Tiefenbacher Runde: Gaisberg und Ochsenberg
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Tiefenbach ist außerhalb der Hauptsaison ein recht ruhiges Dorf nahe dem belebten Oberstdorf. Es besteht aus mehreren kleinen Ortsteilen. Während die nahe Sturmannshöhle sowie die Breitachklamm zu den großen Touristenattraktionen des Allgäus gehören, kann man das von den umliegenden kleinen Bergen nicht gerade behaupten.
Auf den beiden
kleinen Runden, die dieses Jahr schon von Andy und Diana absolviert wurden, wird man, wenn überhaupt, nur Einheimischen begegnen.
Man muss allerdings deutlich sagen, dass alpine Feinschmecker nicht auf ihre Kosten kommen werden. Häufig geht es ohne irgendwelche Ausblicke weglos durch den Wald und die Botanik, und wenn dann mal Wege vorhanden sind, muss man damit rechnen, dass sich diese nicht im allerbesten Zustand befinden, sondern oft auf ganzer Breite batzig sind.
Auf den Gipfelchen geht es ursprünglich zu. GB und GK sind (bis auf das Gaisbergkreuz, das allerdings nicht auf dem Gipfel steht) keine vorhanden, stattdessen Ameisenhaufen, Wurzeln und Moos. Wer allerdings eine Individualistentour sucht und gewisse Nehmerqualitäten besitzt, der sollte die Runden ruhig einmal drehen. Gestresste Stadtmenschen können den Kontrast zum hektischen Alltag in aller Ruhe genießen.
Zuweilen muss man aufpassen, nicht durch ein gerade gesperrtes Wildschutzgebiet zu laufen. Schilder am Wegrand weisen auf die Sperrzeiten hin. Diese sind auch in der AV-Karte enthalten.
Zwischen der Roten Wand und dem Gaisberg gibt es noch eine markante Erhebung, die mit der Höhenangabe P.1449 in den Karten enthalten ist.
Ich habe überall nachgelesen und keinen Namen für diesen Gipfel gefunden. Ich bezeichne den Punkt im weiteren Verlauf mit "Falkenberg", da der Falkentobel direkt auf den Gipfel zuläuft, die Falkenbergalpe sich in Sichtweite befindet, ein Gipfel dieses Namens im Umkreis nicht existiert und die Erhebung weder mit dem Gaisberg noch mit der Roten Wand etwas zu tun hat.
Auffällig ist, dass der Punkt wohl durchaus hin und wieder von Ortskennern aufgesucht wird. Er bietet jedenfalls (im Gegensatz zum Gaisberg P.1411 und zum Ochsenberg) eine nette Aussicht nach Süden ins Hochgebirge und nach Norden zum Besler. Der Zugang von Süden über die Gaisbergalpe ist wegen des Betretungsverbotes vom 01.11. bis 15.05. nicht immer möglich.
Sollten noch treffendere oder gar offizielle Namen der Erhebung vorhanden sein, bin ich natürlich für Hinweise dankbar.
Zur Schwierigkeit:
In den weglosen Gipfelbereichen T 3, sonst leichter
Zum Zeitbedarf:
Tiefenbach-Schatthalde: 50 min
Schatthalde-P.1449: 35 min
P.1449-Gaisberg: 15 min
Gaisberg-Tiefenbach: 45-50 min
Tiefenbach-Judenkirche: 30 min
Judenkirche-Ochsenberg: 15 min
Ochsenberg-Tiefenbach: 25 min
Der Beschreibung vom Andy füge ich nur noch einige ergänzende Anmerkungen hinzu.
Der Falkentobelweg ist wohl im oberen Teil neu angelegt. Unten ist er problemlos aufzufinden und entspricht dem Verlauf, wie er in der Karte dargestellt ist.
Auf ca. 1120m wird der Tobel mittels einer abenteuerlichen, blauen Leiter gequert. Diese ist in einem solchen Winkel angelehnt (etwa 30 Grad), dass man weder drüber gehen noch drüber steigen kann (siehe auch Bild Nr. 37 beim Andy). Ich wackle im Entengang rüber. Glücklicherweise ist niemand da, der mich bei dieser Aktion beobachtet. Wenn man ausrutscht, wird man definitiv patschnass.
Kurz vor Erreichen der Falkenbergalpe liegen dicke Baumstämme im Weg. Ich mache mich weglos über die Wiese Richtung Schatthalde (1315m). Durch eine Schneise nahe einem Hochsitz ist ein einigermaßen müheloser Zugang zum Kamm gewährleistet.
Der höchste Punkt ist nicht gut auszumachen. Der P.1315 befindet sich auf jeden Fall recht weit Richtung Nordosten. Dort mache ich auch eine kleine Pause.
Anschließend wird dann der Kamm in leichtem Auf und Ab für eine gute Viertelstunde abgewandert, bis man nahe einer Jagdhütte wieder auf den rot bezeichneten Falkentobelweg trifft.
Von unten sieht es so aus, als wenn man sich auf der Höhe mit dichtem Gebüsch und Wald auseinandersetzen darf, aber von derlei Plagen bleibt man dann doch verschont. Wer sich allerdings vom Gang auf dem Kamm schöne Rundblicke verspricht, den muss ich enttäuschen.
Der höchste Punkt des Gaisbergs (1411m) lohnt ebenfalls keinen Besuch. Die Pause verschiebe man besser auf das Bänkle weiter unten am Gaisbergkreuz, von wo sich eine nette Aussicht bietet.
Der folgende steile Abstieg hinab nach Tiefenbach ist ein richtiger Knieschinder.
Die Ochsenberg-Runde ist deutlich gemütlicher und noch nicht mal halb so lang.
Die Wasachstraße führt zur Tiefenbacher Pfarrkirche St. Barbara, dann geht's auf gutem Wanderweg an der ältesten Allgäuer "Wohnstätte" aus der Steinzeit vorbei. Hernach passiert man den Sportklettergarten "Neues Tiefenbach" mit bestens ausgestatteten Routen, bevor der Weg hinter dem Kapf (980m; Wegkreuzung) steiler zur Judenkirche (1070m) bergauf zieht.
Die Judenkirche ist eine Sehenswürdigkeit auf der Tour. Zuvor zweigt bereits ein Weg links aufwärts. Zur Judenkirche bleibt man auf dem unteren Weg. Es ist keine Kirche, sondern ein Felsentor. Am schönsten ist es, auf dem schmalen Bogen in guten 5 Metern Höhe die weite Sicht zu genießen. Von unten sieht man nämlich nichts. Wer nicht trittsicher ist, dem bleibt dieses Erlebnis leider vorenthalten.
Weiter oben trifft man auf einen hohen Zaun. Den muss man nicht überklettern. Es reicht, ihn zu verfolgen, denn er endet bald. Für den Gipfel des Ochsenbergs (1179m) muss man den kommoden Forstweg verlassen. Ein Abstecher, auf den man allerdings guten Gewissens verzichten kann, wenn man nicht der Gipfelliste des AVF hörig ist.
Für den Abstieg wähle ich denselben Weg wie der Andy, also vom Knick des Forstweges links hinunter durch Wald und an einer weiteren Jagdhütte vorbei zu einem Haus. Der dort vorbei führende Greitweg mündet kurz darauf in die Wiesenstraße. Auf der Lochbachstraße ist das Rathaus bald erreicht.
Auf den beiden

Man muss allerdings deutlich sagen, dass alpine Feinschmecker nicht auf ihre Kosten kommen werden. Häufig geht es ohne irgendwelche Ausblicke weglos durch den Wald und die Botanik, und wenn dann mal Wege vorhanden sind, muss man damit rechnen, dass sich diese nicht im allerbesten Zustand befinden, sondern oft auf ganzer Breite batzig sind.
Auf den Gipfelchen geht es ursprünglich zu. GB und GK sind (bis auf das Gaisbergkreuz, das allerdings nicht auf dem Gipfel steht) keine vorhanden, stattdessen Ameisenhaufen, Wurzeln und Moos. Wer allerdings eine Individualistentour sucht und gewisse Nehmerqualitäten besitzt, der sollte die Runden ruhig einmal drehen. Gestresste Stadtmenschen können den Kontrast zum hektischen Alltag in aller Ruhe genießen.
Zuweilen muss man aufpassen, nicht durch ein gerade gesperrtes Wildschutzgebiet zu laufen. Schilder am Wegrand weisen auf die Sperrzeiten hin. Diese sind auch in der AV-Karte enthalten.
Zwischen der Roten Wand und dem Gaisberg gibt es noch eine markante Erhebung, die mit der Höhenangabe P.1449 in den Karten enthalten ist.
Ich habe überall nachgelesen und keinen Namen für diesen Gipfel gefunden. Ich bezeichne den Punkt im weiteren Verlauf mit "Falkenberg", da der Falkentobel direkt auf den Gipfel zuläuft, die Falkenbergalpe sich in Sichtweite befindet, ein Gipfel dieses Namens im Umkreis nicht existiert und die Erhebung weder mit dem Gaisberg noch mit der Roten Wand etwas zu tun hat.
Auffällig ist, dass der Punkt wohl durchaus hin und wieder von Ortskennern aufgesucht wird. Er bietet jedenfalls (im Gegensatz zum Gaisberg P.1411 und zum Ochsenberg) eine nette Aussicht nach Süden ins Hochgebirge und nach Norden zum Besler. Der Zugang von Süden über die Gaisbergalpe ist wegen des Betretungsverbotes vom 01.11. bis 15.05. nicht immer möglich.
Sollten noch treffendere oder gar offizielle Namen der Erhebung vorhanden sein, bin ich natürlich für Hinweise dankbar.
Zur Schwierigkeit:
In den weglosen Gipfelbereichen T 3, sonst leichter
Zum Zeitbedarf:
Tiefenbach-Schatthalde: 50 min
Schatthalde-P.1449: 35 min
P.1449-Gaisberg: 15 min
Gaisberg-Tiefenbach: 45-50 min
Tiefenbach-Judenkirche: 30 min
Judenkirche-Ochsenberg: 15 min
Ochsenberg-Tiefenbach: 25 min
Der Beschreibung vom Andy füge ich nur noch einige ergänzende Anmerkungen hinzu.
Der Falkentobelweg ist wohl im oberen Teil neu angelegt. Unten ist er problemlos aufzufinden und entspricht dem Verlauf, wie er in der Karte dargestellt ist.
Auf ca. 1120m wird der Tobel mittels einer abenteuerlichen, blauen Leiter gequert. Diese ist in einem solchen Winkel angelehnt (etwa 30 Grad), dass man weder drüber gehen noch drüber steigen kann (siehe auch Bild Nr. 37 beim Andy). Ich wackle im Entengang rüber. Glücklicherweise ist niemand da, der mich bei dieser Aktion beobachtet. Wenn man ausrutscht, wird man definitiv patschnass.
Kurz vor Erreichen der Falkenbergalpe liegen dicke Baumstämme im Weg. Ich mache mich weglos über die Wiese Richtung Schatthalde (1315m). Durch eine Schneise nahe einem Hochsitz ist ein einigermaßen müheloser Zugang zum Kamm gewährleistet.
Der höchste Punkt ist nicht gut auszumachen. Der P.1315 befindet sich auf jeden Fall recht weit Richtung Nordosten. Dort mache ich auch eine kleine Pause.
Anschließend wird dann der Kamm in leichtem Auf und Ab für eine gute Viertelstunde abgewandert, bis man nahe einer Jagdhütte wieder auf den rot bezeichneten Falkentobelweg trifft.
Von unten sieht es so aus, als wenn man sich auf der Höhe mit dichtem Gebüsch und Wald auseinandersetzen darf, aber von derlei Plagen bleibt man dann doch verschont. Wer sich allerdings vom Gang auf dem Kamm schöne Rundblicke verspricht, den muss ich enttäuschen.
Der höchste Punkt des Gaisbergs (1411m) lohnt ebenfalls keinen Besuch. Die Pause verschiebe man besser auf das Bänkle weiter unten am Gaisbergkreuz, von wo sich eine nette Aussicht bietet.
Der folgende steile Abstieg hinab nach Tiefenbach ist ein richtiger Knieschinder.
Die Ochsenberg-Runde ist deutlich gemütlicher und noch nicht mal halb so lang.
Die Wasachstraße führt zur Tiefenbacher Pfarrkirche St. Barbara, dann geht's auf gutem Wanderweg an der ältesten Allgäuer "Wohnstätte" aus der Steinzeit vorbei. Hernach passiert man den Sportklettergarten "Neues Tiefenbach" mit bestens ausgestatteten Routen, bevor der Weg hinter dem Kapf (980m; Wegkreuzung) steiler zur Judenkirche (1070m) bergauf zieht.
Die Judenkirche ist eine Sehenswürdigkeit auf der Tour. Zuvor zweigt bereits ein Weg links aufwärts. Zur Judenkirche bleibt man auf dem unteren Weg. Es ist keine Kirche, sondern ein Felsentor. Am schönsten ist es, auf dem schmalen Bogen in guten 5 Metern Höhe die weite Sicht zu genießen. Von unten sieht man nämlich nichts. Wer nicht trittsicher ist, dem bleibt dieses Erlebnis leider vorenthalten.
Weiter oben trifft man auf einen hohen Zaun. Den muss man nicht überklettern. Es reicht, ihn zu verfolgen, denn er endet bald. Für den Gipfel des Ochsenbergs (1179m) muss man den kommoden Forstweg verlassen. Ein Abstecher, auf den man allerdings guten Gewissens verzichten kann, wenn man nicht der Gipfelliste des AVF hörig ist.
Für den Abstieg wähle ich denselben Weg wie der Andy, also vom Knick des Forstweges links hinunter durch Wald und an einer weiteren Jagdhütte vorbei zu einem Haus. Der dort vorbei führende Greitweg mündet kurz darauf in die Wiesenstraße. Auf der Lochbachstraße ist das Rathaus bald erreicht.
Tourengänger:
quacamozza

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