feiner Start ins Winterwandern: über den Etzel nach Einsiedeln
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Für die Fahrt nach Einsiedeln (GV des SAC) lohnt sich eine Tageskarte (welche ich mir rechtzeitig besorgt habe) - und so lässt sich mit der Fahrt über Zürich ein weiterer Besuch beim Sportausrüster in Pfäffikon verbinden, bevor der lange „Anmarsch“ zum Versammlungslokal startet …
In Pfäffikon, Haltestelle Eichenstrasse, beginnt meine überraschend von viel Blau gekennzeichnete Wanderung zur GV - dass einiger Schnee über Nacht gefallen war, wusste ich seit dem Abmarsch im Kappelhüsli: gut 15 cm waren es!
Wenige Meter neben der Ausfallstrasse nach Schindellegi quere ich den idyllisch dahin fliessenden Staldenbach, und steige über erst leicht „verzuckerte“ Felder, verziert mit herbstlich verfärbten Obstbäumen, an zur Autobahn.
Ein erster lauschiger, treppenartig gestufter Aufstieg im lichten Wald führt zum Aussichts-Restaurant Luegeten; wenige Meter nur die Strasse benutzend, führt der Wanderweg anschliessend mehrheitlich im doch beachtlich winterlichen Wald in friedvoller Ambiance weiter hoch - unterwegs kann ich einige Male den Blick auf die offenen Weiten richten und erfreut das stets leicht zunehmende Blau konstatieren.
Knapp unterhalb 790 m.ü.M. zweigt von der Strasse der (verschneite) Fahrweg Richtung Strickli ab; diesem (Wanderweg) folge ich nun in sanfter Steigung, bis auf ca. 860 m.ü.M., wo der originell beschriftete Wegweiser auf den steilen, bestens angelegten Treppenweg im Strickliwald hinweist. Viele Male bin ich zu „Vor-Hikr-Zeit“ auf den Etzel gewandert - nie auf diesem Weg; er erscheint mir als klar schönster - von der Weganlage und der Geländeattraktivität her.
Zwar teilweise sehr steil, doch stets vorbildlich ausgebaut und unterhalten, mit zahlreichen Infotafeln zu Flora, Fauna und Geologie ausgestattet, mit einem hübschen Ausblick oberhalb des jähen Abbruches der Molassefelsen zum Obersee und den (noch wolkenverhangenen) Bergen gegen das Wägital hin, gefällt mir dieser Aufstieg sehr. Auf den letzten Metern ist zu erahnen, dass auf dem Etzel Kulm wohl mit etwas Sonne zu rechnen ist - und, trotz anfänglich herumziehender Nebelschwaden, wird’s hier oben minütlich schön und schöner. Herrlich hier zu verweilen und die Sonnenstrahlen durch die Tannenwipfel scheinen und die sich öffnende Landschaft gegen Stöcklichrüz und Einsiedeln entdecken zu können!
Nach einer längeren Rast mache ich mich auf den verschneiten Waldweg hinunter nach St. Meinrad; wunderhübsch das weitere Wandern über die weissen sanften Hänge Richtung Schweig zu P. 988; schönste Winterstimmungen und prächtige Baumgruppen erfreuen mich hier in der Nachmittagssonne. Während des weiteren nur schwach ansteigenden Aufstieges sind die ersten heraufziehenden Nebel- und Wolkenformationen zu beobachten - es ist abzusehen, dass der überraschend sonnige Tag ein doch früheres Ende nimmt …
Und so hat es doch tatsächlich beim Ankommen auf der Chörnlisegg „zugemacht“; nur noch knapp ist unter der Wolkendecke etwas Sonnenschein gegen Einsiedeln zu auszumachen.
Den kleinen Abstecher zum Naturfreundehaus Sonnenberg absolviere ich nun bereits im Nebel; nach einem kurzen Halt steche ich an der Chörnlisegg vorbei im Tiefschnee auf direktestem Wege hinunter, nördlich an Buechhalden vorbei, und münde südlich von P. 987 in die Strasse ein.
Ihr folge ich bis nach Egg; hier beschliesse ich, nicht auf das Postauto und die Dämmerung zu warten - hat es doch nicht einmal ein Restaurant in diesem Dörfchen, sondern den Wanderweg nach Einsiedeln unter die Füsse zu nehmen; die Zeit reicht bestens, um rechtzeitig an die GV des SAC zu gelangen.
Ein kleiner Anstieg leitet zum Hirzenstein, anschliessend ist die Wanderung vom Naturschutzgebiet Roblosen - und zunehmender Dunkelheit - geprägt; beim kurzen Halt bei einer Hütte auf Unter Waldweg leuchten bereits die Lichter der Häuser von Birchli. Den „finalen Anmarsch“ nach Einsiedeln absolviere ich in nächtlicher Stimmung: über Blüemenen, den Hüendermatt-Damm und Armbüel erreiche ich die mir bestbekannten SBZ (Schweizerisches Bildungszentrum) und das Lincoln (Restaurant). Rasch ist das imposante Kloster und das nahe des Bahnhofs gelegene Tagungszentrum des SAC erreicht, wo ich mich inmitten knapp 200 Mitgliedern einfinde und gute alte Tourenfreunde treffe.

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