Abendlicht am Redertenstock


Published by Delta Pro , 14 March 2014, 20h39.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike:14 March 2014
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Ski grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Time: 3:00
Height gain: 1350 m 4428 ft.

Nette Feierabendtour in der "Heimat"

Dass ich jeweils zu Randzeiten auf den Modetouren im Wägital unterwegs bin, ist bekannt. Heute habe ich die Randzeit noch etwas nach hinten geschoben. Zusammen mit dem doch sehr warmen Wetter wurde es damit doppelt "randzeitig" - und auch etwas sehr weich. Dennoch ein wunderschöner Ausflug in kompletter Einsamkeit und Ruhe im Wägital, mit dem Versuch, den Redertenstock wieder einmal im Winter zu besteigen, und einer Abfahrt im sanften, letzten Licht des Tages.

Start um 14.45 beim Seeende. Ich kann dem letzten Tourengänger, der kurz darauf entgegen kommt, nicht verübeln, dass er etwas verdutzt fragt, wo ich denn noch hinwolle. Na ja, hoch! Es ist unglaublich wie die letzte Woche dem Schnee schon zugesetzt hat. Es gab Jahre, da habe ich meine letzte Skitour im Wägital 3 (!) Monate später gemacht. Heuer muss man schon jetzt an mehreren Stellen die Ski tragen... Die Sonne brennt, der Aufstieg ist schweisstreibend und anstregend, da ich bei jedem Schritt in die Schneesosse einsinke. Oberhalb dem Lufthüttli kommt ein bisschen Wind auf - eine Offenbarung. Ich entscheide mich gegen den Mutteristock, da Süd- und Osthänge tatsächlich schon ziemlich "ready-to-go" sind um diese Tageszeit und steure über die einladenden, weiten Hängen den Redertengrat an. Normalerweise kommt man auf dem Redertengrat erstmals in die Sonne; ist man nach drei Uhr unterwegs, ist es genau umgekehrt - das einzige Mal Schatten im ganzen Aufstieg.
Somit nehme ich mit Aussicht auf Gipfelsonne wieder einmal den Redertenstock in Angriff. Vor knapp 10 Jahren habe ich den auch im Sommer nicht trivialen Gipfel das erste Mal im Winter erreicht, damals allerdings anfang Dezember durch die apere Südflanke. Diese hat momentan noch erstaunlich viel Schnee drin. Die Kraxelei im steilen Gras zwischen den "hängenden" aufgeweichten Schneeflecken ist mir zu heikel und ich versuche mich am Grat, eine mir noch unbekannte Route. Ganz nette Kraxelei (T5) in teilweise brüchigem Fels. Die Schlüsselstelle ist mir dann aber zu wild. Man müsste auf einem verschneiten Band in die Nordverschneidung queren, die momentan mit Wassereis gefüllt ist. Ich geniesse die Abendsonne und die wunderschöne Aussicht auf einem Felssims und steige dann wieder ab.
Die Abfahrt im sanften Licht ist wunderschön. Ich finde unverspurte Linien mit erstaunlich gutem Schnee ziemlich weit rechts aussen. Erst ab der Rinderweid wird der Schnee sehr mühsam zu fahren. Ein Kampf sich durch die schweren, bodenlosen Schneeresten zu wühlen. Ab und zu mal über Gras statt Schnee abzufahren darf einen momentan auch nicht stören.


Hike partners: Delta


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