Sulzfluh (2817m) - Schafberg (2456m)


Published by Bergamotte Pro , 15 March 2015, 13h12.

Region: World » Switzerland » Grisons » Prättigau
Date of the hike:10 March 2015
Ski grading: AD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Time: 5:00
Height gain: 1650 m 5412 ft.
Height loss: 1650 m 5412 ft.
Maps:238S (R. 113a, 114b)

Die mächtige Sulzfluh mit ihren steilen Kalkwänden dominiert die Landschaft hinter St. Antönien und geniesst bei Türlern beidseits der Grenzen grosse Beliebtheit. Durch das Gemstobel lässt sich der Riese erstaunlich einfach besteigen, nur das kurze Felsband zuvor, welches man zu Fuss überwindet, kann bei Hartschnee heikel werden.

Früh starte ich in St. Antönien Rüti. Für die Sulzfluh wäre das heute nicht unbedingt nötig. Doch ich möchte vor dem grossen Ansturm oben sein und erhoffe mir zudem perfekten Sulz bei der Schafberg-Abfahrt, meinem zweiten Gipfelziel. Der Zustieg Richtung Gemstobel - wo übrigens auch der Sommerweg verläuft - ist gegeben, die allgegenwärtige Sulzfluh bildet einen unübersehbaren Orientierungspunkt. Kurz vor dem Felskessel treffe ich auf einen zweiten Frühstarter, ansonsten herrscht um diese Zeit noch Ruhe. Der Fussaufstieg geht problemlos vonstatten: Der Schnee ist zwar hartgefroren, doch dank Tritten der Vortage bleiben Pickel und Eisen im Rucksack.

Nach dem Felsband öffnet sich ein prächtiger Blick das lange Gemstobel hoch auf die Sulzfluh. Der Gipfel wirkt aus dieser Perspektive bereits zum Greifen nah, es verbleiben aber fast 600Hm. Es wäre ein Traum, diesen Hang bei Sulzschnee fahren zu dürfen. Dazu wird es heute nicht kommen. Die Unterlage ist verblasen und nur mit Harscheisen einigermassen angenehm zu gehen. Zudem bin ich zu früh dran. Eine Stunde später steh ich oben und geniesse das umfassende Panorama auf Rätikon und Montafon. Kein Wunder, nur gerade die benachbarte Drusenfluh - auch ein beliebtes Tourenziel, vor allem von Norden ab Lindauer Hütte - überragt die Sulzfluh um ein paar Meter.

In der mittelmässigen Abfahrt durchs Gemstobel kreuze ich immer wieder Nachsteiger. Oberhalb vom Felsband treffe ich gar auf eine 20-köpfige Türlergruppe. So muss ich immer wieder warten, als ich mit Skiern in den Kessel abrutsche, was ganz passabel geht. Anschliessend probiere ich möglichst hoch Richtung Carschinahütte zu traversieren, was im coupierten Gelände schwierig ist. So felle ich bald wieder an und ziehe zur Carschinafurgga (2221m) rüber. Eigentlich hätte ich via Drusator gerne noch die Drusenfluh angehängt, doch das liegt zeitlich nicht mehr drin. So steige ich wie geplant die aufgeweichte Ostflanke des Schafbergs hoch (im unteren Teil ist der Nordgrat zu steil und verwechtet), um zuletzt über den Grat den Schafberg (2456m) zu erreichen. Während auf dem nahen Girenspitz sicher fünfzehn Türler rumstehen, bin ich hier oben alleine.

Wie erhofft erweist sich die folgende Abfahrt als lohnend, in den Mulden findet man gar noch Pulver, ansonsten Sulz. Wer nicht direkt nach St. Antönien abfährt, sondern wie ich Partnunstafel anpeilt, wo meine Partnerin (und ein Wurst-Käse-Salat) wartet, tut gut daran, mit etwas Stockeinsatz die Höhe zu halten. Denn bereits auf Mittelsäss ist es man eigentlich zu tief für eine genussvolle Schlussabfahrt.

Zeiten
3:00  Sulzfluh
1:30  Schafberg
0:30  St. Antönien (via Partnun)
 

Hike partners: Bergamotte


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Comments (1)


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Felix Pro says:
Sent 16 March 2015, 08h30
diese reizvolle Gegend kenne ich nur vom Sommer her - wunderschön auch jetzt; feine Fotos und Bericht.

lg Felix


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