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Der Sturm hat uns fast vom Sonntagskogel geweht


Published by mountainrescue , 4 January 2014, 16h49. Text and phots by the participants

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Rottenmanner und Wölzer Tauern
Date of the hike: 4 January 2014
Ski grading: AD-
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 3:45
Height gain: 931 m 3054 ft.
Height loss: 921 m 3021 ft.
Route:8,834 km / Seyfried-Triebener Hütte-Triebener Törl-Sonntagskogel Seehöhe 2000m
Access to start point:Über Knoten St.Michael ins Liesing-Paltental bis Trieben. Dort abfahren und auf den Triebner Tauern fahren. Kurz vor Hohentauern nach links ins Triebental fahren bis zum Ausgangspunkt der Tour, den Gehöften Seyfried.
Maps:Kompass Steiermark Digital

Aus dem heutigen Wetterbericht
Wetterlage : Nach einem kurzen Zwischenhoch gerät der Alpenraum wieder zunehmend in Tiefdruckeinfluss, wobei sich eine starke südwestliche Höhenströmung einstellt. Diese bringt in Südstaulagen reichlich Neuschnee mit sich, während der Norden bei starkem Föhn vorerst noch trocken bleibt. 
*Wind in hochalpinen freien Lagen: stürmischer Südwind, besonders in Föhnschneisen mit 100 km/h Windböen.

...so weit - so gut - aber so schlimm wird es schon nicht werden, waren meine Überlegungen in der Früh - doch man soll den Tag nicht vor dem Abend loben

Dieses Mal hatte ich den Sonntagskogel als Ziel auserkoren!
Das Ziel der heutigen Tour - der Sonntagskogel

Die Wetterlage, bei uns zu Hause, zeigte sich von der bedeckt-diesigen Seite und es war mit -2° der Temperatur der letzten Tage entsprechend. Bei der Zufahrt ins Triebental blieb die Temperatur ziemlich konstant bei der unsrigen, jedoch mit zunehmender Höhe wurde es immer "wärmer"!

Den Ausgangspunkt bildet ein kleiner Parkplatz neben den Gehöften Seyfried und Steiner, der bei meiner Ankunft, um 8:15 Uhr, bereits wohl gefüllt sich präsentierte und zahlreiche TourengeherInnen waren gerade im Begriff ebenfalls in das Bärenbachtal aufzubrechen. Lustig ist immer zu beobachten, wie lange es dauert bis sie startbereit sind. Von Hans habe ich eines gelernt: Felle gehören bereits zu Hause aufgezogen und so kann man die Tour möglichst schnell in Angriff nehmen, auch allein schon deshalb, wenn es frostig-frisch ist und so nicht lang und breit mit den Fellen herumgesch... werden muss
- aber jeder wie er glaubt! Obwohl als Letzter angekommen, starte ich doch um einiges früher, als der "Tatzelwurm" der sich schließlich weit hinter mir in Bewegung setzt.


Zuerst geht es eine laaaange flache Wiese in den hinteren Talgrund.

Daran schließt sich ein gut ausgefahrener Forstweg an, der immer wieder von kleinen Abschneidern im Wald unterbrochen wird. Dieser Forstweg ist durch die zahlreichen "Befahrer" schon mit einer sehr dünnen Schneeauflage versehen und daher ist es auch bei dieser Tour schade um neue Schier. Der Weg zieht, stetig sanft ansteigend, bis in ein sich weit öffnentes Hochtal, auf dessen rechter Seite, die auf der Karte als verfallen bezeichnete, Triebener Hütte liegt.

Aus der Ferne betrachtet erweckt die Hütte aber nicht den Eindruck "verfallen" zu sein - aber was weiß mann schon


Nun wird dieses Hochtal in einer großen Schleife, von rechts nach links, zum Triebener Törl erstiegen.

Schon im Bereich des Hochtales, rund um die Triebener Hütte, war mir ein immer stärker werdender Wind aufgefallen, der mich in die Goretex-Jacke schlüpfen ließ. Auf den Kämmen der umliegenden Berge, Grießstein, Sonntagskogel und Geierkogel, zeugten lange Schneefahnen von einem, wie im Wetterbericht angekündigt, stürmischen Südwind.

Der Anstieg auf das Triebener Törl ist ziemlich steil und nur bei sicherer Schneelage zu empfehlen.

Eisige Harschplatten wechselten mit teilweise knietiefem Triebschnee ab und die Harscheisen leisteten nützliche Dienste. Die Spurarbeit war teilweise ziemlich mühsam, aber lieber spuren, als hinter einem "Tatzelwurm" nach zockeln!

Am Triebener Törl packte uns der Wind mit unglaublicher Brutalität und es war ein mühsamer Weg die Flanke des Sonntagskogels hinauf. Bei ca. 2000 m war schließlich Schluss - es war mir einfach zu mühsam, mich ständig dem Wind entgegenstemmen zu müssen, um nicht umgeworfen zu werden. Nur schnell die Felle runter und nix wie runter und raus aus dieser "Windhölle" - irgendwann ist es vorbei mit lustig; der Berg steht ja noch länger da.



Die Abfahrt bot von allem etwas. Eisplatten, Harsch, Pressschnee, Pulverschnee bis zur Triebener Hütte. Der Rest erfolgte über die Forststraße, die pistenartig ausgefahren ist.

 



Fazit der Tour: 
Da bei dieser Tour einige Berge zur Auswahl stehen (Großer Griesstein, Sonntagskogel, Triebenkogel, als markanteste Berge) ist der Parkplatz sehr schnell gefüllt bzw. ist man dort, zumindest, am Wochenende, sicher nie allein unterwegs. So war es auch heute; allerdings habe ich erst bei der Abfahrt, kurz unter dem Triebener Törl, die ersten "Nachkommer" getroffen.

Bei der Abfahrt waren die Verhältnisse sehr unterschiedlich. Von Eisplatten, Presspulver, Triebschnee, Pulverschnee war alles vertreten, wenngleich ich mir nie richtig schwer tat. Da habe ich schon weit schwierigere Verhältnisse bei anderen Touren, abfahrtstechnisch, erwischt!

Als Anfänger- oder Einsteigertour würde ich sie nicht qualifizieren, denn speziell die Abfahrt vom Triebentörl erfordert sehr konzentriertes Fahren und Kurzschwingen zwischen herausschauenden Erlen- und Latschenbüschen. 

Twonav Aventura 2.9/CGPSL 7.6.1
Dauer: 3:45
Zeit in Bewegung: 3:25
Stillstand: 0:20
Strecke: 8,834 km
Maximale Höhe: ca.2000 m
Maximale Höhendifferenz: 883 m
Kum.Steigen: 
 931 m
Ges.Abstieg: 
 921 m


Hike partners: mountainrescue


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