Chlingenstock 1935m wegen erhöhtem Lawinenrisiko (erheblich) mit Führerin


Published by Lulubusi , 13 January 2013, 20h57.

Region: World » Switzerland » Schwyz
Date of the hike:12 January 2013
Snowshoe grading: WT3 - Demanding snowshoe hike
Waypoints:
Geo-Tags: Fronalpstock - Kette   CH-SZ 
Time: 4:30
Height gain: 680 m 2230 ft.
Height loss: 680 m 2230 ft.
Access to start point:Via Schwyz, Stoosbahnen nach Stoos
Accommodation:In Stoos genügend vorhanden.
Maps:LK 1:50000 BL246S Klausenpass / LK 1:25000 BL1172 Muotatal

Zum Chlingenstock 1925m, auf Grund kritischer Lawinenverhältnissen mit Bergführerin und einigen Irrtümern

 

Heute war ich mal zur Abwechslung wieder mal mit den Schneeschuhen unterwegs. Dabei begleitete ich Andi. (Sputnik). Die kritischen Lawinenverhältnisse (erheblich) veranlassten uns eine Bergführerin zu angagieren.

In der Fronalpstockkette wollte wir ganz hoch hinaus und entschieden uns den höchsten Punkt dieser Kette den Chlingenstock zu besteigen. Um dem Skirummel etwas zu entgehen wählten wir den Anstieg von der Ostseite her.

 

Aufstieg

Ausgangsort ist Stoos P.1272 was wir bequem mit der Standseilbahn erreichen. Hier mischen wir uns unter die vielen Wintersportler die den tollen Schnee geniessen wollen und wandern durch das Feriendorf südwärts zu einem Schlepplift. Diesem folgen wir aufwärts durchqueren Holiberg, bis auf eine Höhe von etwa 1400m. Bis hier hin konnten wir auf der gut präparierte Skipiste noch ohne Schneeschuhe hochsteigen.

Jetzt war aber der Zeitpunkt da, unsere Schneesportgeräte ihrem Verwendungszweck zuzuführen.

Schneeschuhe weg vom Rucksack und ran an die Füsse.

 

Ungefähr dem Sommerweg folgend, stapfen wir in südwestlicher Richtung durch das recht flache Gelände, durch den noch unverspurten Pulverschnee, nach Underbäch P.1556.

Lediglich bei Husmättli wird ganz kurz an der 30° Marke gekratzt. Das grösste Risiko besteht hier von oben, aus der Westflanke der Ausläufer vom Firenstöckl und den anschliessenden steilen Hänge. Genügend Abstandhalten ist hier eine einfache und gute Problemlösung.

 

Da unsere Führerin einiges fitter war als wir und immer wieder die Gegend auf alles Seiten erkundete half sie uns nicht gerade viel bei der Spurarbeit. Deshalb wechselten Andi und ich uns bei der Spurarbeit ab. Schyla musst eben auf so einer Sonntagstour ihre überschüssige Energie loswerden.

 

Von Underbäch wandern wir westlich am Firenstöckli vor bei zum Firenboden P.1652 und weiter in südlicher Richtung durch Gstelli und im steiler werdenden Gelände direkt auf den Grat hoch. Auf den letzten gut 10m wird nochmals die 30° Marke erreicht.

 

Den Grat erreichen wir in dem wir rechts an einem recht markanten Feslpickel, der westlich von P.1815 liegt, hochsteigen. Südostwärts über diesen hinweg zu P.1815.

 

Dem Grat folgend nehmen wir den nächsten Anstieg in Angriff, in dem Glauben, auf dem Weg zum Rot Turm zu sein. Irrtum 1. Auf dem mit Ketten gesicherten Grat, das wär dann eben der Nollen, machten wir eine kurze Pause. Es folgt ein kurzer Abstieg in einen Sattel. Nun über einen Gratrücken immer schön in westlicher Richtung hoch.

Auf diesem Gartgipfel, treffen wir auf eine eingeschneite Picknickbank, die uns zu einer weiteren Rast nötigte. Noch immer verdecken Nebelschwaden die Sicht.

Da einige Freerider ihre Skis von Osten her hoch trugen um anschliessend abwärts zu Powdern, nahmen wir an auf dem Chlingenstock zu sein. Irrtum 2, dies war der Rot Turm P.1893.

 

Das schlimmste am ganzen war, dass unsere Führerin uns in unserem Glauben liess und nichts sagte.

 

Erst als wir nach Osten in einen weiteren Sattel abstiegen, eine Hütte auftauchte, sich der Nebel langsam lichtete und den weiteren Verlauf des Grates zum Chlingenstock frei gab, bemerkten wir unsere Irrtümer. Also weiter, den letzten Aufstieg will noch angepackt werden.

 

Skispuren direkt auf dem Grat oder teilweise etwas nördlich in der abschüssigen flanke erleichtert uns den steilen Aufstieg. Die Flanke fällt teilweise über 30° nach Norden ins Oberfeld ab. Ohne Skispuren wäre dies eine echt lästig Sache geworden.

 

Nun haben wir endlich den Chlingenstock P.1935 erreicht und gleichzeitig eine andere Welt. Nur wenige Meter unterhalb des Gipfelkreuzes, endet einer der Sessellifte des Skigebietes Stoos.

 

Nach einer weiteren Pause machen wir uns an den Abstieg.

 

Abstieg

Zurück nach Stoos wandern wir über die Skipiste. Bis nach Ober Tritt P.1518 unter dem Sessellift und dann etwas mehr links haltend, via Holiberg nach Stoos. Hier besteigen wir die Standseilbahn um zurück in den Talboden zu kommen.

 

Tour mit Andi Bericht hier und Führerin, meiner Hündin Schyla

 

Startpunkt

Stoos 1272m

 

Ziel

Chlingenstock 1935m

 

Anforderungen

WT3. Insgesamt wenig steiles Gelände. Kürzere Passagen erreichen 30° oder wenig mehr. Grat über den Nollen ist leicht ausgesetzt aber gut mit Ketten gesichert.

Nordflanke des Chlingenstock teilweise steil und abschüssig. Grundkenntnisse im Schneeschuhlaufen von Vorteil.

 

Für auf der gesamten Tour kein Problem

 

Hangrichtung

Nord, Nordwest, Nordost

 

Lawinengefahr

Vorsicht Westlich des Firenstöckli und dessen nördlichen Ausläufer. Im Aufstieg zum Grat P.1815 kann Vorsicht nicht schaden!

In der Nordflanke auf den Chlingenstock.

 

Material

Übliche Schneeschuhausrüstung

 

Zusätzliche Info

Stoosbahnen

 

Fazit

 

  • Kurze nicht allzuschwere Tour
  • Eine klassische Schneeschuhtour
  • Tour für Anfänger mit gewisser Erfahrung die mal eine etwas schwierigere Unternehmung machen wollen
  • Für Hund kein Problem
  • Toller Ausblick in das Lidernengebiet
  • Im Skigebiet Stoos, daher nicht ganz so einsam und ruhig.
  • Tolle Sonntagstour

 

Genaue Route

Stoos Bergstation Standseilbahn, P.1272, P.1284, P.1312, Holiberg, Hüsmätteli, Underbäch P.1556, Firenboden P.1715, Gstelli, Grat, P.1815, Nollen, Rot Turm P.1893, Chlingenstock P.1935, Näpüenalp, Ober Tritt P.1318, Holiberg, Balmberg, Stoos Bergstation Standseilbahn.

 

Alternativ

Fronalpstock

Huser Stock

Chalberstöckli

Hengst


Hike partners: Lulubusi


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