1x neu, 1x alt und 2x Hikr "Erstbesteigung"


Published by MunggaLoch , 2 August 2013, 09h34.

Region: World » Liechtenstein
Date of the hike:26 July 2013
Hiking grading: T4+ - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: FL   A 
Height gain: 900 m 2952 ft.
Height loss: 1300 m 4264 ft.
Route:Sareis - Gamsgrat - Ochsenkopf - Sassförkle - Drei Kapuziner - Schönberg - Stachlerkopf - Malbun

Mir gefällt das Fürstentum Liechtenstein. Und es gibt hier noch Gipfel, die auf die Hikr-Erstbesteigung warten. Zwei dieser Erstbesteigungen sind jetzt "leider" weg ;-)

Die Tour beinhaltete für mich ein neuer Berg (Ochsenkopf), einer den ich schon kannte (Schönberg) und die beiden Hikr-Erstbesteigungen (Drei Kapuziner und Stachlerkopf).

Ochsenkopf
Der Ochsenkopf ist hier schon zwei drei mal beschrieben worden. Ich wählte die "faule" Variante, setzte mich in Malbun auf den Sessellift und liess mich auf Sareis hochsesseln ;-) Dort startet der Weg durch etwas steileres Gelände auf den Gamsgrat. Aber schon kurz nach dem Start war meine Tour beinahe schon zu Ende. Ich weiss gar nicht, wieso ich dort genau auf den Boden schaute, aber ich tat es. Und auf einer Wurzel entdeckte ich eine Schlange. Da sich meine Schlangenkenntnisse in Grenzen halten, wusste ich erst zu Hause, dass es sich um eine Kreuzotter handelte. Ich wäre sicher auf die Wurzel, resp. die Schlange gestanden. Und sie hätte mich gebissen und die Wanderung wäre zu Ende gewesen. Bin ich aber nicht, hat sie mich nicht und so gings weiter ;-)
Nach dem Gamsgrat gehts nur noch eben rüber zum Ochsenkopf. Ok, ganz eben nicht ;-) Man braucht die Hände an zwei drei Stellen. Und muss den Grat auf die Westseite verlassen.
Aber alles in Allem geht es gut bis auf den Ochsenkopf!

Sassförkle
Der Abstieg vom Ochsenkopf ist relativ einfach. Es führt ein recht guter Pfad runter. Ich selber wollte etwas abkürzen. Eine Scheiss-Idee. Man sollte auf dem Pfad bleiben... Das erspart einem Kratzer an Beinen und Armen ;-)

Drei Kapuziner
Vom Sassförkle wählt man den Weg Richtung Schönberg. Am Kelchle vorbei und unter dem Stachlerkopf vorbei. Kurz vor den Drei Kapuziner kann man links weglos auf den Grat laufen. Ich wählte eine Wegspur, die links rauf, leicht rückwärts rauf führte und gelangte so auf den Grat. Auf dem Grat geht es relativ leicht auf den höchsten Punkt der Drei Kapuziner. Der Gipfel besteht aus zwei grösseren Felsbrocken. Dem Namen nach, hat es vermute ich, mal einen dritten Felsbrocken gegeben ;-) Ich war froh, dass der einfacher zu besteigende Brocken auch der höhere Punkte war ;-)
Die Aussicht ist sehr schön. Aber, praktisch identisch mit dem Schönberg, welcher leichter und auch im Winter erreichbar ist.
Für den Abstieg zurück auf den Wanderweg wählte ich eine etwas direktere Linie, fast gerade runter zum Weg. Ich konnte mich nicht erwärmen, dem Grat folgend auf den Weg zu kommen. Vielleicht ginge dies auch...

Schönberg
Um 12 Uhr wird gegessen, ob gekocht ist oder nicht. Nach diesem Motto wanderte ich kurz rüber zum Schönberg und schaute, ob gekocht war. Es war nicht, aber das Sandwitch schmeckte trotzdem.

Stachlerkopf
Der Stachlerkopf sollte das Tüpfchen auf dem i werden, der heutigen Tour. Bereits früh am Tag hab ich den Gipfel von den verschiedenen Seiten angeschaut. Welches ist wohl der beste Weg? Von Süden oder Südosten her geht es bestimmt. Aber dort sieht es ziemlich bewachsen aus.
So entschloss ich mich, die Strecke von Nordwesten, von den Drei Kapuzinern aus mal zu betrachten. Es sah von weitem einfacher aus. Von weitem ;-)
Vom Wanderweg aus, etwas nach den Drei Kapuzinern wählte ich die gleiche "Abzweigung" wie vorhin in Laufrichtung rechts oben weg. Man erkennt die aufwärtsführenden Spur auf diesem Foto. Sie führt zum bewachsenen Hügelchen zwischen den Gipfeln. Allerdings blieb ich in dieser Richtung und drehte nicht zurück zu den Drei Kapuzinern (wie am Vormittag). Ich erreichte den Grat etwas rechts des bewaldeten Gratteils (vom Foto) und stieg etwas ab auf der flächeren Südseite. Danach stieg ich auch noch auf das Hügelchen rauf. Und sah, es geht nicht. Ich war ein "Töbeli" zu früh. Also drehte ich um und stieg wieder runter zum Wanderweg. Und folgte diesem weitere ca. 200m.
Hier stieg ich die letzte grüne Fläche (gleiches Foto wie oben hoch und kam etwas weiter links auf den Grat.
Hier konnte ich dem Grat folgen, resp. meistens etwas auf der Südseite im Hang laufen. Dies ist gut machbar. Aber es hat zwei drei Stellen dabei, wo man sehr aufpassen muss. Oder etwas weiter absteigen kann, um Geröllrinnen zu überqueren. Kurz: Ich empfehle diesen Aufstieg NICHT! Per privater Anfrage kann ich da noch ein paar Details ergänzen, falls jemand trotzdem hier rauf möchte.
Aber ganz klar ist die Strecke so viel kürzer bis auf den Gipfel. Aussicht gibt es tolle nach Malbun und Steg. Aber sonst ist es nicht irgend ein Super-Gipfel ;-) Auch kein Kreuz oder Buch.
Beim Abstieg war für mich klar, dass ich NICHT wieder den gleichen Weg zurück nahm, sondern südlich oder südwestlich absteige. Das ist definitiv weniger gefährlich, aber dafür zeitweise etwas mühsam. Es ist dicht mit Legföhren verwachsen. Zum Teil hat es fast sowas wie ein Pfad. Ich glaube aber, es sind eher Wasserabflüsse, wenn es fest geregnet hat. Denn die hören zwischendurch auch auf und es heisst, durch die Legföhren zu robben... :-( Die Legföhrenboulderer unter uns hätten ihren Spass dran!
Ich wollte eigentlich zurück zum Kelchle, wählte aber die mir am einfachsten scheinende Linie und erreichte so den Wanderweg. Und folgte diesem dann zuerst westwärts und dem unteren Wanderweg wieder ostwärts, Richtung Sass Stall.
Von hier runter nach Malbun gehts auf der Forststrasse, die im Winter mit den Skis schneller zu machen ist als jetzt zu Fuss ;-)

Fazit
Eine tolle Tour, bei schönstem Wetter und mit abwechslungsreicher Route!
 


Hike partners: MunggaLoch


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Geodata
 17004.xol Drei Kapuziner und Stachlerkopf

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Comments (1)


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WoPo1961 says:
Sent 2 August 2013, 09h58
Hallo "Schlangenbeschwörer",
ich schlage vor, die Tourenbeschreibung wird um einen neuen Punkt erweitert: "zusätzliche Gefahrenpunkte"!
Da hast du ja ordentlich "Schwein" gehabt, nicht draugetreten zu haben- Wobei, so wie ich dich kenne, hättest du fachmännisch mit einem kleinen, stumpfen Taschenmesser, einen Schnitt an die Bissstelle gesetzt und das Gift wieder herausgesaugt.. hab ich jedenfalss schon in Abenteuerfilmen gesehen.. und dort hat es immer funktioniert :-))
Glückwunsch zur Tour und zur Erstbesteigung!!
LG WoPo


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