Entdeckungsreise zwischen Les Brenets und Le Locle
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Wenn Werbung auf Hikr nicht verpönt wäre, würde ich darauf hinweisen, dass die heutige Wanderung auf einen Tourentipp von Daniel Anker zurück geht, den er letzthin im Outdoor-Guide publizierte. So muss ich halt so tun, als ob ich diese verzwickte, aber sehr interessante Runde zwischen Les Brenets und Le Locle selber ausgeheckt hätte...
Nun ist ja Le Locle in letzter Zeit eher mal mit negativen Schlagzeilen aufgefallen, so etwa mit dem verschmutzen Trinkwasser im Sommer 2015. Aussergewöhnlich ist auch, dass wir hier eine Schweizer Stadt haben, deren Bürgermeister der kommunistischen "Partei der Arbeit" angehört. Ob es wohl damit zu tun hat, dass das Stadtzentrum an einem Sonntag Nachmittag so ausgestorben scheint? Aber dafür hat das Hinterland ein paar schöne Flecken zu bieten...erreichbar zum Beispiel mit der kurzen Schmalspurbahn nach Les Brenets, die dieser Tage ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann (die Festivitäten finden am kommenden Wochenende statt).
Von Les Brenets führt ein Wanderweg zur Schiffsanlegestelle am Lac des Brenets. Nun folge ich zunächst dem Wanderweg am Ufer Richtung Biaufond. Nach etwa 10 Minuten wird er breiter und beginnt, sich vom Ufer zu entfernen. Hier schlage ich links einen wenig ausgeprägten Pfad ein, der wenig oberhalb des Ufers bleibt. Bald ist ein Vorsprung erreicht, bei dem der weitere Weg mit "Chemin dangereux" angeschrieben ist. Dieser Weg weist effektiv einige ausgesetzte Stellen auf, er ist teilweise mit älteren gelben Zeichen und Schildern markiert. Bei Nässe ist von der Begehung abzuraten. Der Pfad steigt zunächst auf Bändern querend allmählich an, bis man sich oberhalb von diversen Gebäuden am Ufer befindet. Hier beginnt er wieder leicht abzusteigen und führt dann bis vor ein intensiv abgesperrtes Privatgelände, das aber verlassen scheint. Der Weiterweg führt nun steil aufwärts und in der Nähe von einigen Häusern erreiche ich die Strasse zum Saut du Doubs.
Nun folge ich der Strasse entlang abwärts bis zum Wanderweg, der zur Tête de Calvin führt. Den eigentlich Kopf des gestrengen Genfer Reformators kann man nicht so gut erreichen, weil er durch einen Spalt vom Rest des Grates abgetrennt ist (offenbar mit Kletterei im 3/4 Grad zu überwinden). Nach diesem aussichtsreichen Abstecher folge ich dem Wanderweg aufwärts über Vauladrey nach Champs Etévenot. Nach dem zweiten Haus links zweigt ein nicht sehr deutlicher Weg ab (unmarkiert), der nach L'Essert führt. Hier stosse ich wieder auf einen Wanderweg runter nach Le Châtelard, wo die viel befahrene Hauptstrasse von Le Locle nach Morteau zu überqueren ist. Auf der anderen Seite führt ein Abstecher zur Tour Jürgensen, einem Turm, den der dänischstämmige Uhrmacher Jules Jürgensen aus Les Brenets in der Zeit um 1870 errichten liess. Der Turm kann bestiegen werden und bietet einen schönen Rundblick, insbesondere auch hinunter nach Les Brenets.
Vom Turm geht es zurück nach Le Châtelard, dann auf nicht sehr deutlich markiertem Wanderweg nach La Frête und über Malespierres nach Le Locle. Im oberen Ortsteil (Les Monts) bietet sich dabei die Gelegenheit, mit einem kurzen Abstecher das Uhrenmuseum von Le Locle zu besuchen.
Wer sich für die Geschichte und Entwicklung der Eisenbahnen im Jura interessiert, die zwischen der Schweiz und Frankreich sehr unterschiedlich verlief, dem sei diese Dissertation empfohlen, die in manchen Bibliotheken greifbar ist.
Nun ist ja Le Locle in letzter Zeit eher mal mit negativen Schlagzeilen aufgefallen, so etwa mit dem verschmutzen Trinkwasser im Sommer 2015. Aussergewöhnlich ist auch, dass wir hier eine Schweizer Stadt haben, deren Bürgermeister der kommunistischen "Partei der Arbeit" angehört. Ob es wohl damit zu tun hat, dass das Stadtzentrum an einem Sonntag Nachmittag so ausgestorben scheint? Aber dafür hat das Hinterland ein paar schöne Flecken zu bieten...erreichbar zum Beispiel mit der kurzen Schmalspurbahn nach Les Brenets, die dieser Tage ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann (die Festivitäten finden am kommenden Wochenende statt).
Von Les Brenets führt ein Wanderweg zur Schiffsanlegestelle am Lac des Brenets. Nun folge ich zunächst dem Wanderweg am Ufer Richtung Biaufond. Nach etwa 10 Minuten wird er breiter und beginnt, sich vom Ufer zu entfernen. Hier schlage ich links einen wenig ausgeprägten Pfad ein, der wenig oberhalb des Ufers bleibt. Bald ist ein Vorsprung erreicht, bei dem der weitere Weg mit "Chemin dangereux" angeschrieben ist. Dieser Weg weist effektiv einige ausgesetzte Stellen auf, er ist teilweise mit älteren gelben Zeichen und Schildern markiert. Bei Nässe ist von der Begehung abzuraten. Der Pfad steigt zunächst auf Bändern querend allmählich an, bis man sich oberhalb von diversen Gebäuden am Ufer befindet. Hier beginnt er wieder leicht abzusteigen und führt dann bis vor ein intensiv abgesperrtes Privatgelände, das aber verlassen scheint. Der Weiterweg führt nun steil aufwärts und in der Nähe von einigen Häusern erreiche ich die Strasse zum Saut du Doubs.
Nun folge ich der Strasse entlang abwärts bis zum Wanderweg, der zur Tête de Calvin führt. Den eigentlich Kopf des gestrengen Genfer Reformators kann man nicht so gut erreichen, weil er durch einen Spalt vom Rest des Grates abgetrennt ist (offenbar mit Kletterei im 3/4 Grad zu überwinden). Nach diesem aussichtsreichen Abstecher folge ich dem Wanderweg aufwärts über Vauladrey nach Champs Etévenot. Nach dem zweiten Haus links zweigt ein nicht sehr deutlicher Weg ab (unmarkiert), der nach L'Essert führt. Hier stosse ich wieder auf einen Wanderweg runter nach Le Châtelard, wo die viel befahrene Hauptstrasse von Le Locle nach Morteau zu überqueren ist. Auf der anderen Seite führt ein Abstecher zur Tour Jürgensen, einem Turm, den der dänischstämmige Uhrmacher Jules Jürgensen aus Les Brenets in der Zeit um 1870 errichten liess. Der Turm kann bestiegen werden und bietet einen schönen Rundblick, insbesondere auch hinunter nach Les Brenets.
Vom Turm geht es zurück nach Le Châtelard, dann auf nicht sehr deutlich markiertem Wanderweg nach La Frête und über Malespierres nach Le Locle. Im oberen Ortsteil (Les Monts) bietet sich dabei die Gelegenheit, mit einem kurzen Abstecher das Uhrenmuseum von Le Locle zu besuchen.
Wer sich für die Geschichte und Entwicklung der Eisenbahnen im Jura interessiert, die zwischen der Schweiz und Frankreich sehr unterschiedlich verlief, dem sei diese Dissertation empfohlen, die in manchen Bibliotheken greifbar ist.
Tourengänger:
Zaza

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