Bietenhorn - geschundene Natur


Publiziert von Mo6451 , 6. September 2016 um 19:56.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum: 6 September 2016
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Aufstieg: 379 m
Abstieg: 650 m
Strecke:5,5 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Basel - Interlaken Ost; Regio Interlaken Ost - Lauterbrunnen; LSB Lauterbrunnen - Grütschalp; Regio Grütschalp - Mürren, Bahn Mürren - Allmendhubel
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Regio Mürren - Grütschalp; LSB Grütschalp - Lauterbrunnen; Regio Lauterbrunnen - Interlaken Ost; cff logo Interlaken Ost - Basel
Kartennummer:map.wanderland.ch

Auch im September gibt sich der Sommer die Ehre. Nach einem etwas schlechteren Tag gestern schien heute wieder die Sonne. Zeit für eine Tour in den Bergen. Auf meinem Programm stand heute das Bietenhorn, dem Rummel am Schilthorn wollte ich aus dem Weg gehen. Gleichwohl sind die Anfahrrouten gleich und gleich überfüllt.

Schon der Zug nach Lauterbrunnen war mit Touristen vollbesetzt. In der Gondel hinauf zur Grütschalp dann das übliche Gedränge, obwohl am Zustieg nur soviel Leute durchgelassen, wie die Gondel transportieren darf: 100+1. Von der Grütschalp geht es weiter mit dem Zug hinauf nach Mürren. Dort verläuft sich die Masse. Ich nehme noch die Standseilbahn zum Allmendhubel.

Von hier aus strebe ich auf dem südlichen Wanderweg zu P 1899. Erst etwas bergab durch den Wald, dann wieder bergauf. Bei P 1899 stehen zwei Bänke und von hier hat man wohl mit die beste Sicht auf EMJ und die östlichen Trabanten.

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau aber weiter oben wabern Wolken und hüllen die Gipfel immer wieder ein. Weiter geht es nun nach Nordwesten. Der Sommerwanderweg ist im Winter die Skipiste, entsprechend schlecht ist der Untergrund und es geht steil aufwärts.

Außerdem fliesst Wasser über den Weg und macht den Untergrund weich und rutschig. In den steilen Passagen rutscht man immer wieder ab, absolut kein Vergnügen. 
An besonders steilen Abschnitten ist der Untergrund betoniert. Wo man hinschaut sind Seilbahnen installiert, die natürlich jetzt alle still stehen. Das Gebiet ist eher für den Wintersport als für eine Sommerwanderung gemacht.

Nicht nur für die Füße eine Strapaze, auch das Auge findet wenig Freude. Weiter oben sieht man Bagger, die der Natur weitere Wunden zufügen. Das macht keinen Spass. Bei P 2264 reicht es mir, ich breche die Tour ab. Und ich bin nicht die Einzige, auch Andere treffe ich später wieder, die ihren Weg nicht fortgesetzt haben. Außerdem hüllt der Nebel die Gipfel zunehmend ein, die Sicht tendiert gegen Null.

Das Bietenhorn mag an sich ein schöner Gipfel sein, der Weg hinauf ist es nicht.

Tour solo

Tourengänger: Mo6451


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (2)


Kommentar hinzufügen

Pit hat gesagt:
Gesendet am 6. September 2016 um 21:26
Diese Aufstiegsvariante hätte dir ev. besser gefallen.*Bietenhorn 2756m

lg Peter

Mo6451 hat gesagt: RE:
Gesendet am 6. September 2016 um 21:48
du hast recht, deine Bilder machen mehr Lust auf das Bietenhorn. Also noch einmal einen Versuch.

LG Monika


Kommentar hinzufügen»