Tristenkolben
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Wir wollten uns fit machen. Fit machen für den Hikr Treff 2012. Einzig und allein deswegen hatten wir den weiten, weiten Weg aus dem fernen Flachlandhausen auf uns genommen und kamen am 24. Oktober ausgehungert und unterhopft im nebelig trüben Toggenburg an. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir noch nicht ahnen, das uns einige Tage später der Winter ein eiskaltes Schnippchen schlagen würde und den Hikr-Treff 2012 zum canceln bringen sollte
Da wir also noch ahnungslos waren und für den folgenden Tag ein sonniggoldenes Spätherbstwetter angekündigt war, beabsichtigten wir die alten,müden Flachhausenbeine möglichst zeitnah wieder etwas aufzufrischen. Gut eingelaufene, topfitte Schweizhutbeine können bei einem Hikr-Treffen nämlich von Nutzen sein, vor allen Dingen, sollte es wieder durch schattige, dunkle Nordsüdostwestnagelfluhgeröllgrassumpfsteinschneeeiswände gehen. Wer weiß, was in diesem Jahr auf der Hikrspeisewanderkarte stehen würde, flinke, gut trainierte Hikrbeine sind da einwandfrei im Vorteil.
Knallhartes Training stand nun an, mit einer ersten schweren Hürde. Nach dem Motto "nur ein früher Schweizhutträger fängt einen Hikrwurm", bimmelte der Wecker jenseits einer einigermaßen akzeptablen Zeit.... für die folgenden Tage wurde das Motto dann auch spontan in "der schlaue Hikrwurm steht später auf" geändert.
Am 1. Urlaubstag morgens in aller Herrgottsfrühe wortlos, weil müde, zu frühstücken und dabei ins dunkle Draußen zu starren, hat nicht wirklich seine Reize und ich bekam meine Worte vom "stressfreien Urlaub" und "lassen das Wanderjahr gemütlich ausklingen" von der weltbesten Mitfrühstückerin zitiert..... ich mag keine Zitate zu solch unchristlicher Zeit!!
Schön, das wenigstens irgendwann die Sonne aufging und wir mit dem näxten Trainingspunkt weitermachen konnten, dem Aufstieg von Unterwasser zum Chäserrugg. Um meine unlängst zitierten Worte vom "stressfreien Urlaub" der weltbesten Begleiterin einigermaßen glaubhaft zu machen, eilten und hetzten wir NICHT den Berg hinauf, sondern.... hüstel, räusper und tuschel.. (hinter vorgehaltener Hand).. nahmen die dort vorhandenen elektrischen Fortbewegungsmittel :-)
Schon merkwürdig ohne Fleiß und Schweiß am Gipfel zu stehen, aber dafür waren wir die Ersten. Weit und breit keine Wanderleute zu sehen. Dabei gab es doch alles, was ein Wandersleutherz begehrt. Sonne, Wolkenmeer, blauer Himmel, Fernsicht. Kein lästiger Wind, kein Touristenauflauf. Wir genossen dieses ungewohnte Gefühl, auch einmal als erste am Gipfel zu sein, in vollen Zügen.. Schweissperlen hatte ich 2012 schon genug vergossen!!
Vom Gipfel ging es dann zunäxt einmal hinab zum Rosenboden. Immer wieder gab es neue Ausblicke zu genießen und wir kamen nur im Schneckentempo weiter. Am äußersten Ende des Rosenbodens tauchte dann der Tristenkolben auf. Eigentlich stand er überhaupt garnicht auf unserem Programm, aber wenn wir schonmal soo nah vor ihm stehen, kann eine genaueres Hinschauen nicht schaden.. dachte sich der rotgekleidete Mensch.. dachte sich aber nicht die weltbeste Begleiterin und blieb vis a vis in einigem Abstand und observierte den Schweisshutträger, ob dieser nur genauer hinschaut oder es etwa wagen sollte, auch hinauf zusteigen. Kaum hatte ich "nur mal so" eine Hand an den Tristenkolbenfels gelegt, kam auch schon das Signal, nicht weiter einzusteigen. Viel zu gefährlich und ausgesetzt und überhaupt.....Da aus der Entfernung eine Diskussion nicht wirklich fruchtet, blieb mir nichts anderes übrig, als nochmals zurück zur jungen Frau zu stiefeln und ihr mehrfach zu erklären, das ein Aufstieg ohne größere Probleme möglich sei.
Puh, nach dieser harten Überzeugungsarbeit gingen dann 2 Personen zum Einstieg des Tristenkolbens und innerhalb weniger Minuten auch hinauf zum Gipfel. Die "Schlüsselstelle" ist eine Kletterstelle im unteren IIer Bereich. Nicht wirklich schwierig, doch Konzentration und Sorgfalt sollten nicht außer Acht gelassen werden.
Am Gipfel eine entspannte und freudig überraschte Begleiterin über diesen schlussendlich nicht schwierigen Aufstieg. Zur Belohnung durfte sie ins Gipfelbuch kritzeln.
Etwas Konzentration beim Abstieg und schon war auch dieser bewältigt.
Ohne Hosenboden ging es über den Rosenboden wieder zurück, um direkt vor dem Schlussaufstieg zum Chäserrugg Richtung Schlachtböden bzw weiter zum Sattel, Punkt 1946 hinabzusteigen.
Der Rest ist leider nicht mehr so spannend, deshalb nur in Superkürze.
Vom Sattel Richtung Obersess und Alti Hütten war der Weg noch ausgesprochen nett anzuschauen, irgendwann erreichten wir aber einen breiten, teilweise aphaltierten Weg... gähn... und auf diesen ging es dann .... schnarch.. zum Kurhaus.
Im Kurhaus gab`s noch eine, bis jetzt immer noch ungeklärte Streitfrage, ob bei Eintreten in den Gastraum Schweizhüte vom Kopfe gezogen werden sollten??
Ja, weil man(n) ja gut erzogen ist (???) und höflich sein möchte (muss!).
Nein, weil man den anderen Gastraumbesuchern den Anblick eines haarplattigen Schopfes nach ca 4 stündigem Schweizhuttragens ersparen möchte!
Ja, weil Höflichkeit vor Eitelkeit geht.
Nein, weil die im Gastraum befindlichen Besucher allergrößte Freude über den Anblick eines prächtigen Schweizhutes hatten.
.............
Ihr seht das Dilemma, was wir seitdem haben. Aber vielleicht wißt ihr ja (gute) Antworten auf diese, ach so schwere und noch acher, so wichtige Frage??!!
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Da wir also noch ahnungslos waren und für den folgenden Tag ein sonniggoldenes Spätherbstwetter angekündigt war, beabsichtigten wir die alten,müden Flachhausenbeine möglichst zeitnah wieder etwas aufzufrischen. Gut eingelaufene, topfitte Schweizhutbeine können bei einem Hikr-Treffen nämlich von Nutzen sein, vor allen Dingen, sollte es wieder durch schattige, dunkle Nordsüdostwestnagelfluhgeröllgrassumpfsteinschneeeiswände gehen. Wer weiß, was in diesem Jahr auf der Hikrspeisewanderkarte stehen würde, flinke, gut trainierte Hikrbeine sind da einwandfrei im Vorteil.
Knallhartes Training stand nun an, mit einer ersten schweren Hürde. Nach dem Motto "nur ein früher Schweizhutträger fängt einen Hikrwurm", bimmelte der Wecker jenseits einer einigermaßen akzeptablen Zeit.... für die folgenden Tage wurde das Motto dann auch spontan in "der schlaue Hikrwurm steht später auf" geändert.
Am 1. Urlaubstag morgens in aller Herrgottsfrühe wortlos, weil müde, zu frühstücken und dabei ins dunkle Draußen zu starren, hat nicht wirklich seine Reize und ich bekam meine Worte vom "stressfreien Urlaub" und "lassen das Wanderjahr gemütlich ausklingen" von der weltbesten Mitfrühstückerin zitiert..... ich mag keine Zitate zu solch unchristlicher Zeit!!
Schön, das wenigstens irgendwann die Sonne aufging und wir mit dem näxten Trainingspunkt weitermachen konnten, dem Aufstieg von Unterwasser zum Chäserrugg. Um meine unlängst zitierten Worte vom "stressfreien Urlaub" der weltbesten Begleiterin einigermaßen glaubhaft zu machen, eilten und hetzten wir NICHT den Berg hinauf, sondern.... hüstel, räusper und tuschel.. (hinter vorgehaltener Hand).. nahmen die dort vorhandenen elektrischen Fortbewegungsmittel :-)
Schon merkwürdig ohne Fleiß und Schweiß am Gipfel zu stehen, aber dafür waren wir die Ersten. Weit und breit keine Wanderleute zu sehen. Dabei gab es doch alles, was ein Wandersleutherz begehrt. Sonne, Wolkenmeer, blauer Himmel, Fernsicht. Kein lästiger Wind, kein Touristenauflauf. Wir genossen dieses ungewohnte Gefühl, auch einmal als erste am Gipfel zu sein, in vollen Zügen.. Schweissperlen hatte ich 2012 schon genug vergossen!!
Vom Gipfel ging es dann zunäxt einmal hinab zum Rosenboden. Immer wieder gab es neue Ausblicke zu genießen und wir kamen nur im Schneckentempo weiter. Am äußersten Ende des Rosenbodens tauchte dann der Tristenkolben auf. Eigentlich stand er überhaupt garnicht auf unserem Programm, aber wenn wir schonmal soo nah vor ihm stehen, kann eine genaueres Hinschauen nicht schaden.. dachte sich der rotgekleidete Mensch.. dachte sich aber nicht die weltbeste Begleiterin und blieb vis a vis in einigem Abstand und observierte den Schweisshutträger, ob dieser nur genauer hinschaut oder es etwa wagen sollte, auch hinauf zusteigen. Kaum hatte ich "nur mal so" eine Hand an den Tristenkolbenfels gelegt, kam auch schon das Signal, nicht weiter einzusteigen. Viel zu gefährlich und ausgesetzt und überhaupt.....Da aus der Entfernung eine Diskussion nicht wirklich fruchtet, blieb mir nichts anderes übrig, als nochmals zurück zur jungen Frau zu stiefeln und ihr mehrfach zu erklären, das ein Aufstieg ohne größere Probleme möglich sei.
Puh, nach dieser harten Überzeugungsarbeit gingen dann 2 Personen zum Einstieg des Tristenkolbens und innerhalb weniger Minuten auch hinauf zum Gipfel. Die "Schlüsselstelle" ist eine Kletterstelle im unteren IIer Bereich. Nicht wirklich schwierig, doch Konzentration und Sorgfalt sollten nicht außer Acht gelassen werden.
Am Gipfel eine entspannte und freudig überraschte Begleiterin über diesen schlussendlich nicht schwierigen Aufstieg. Zur Belohnung durfte sie ins Gipfelbuch kritzeln.
Etwas Konzentration beim Abstieg und schon war auch dieser bewältigt.
Ohne Hosenboden ging es über den Rosenboden wieder zurück, um direkt vor dem Schlussaufstieg zum Chäserrugg Richtung Schlachtböden bzw weiter zum Sattel, Punkt 1946 hinabzusteigen.
Der Rest ist leider nicht mehr so spannend, deshalb nur in Superkürze.
Vom Sattel Richtung Obersess und Alti Hütten war der Weg noch ausgesprochen nett anzuschauen, irgendwann erreichten wir aber einen breiten, teilweise aphaltierten Weg... gähn... und auf diesen ging es dann .... schnarch.. zum Kurhaus.
Im Kurhaus gab`s noch eine, bis jetzt immer noch ungeklärte Streitfrage, ob bei Eintreten in den Gastraum Schweizhüte vom Kopfe gezogen werden sollten??
Ja, weil man(n) ja gut erzogen ist (???) und höflich sein möchte (muss!).
Nein, weil man den anderen Gastraumbesuchern den Anblick eines haarplattigen Schopfes nach ca 4 stündigem Schweizhuttragens ersparen möchte!
Ja, weil Höflichkeit vor Eitelkeit geht.
Nein, weil die im Gastraum befindlichen Besucher allergrößte Freude über den Anblick eines prächtigen Schweizhutes hatten.
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Ihr seht das Dilemma, was wir seitdem haben. Aber vielleicht wißt ihr ja (gute) Antworten auf diese, ach so schwere und noch acher, so wichtige Frage??!!
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