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Kiental 2|3: üppiger Hauptgang - anregend und etwas anspruchsvoll auf den Bundstock


Published by Felix , 28 February 2014, 12h31.

Region: World » Switzerland » Bern » Frutigland
Date of the hike:22 February 2014
Snowshoe grading: WT4 - High-level snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Height gain: 1365 m 4477 ft.
Height loss: 1365 m 4477 ft.
Route:Golderli - Steinenberg - Bundstäg - Lärchenboden - P. 1627 - (Dünde Mittelberg) - (P. 1867) - Dündenegg - (Bärentritt) - P. 2685 - Bundstock; Abstieg dieselbe Route bis auf die Direttissima Mitte ENE-Grat nach Dündenegg - (P. 1979) - (P. 1754)
Accommodation:www.golderli.ch/
Maps:1248

Nachdem wir während des feinen Frühstücksbuffets noch eine schwache Wolkendecke beobachteten, starten wir auf Golderli bei bereits wolkenlosem Himmel zu unserer grossen Tour - ringsum sind die neu verschneiten Gipfel vielfach bereits von der Sonne angestrahlt, während wir erst im Schatten taleinwärts loslaufen.

  

Auf Steinenberg nehmen wir eine gute, von der Fahrstrasse abzweigende Schneeschuhspur und erreichen bald den, den Gamchibach überspannenden, Bundstäg.

Beim schmucken Alp-Wohnhaus verlassen wir den offiziellen Schneeschuh-Trail und steigen - wiederum bereits vorgespurt - über den Lärchenboden an.

Nach dieser offenen Passage treten wir, nun wieder der verschneiten Fahrstrasse folgend, in den Wald ein und marschieren via P. 1627 Richtung Dünde Mittelberg.

 

Wie nun, endlich an der gleissenden Sonne angelangt, die längere, sich aufwärts ziehende Traverse Richtung Dündenegggrat beginnt, verspüre ich deutlich, dass ich einige Mühe habe, die steileren Passagen in gewohnter Manier anzugehen - weit weg erscheint die Passage beim Ryssends Hore noch, und der Schlussanstieg ist noch gar nicht einzusehen. Ich zweifle leicht, ob ich das Unternehmen Bundstock schaffe - doch der Tag ist zu schön, der Schnee zu leicht, die Motivation gross und die Gesellschaft meiner Bergkameraden zu gut J

Das bedeutet „auf die Zähne beissen“ für den tatsächlich langen Aufstieg, welcher jedoch von den stets reichlicher auftretenden Berggipfeln aufs Schönste entschädigt wird. Nebst Bütlasse und Gspaltenhorn, welche wir bereits von den Zimmern und Morgentisch aus erblickten, dominieren Zahm und Wild Andrist und Hundshore als Fortsetzung in nordwestlicher Richtung; der Ausblick talauswärts wird geprägt vom Niesen, später taucht hinter dem gestern bestiegenen  Aabeberg der Dreispitz auf - dazwischen schimmert in frühlingshafter Landschaft der Thunersee hübsch blau.

Je weiter wir gegen die Dündenegg hochmarschieren, zeigen sich nun auch erstmals die ganz Grossen der Berner, EMJ, aus etwas anderer als üblicher Perspektive.

Hier angelangt, erweist sich, dass nebst uns doch einige andere Tourengänger dasselbe Ziel haben - mit Blick auf den morgen anzupeilen beabsichtigten Chistihubel stellen wir im Verlauf fest, dass dort ein starkes „Verkehrsaufkommen“ herrscht.

 

Doch erst gilt es, auf dem attraktiven Grat bis (nach oder) unters Ryssends Hore (es bleibt mir undurchschaubar, worauf sich der Name bezieht - auch die offizielle LK scheint m.E. keine eindeutig Erklärung zu liefern, mit Tendenz jedoch zum Hore [mit P. 2522]) anzusteigen; so schön das Wetter, so kalt und heftig zeitweise der Wind.

Den um das Hore herumführenden, gegen 40° steilen, Hang begehen wir mit Entlastungsabständen; zwischenzeitlich, beim Eintritt in den Kessel, welcher vor dem Grat zwischen Schwarzhore und Bundstock liegt, lauert etwas unter uns sogar ein Felsabbruch - wenn, infolge der zunehmenden Erwärmung Schneemassen abgleiten würden, wär’s sehr unbekömmlich. Der Blick in besagten Kessel zeigt uns noch einmal einen längeren Aufstieg auf, welcher vorgespurt ist - und zwei Rutsche aufweist. Gewisse Zweifel werden jedoch ausgeräumt, als bereits die ersten Skifahrer im hier schönsten Pulverschnee ihre Kurven hinlegen, und auch die steileren Passagen ohne Probleme abfahren. Ein zwar anstrengendes, doch herrliches Anschreiten ist’s nun sowohl bis zum Sattel bei P. 2685, wie auch später zum Vorgipfel. Zuerst jedoch sind wir entzückt ob des sich nun in südlicher Richtung zeigenden Panoramas; herrlich präsentiert sich die die Blüemlisalp, Hohtürli, Blümlisalphütte und auch der gefrorene, eingeschneite Oeschinensee sind ersichtlich.

Noch fehlen wenige Höhen-Meter bis zum überwechteten, gegen Norden beinahe senkrecht abfallenden Vorgipfel - und einige flache bis zum beinahe ebenen Gipfelplateau des Bundstockes.

Unsere Freude ist gross, nach dem Zeit und Kräfte raubenden Aufstieg das Prunkstück unserer drei Schneeschuhtouren erreicht zu haben - der Kälte und Wind so gross, dass wir nur sehr kurz uns stärken und uns auf den Abstieg machen.

Wenig unterhalb P. 2685 dürfen wir erstmals auf eigenen Spuren steiler durch den lauschigen Pulverschneehang abwärts schreiten; später folgen wir selbstverständlich wieder der Spur (bei viel „Gegenverkehr“) ums Ryssends Hore herum.

 

Auf dem Grat hinunter zur Dündenegg kürzen wir nun selbstverständlich die vormittäglichen Kehren in direkter Linie ab; ebenso wie auf dem nachfolgenden ENE-Grat, bis wir ungefähr in dessen Mitte an einer windgeschützten Stelle mitten im Gelände uns einen Rastplatz einrichten - hier wird nun endlich richtig „gefuttert“ und der Gipfelwein nachgereicht.

 

Ab hier folgt nun für uns Schneeschuhgänger eine anregende Direttissima im gleichbleibend lockeren Pulverschnee; erst zu der schönen Felsgruppe, (P. 1719), und anschliessend weiter in die Nähe des (P. 1754).

Wie angekündigt, nähert sich nun aus Westen die nächste kurze Störung - der Himmel beginnt sich mit Wolken zu überziehen. Auf unseren morgendlichen Aufstieg einschwenkend, erreichen wir anschliessend wieder P. 1627. Zurück auf Lärchenboden unter hinunter zum Bundstäg, von wo aus wir - nun unter grauer Wolkendecke, via Steinenberg zurück ins Golderli marschieren.

Hier werden wir, bei nun leicht einsetzendem Schneefall, nach dem Apéro auf der Kachelofen-Bank, wiederum mit einem feinen Nachtessen verwöhnt - eine köstliche Küche, echt sehr empfehlenswert!

 

Unterwegs - auf einem WT3+ - mit Barbara, Doris und Marcel  


Hike partners: Felix


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Comments (4)


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bidi35 says: tolle Tour...
Sent 28 February 2014, 15h59
...gratuliere.
LG Heinz

Felix says: RE: tolle Tour...
Sent 28 February 2014, 19h48
vielen Dank lieber Heinz

herzliche Grüsse

Felix

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Felix says: RE:
Sent 1 March 2014, 16h19
ich bin am dritten Bericht - und schliesse mich eurer Meinung völlig an: ein wunderschönes Tourengebiet!
Da werden wir wohl im Sommer auch mal hingehen ;-)

lg Felix


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