Wintertour auf den Aggenstein (1986m)


Publiziert von Tef Pro , 15. Januar 2009 um 20:59.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Allgäuer Alpen
Tour Datum:11 Januar 2009
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D   A 
Aufstieg: 830 m
Abstieg: 830 m
Strecke:Grän/Enge - Bad Kissinger Hütte - Aggenstein und retour
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Parkplatz an der Engetalstraße nördlich von Grän, dort wo es nach Lumberg weggeht
Kartennummer:Kompass Nr. 4

Der Aggenstein ist eine markannte Erscheinung der Tannheimer Berge und lockt im Sommer Scharen von Wanderern an.
Im Winter ist eine Besteigung einsamer, erfordert aber absolut sichere Verhältnisse, und da die Verhältnisse nun gut sind wie selten im Hochwinter wollten auch wir einmal auf diesen tollen Aussichtsberg.
Die Schneeschuhe ließen wir heute gleich im Auto, als wir in Grän/Enge im Tannheimer Tal starteten. Wir folgen den Wegweisern Bad Kissinger Hütte/Aggenstein durch den Weiler, ehe nach links ein Forstweg in lichten Wald abzweigt. Diesem folgt man ein Stück, ehe der Wanderpfad abzweigt. Unter Bäumen ist es teilweise bereits aper, ansonsten kommt man auf festem Schnee gut vorwärts.
Bis zur Überquerung des Seebachs geht es ein Stück eben dahin, dahinter gewinnen wir in zahlreichen Serpentinen gleichmäßig an Höhe, der Wald wird schließlich lichter und die Aussicht über das Tannheimer Tal in die Allgäuer Alpen immer besser.
Wir erreichen die Kammhöhe zwischen Aggenstein und Brentenjoch und blicken erstmal ins Flachland hinaus auf die zugefrorenen Seen. Wir wenden uns nach links und erreichen nach wenigen Minuten die im Winter geschlossene Bad Kissinger Hütte, ein idealer Aussichtsplatz.
Doch wir wollen noch weiter und folgen den weiterhin guten Spuren in den steilen Wiesenhang hinein. Ab hier herscht häufig Lawinengefahr und im Winter ist normalerweise Schluß. Doch nun geht es ganz gut. Es gibt schon apere Stellen und ansonsten liegt der Schnee nicht allzuhoch und sehr fest. Man quert um den Südhang des Ostgipfels, dann geht es in einer Mulde steil im Zick-Zack nach oben.
Diese Mulde benutzen auch einige Skitourengeher als Aufstieg. Respekt, denn bei diesen  Verhältnissen braucht man neben einer sehr guten Gehtechnik auch starke Kanten und Nerven. Etwas nervös beobachteten wir einen über uns entlangkratzenden Skitourengeher, immer bereit für einen eventuellen Hechtsprung.
Doch alles ging gut und wir erreichten die Ostschulter, gleichzeitig Skidepot.
Ab hier lohnt es sich, für die Rinne zum Gipfel Steigeisen dran zu machen. Im Sommer gibt es hier einige Drahtseile, diese sind aber nun völlig zugeschneit. Dafür gibt es feste Tritte im Schnee (beim Abstieg wegen Sonneneinstrahlung nicht mehr ganz so fest, aber immer noch problemlos machbar), mit deren Hilfe man schnell am Gipfelkreuz steht.
Dank seiner isolierten Lage ist der Aggenstein ein grandioser Aussichtsberg: Hochvogel, Parseierspitze, Zugspitze, Säntis und natürlich die Tannheimer.
Nach ausigiebiger Pause kehreten wir auf gleichem Weg zurück ( mit 2.Pause bei der Hütte). Zum Vergleich gibt es bei Hikr eine Tour aus dem Sommer

Tourengänger: Tef

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