Wald nach oben. Nach der Bassa, wo es bis zur Scharte „Forcarella“ leicht abwärts geht, leuchten die Heidelbeerblätter tief rot, das Gras ist goldgelb und die Lärchen nehmen langsam Farbe an. Von Forcarella bis auf den Gipfel ist der Weg etwas anspruchsvoller. Er besteht meistens aus Blockwerk; hie und da muss man die Hände zur Hilfe nehmen und den Weg etwas suchen. Dieses Teilstück ist T3, alles andere T2.
 
Auf dem Gipfel erreicht man vorerst die Sendeanlagen. Sie sind mit einem Luftseilbähnchen, das bei Sobrio auf 1116 m startet, erschlossen. Um auf den höchsten Punkt zu gelangen, muss man östlich an den Sendeanlagen vorbei und die vom Bau herrührende Schutthalde hinauf.
 
Der Gipfel des Matro ist durch die riesigen Betonbauten und die Antennenanlagen fast vollständig überbaut. Der Sender verbreitet FM, DAB-Radio und digitales Fernsehen; ferner gibt es auch in alle Richtungen zielende Handy-Antennen.
 
Ich mag mich erinnern, dass ich auf manchen Anhöhen schon Bahnanlagen gesehen habe, die nicht für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Neben dem Matro weiss ich etwa von folgenden Anlagen:
 
Scopi (Skyguide/Militär)
Schneehüenderstock (Militär/Antennenanlage)
Tschingel/Axalphorn (Militär)
Passo San Giacomo (Militär)
Ulrichen – Altstaffel (Kraftwerk)
Vicosoprano – Murtaira (Kraftwerk)
Netstal – Löntsch (Kraftwerk)
Iffigenalp – Weisshorn/Lenk (Militär)
Tschingel/Fläsch (Militär/Verein)
Andermatt – Gütsch (Militär)
 
Daneben gibt es unzählige „private“ Bahnanlagen, die auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, z.B. die Anlagen der KW Oberhasli (Grimselgebiet), die Luftseilbahn Tierfehd - Kalktrittli, San Carlo-Robiei usw. Seit 2016 wieder in Betrieb ist die ehemalige Militär-Luftseilbahn Palfries (Sarganserlandfestung). 

Tourengänger: johnny68


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