NO-Grat Überschreitung Schlieren - Uri Rotstock


Publiziert von tricky Pro , 31. Juli 2016 um 18:15.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:29 Juli 2016
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 9:15
Aufstieg: 2125 m
Strecke:St Jakob - Biwaldalp - Schlieren Vorgipfel - Schlieren - URS - Biwaldalp - St Jakob -- Flüelen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Isenthal St. Jakob

Die NordOst-Grat Überschreitung zum Schlieren und Uri-Rotstock im Isenthal wollte ich schon lange mal machen. An diesem Freitag ist neben dem Wetter auch gerade Ideal, das ich am Samstag auf den Sustenpass Klettern gehe. So bleibe ich am Freitag Abend in Flüelen und Biwakiere dort am See.
El Chasqui wäre gerne mitgekommen, aber hatte keine Ferien mehr, so ging ich alleine auf die Tour. Mein GPS mit dem Track habe ich zuhause vergessen. Der gute Bericht von Alpinist hat mir geholfen. Leider ist beim Einstieg der Rinne keine Natel Verbindung mehr vorhanden. So konnte ich nur noch erraten wo es durchging. Die dichten Wolken machten das Navigieren nicht einfacher. Wurde eigentlich der gesamte Grat ab Sassigrat noch nie gemacht? Sieht machbar aus.

Ich nahm den ersten Bus nach Isenthal St. Jakob. Nach dem deponieren der Biwaksachen startete ich also am 8:15 Uhr. Schon beim Hochstiegen via Biwaldalp zeigten sich dichtes Gewölk. Ab der Verzweigung nach der Biwaldalp stieg ich die steile Grass/Gesteinshalde hoch in die düsteren Bergwelt. Nach der Rinne rechts die Steilrampe hoch Boldern. Kleine aber gute Griffe bis zum NO-Grat. Ab da sah ich dann die blauen Striche, die durchgehend bis zum Uri-Rotstock führen. Eigentlich sind die vielen striche meist gut zu sehen, manchmal aber schon sehr verwaschen. Einmal war ich zu weit hochgestiegen, und stand vor einem Abgrund, somit wieder zurück klettern bis zu den strichen. Die Route war ein Genuss zum Klettern, man sollte aber immer gut den strichen folgen, die nach meiner Meinung sehr logischen Weg folgen mit dem meisten festen Fels.

Die ganze Route ist durchgehend Klettern im ll Grat. 2-3 Stellen ganz kurz im lll. Die besagte Steilrampe knappe T6, der Rest im T5 Bereich.

Bald mal auf dem Schlieren Vorgipfel sehe ich den mächtig aussehenden Schlieren im Nebel. Alles dem Grat entlang bis zum Hauptgipfel und weiter via Felsentor zum URS. Immer wieder begleitete mich der Wind mit viel Wolken, auf dem Gipfel erstmal mehr Weitsicht. Wunderschön hier alleine oben zu sein. Abstieg via Normalweg via Gitschenhörnlihütte zur Biwaldalp und weiter nach St Jakob zu meinem letzten Bus der 17:57 Fährt. In Altdorf etwas chillen und Einkaufen. Denn Abend habe ich am See bei Flüelen genossen wo ich dann auch Biwakierte. Ein Glück hat mein Biwaksack ein Mückengitter, ich wäre ansonsten ausgefressen worden. Am nächsten Tag weiter zum Klettern beim Guferstock im Sustenpass.

Fazit: Sehr schöne Tour. Wer etwas Trittsicher ist und gerne Kraxelt kommt bei dieser Tour auf seine Kosten. Das was hinaus Klettert, sollte man auch wieder runterkletter können. Ein verirren ist aber bei diesen vielen Strichen kaum möglich. Helm ist zu Empfehlen. Die Tour kann gut mit ÖV gemacht werden, im Aufstieg war ich sehr langsam unterwegs. Trödeln sollte man aber nicht, wenn man den letzten Bus erwischen möchte.

Tourengänger: tricky

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Kommentare (2)


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El Chasqui Pro hat gesagt: Bravo
Gesendet am 31. Juli 2016 um 20:04
...das Wetter hätte doch gut sein sollen.... Sicher nicht förderlich, wenn alles noch feucht ist.
Ich hätte natürlich darauf gedrängt, vom Sassigrat aus zu starten..
Vielleicht ein nächstes Mal oder mit einem anderen Hikr...
Viele Grüsse, Urs

tricky Pro hat gesagt: RE:Bravo
Gesendet am 1. August 2016 um 13:58
Die Tour war sehr schön. Der ganze Grat wäre noch eine Idee...


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