COVID-19: Current situation

Bivakabenteuer, vom Wissmilenpass nach Weisstannen (2. Tag)


Published by AndiSG , 11 July 2013, 22h46.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike: 7 July 2013
Hiking grading: T3 - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SG   Spitzmeilengruppe   CH-GL 
Time: 7:30
Height gain: 650 m 2132 ft.
Height loss: 1830 m 6002 ft.
Access to end point:Mit dem Bus von Weisstannen nach Sargans

Es dämmert schon kurz nach vier Uhr morgens und schon erwacht auch das Schneeschuh und gibt seine Geräusche von sich.

Als wir um 5.30 Uhr aus unseren warmen Schlafsäcken schälen, zeigt das Thermometer nur noch gerade 3 Grad an. Wir kochen Wasser für den Tee und für das Energiemüsli. Wir essen im Stehen, da es uns zu kalt ist zum sitzen.

Kurz nach 7 Uhr kommt die Sonne hinter dem Wissmilen hervor und just dann brechen wir auf von unserem wunderbaren Bivakplatz mit Sicht auf die Glaner Alpen. Der Schnee ist noch gefroren, wie auch einige stehenden Gewässer. Wir bekommen schnell warm, denn der Aufstieg zum Wissmilenpass ist steil.

Von hier geht's über einen felsigen Grat, wo man die Hände schon mal braucht, vorallem auch weil es sehr hohe Tritte hat. Die Mühe wird entschädigt von einem wunderbaren Panorama auf dem Wissmilen. Nun steigen wir ab zur Spitzmeilenfurggel und danach geht's unter dem Spitzmeilen hindurch über ein steiles Schneefeld. Dank den guten Tritten kommen wir heil hinüber. Aber der Abzweigung unterhalb vom Spitzmeilen steigen wir steil über nasses Gras hinunter in die Ebene, wo wir auf den Weg von der Spitzmeilenhütte her treffen.

Nun folgen wir dem Sardona-Welterbe-Weg Nr. 73 bis nach Weisstannen, aber das ist noch weit, weiter als wir denken..Ûber die Ebene von Schaffans, die noch fast vollständig von Schnee bedeckt ist erreichen wir die Fansfurggela. Hier bietet sich eine Möglichkeit direkt nach Weisstannen abzusteigen, aber da diese wenig attraktiv ist, wählen wir den Weg hinauf auf den Grat von Oxni. Der Blick auf die umliegenden Berge ist phantastisch, auch die Blumenpracht darf nicht vergessen werden.

Nach der Siezfurggela muss wieder ein grosses Schneefeld überquert werden, bevor dann einer der mühsamsten Teil der Wanderung unter der Hienderi Fulegg durchführt. Es ist kaum eine Wegspur mehr sichtbar und es führt dem steilen Grashang entlang, der dank der Regenfälle und dem Schmelzwasser sehr feucht ist.

Dann gönnen wir uns die Mittagspause auf der Lauifurggela. Nun folgt nochmals ein Aufstieg auf einen Pass beim Guli. Dann werden die letzten Schneefelder für diese Tour überquert und es folgt nochmals eine Gratwanderung über den Langrain. Langsam werde ich immer müder, einerseits vom schweren Rucksack, anderseits auch wegen der Länge der Tour. Zudem wollen wir auf den 16 Uhr Bus in Weisstannen, sonst müssen wir nochmals 2 Stunden warten in einem Dorf ohne Beiz.

Danski nimmt mir freundlicherweise etwas Gewicht ab und so geht's wieder besser. Aber der Abstieg hat's nochmals in Sich, vorallem bis nach Obergalans, da es auf diesem Abschnitt wieder recht feucht und steil über einen Grasweg geht.

Dann kommen noch unsere Freunde die Kühe ins Spiel. Sie sind sehr neugierig und machen den Weg zu einem Schlammweg über weite Strecken, was das Vorwärtskommen auch nicht gerade fördert.

Endlich, beim Rüttenen kommen wir auf eine Alpstrasse, auf der wir nun zügig dem Dorf Weisstannen entgegen hetzen. Wir erreichen die Haltestelle sogar 15 Minuten bevor der Bus fährt, es bleibt sogar für danski Zeit für ein Fussbad im nahen Bach...

Nochmals ein herzliches Dankeschön an meinen Bruder für dieses unvergessliche Erlebnis und die Hilfsbereitschaft, was heute leider nicht immer so selbstverständlich ist.

Hike partners: danski, AndiSG


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window


Comments (2)


Post a comment

Henrik says: Eure Wandertour
Sent 12 July 2013, 04h22
wirkt streckenweise ziemlich nordisch bis hochnordisch. Z. B. Island oder Troms....

AndiSG says: RE:Eure Wandertour
Sent 12 July 2013, 21h28
Kam uns auch so vor, und das im Juli und noch in unserem Kanton, aber schön war's auf jeden Fall


Post a comment»