Zürichberg und Zürich mit der Zürich Card


Published by monigau , 5 September 2012, 18h26.

Region: World » Switzerland » Zürich
Date of the hike: 2 August 2012
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: Albiskette - Höhronen   CH-ZH 
Time: 3 days
Access to start point:Tagesticket 8 CHF - Zürich Card für 3 Tage 40 CHF - mit Tram, Bus und Schiff zu den Ausgangs- bzw. Zielpunkten

Auf Tour in einer quirligen Stadt

Während meiner letzten Aufenthalte hatte ich die Stadt bereits erkundet und sie ein wenig kennen gelernt. Ich war durch die Altstadtgassen gebummelt, durch glänzende Ladenmeilen flaniert und hatte die großen Sehenswürdigkeiten und Museen besichtigt. Nun wollte ich den Radius etwas ausweiten. Dazu besorgte ich mir ein Tagesticket für 8 CHF und die Zürich Card für 40 CHF, die mir an drei Tagen freie Fahrt mit Tram, Bus und Rundfahrtschiffen gewährte und kostenlosen Eintritt in die Museen verschaffte. Das war die günstigste Variante, um neue Facetten der "teuersten Stadt der Welt" kennen zu lernen.

Tag 1:  Lägerengrat

Tag 2:  Sukkulentensammlung - Zürichhorn - Chinagarten

Nach meiner gestrigen schönen Auftakttour über den Lägerengrat wollte ich heute in die Stadt und bummelte als erstes die Bahnhofstraße entlang bis zur Haltestelle der Tram 7, die mich zur weltweit einzigartigen Sukkulentensammlung (Haltestelle Brunaustraße) brachte. Durch einen wunderschönen Park mit alten Baumbeständen spazierte ich Richtung See und bedauerte es sofort, dass ich die Badesachen nicht dabei hatte, denn bei diesem T-Shirt Wetter wäre das Eintauchen in den See eine Wonne gewesen.

Der Eintritt in die Sukkulentensammlung ist frei und die Vielfalt der Pflanzen aus der ganzen Welt mit ihren verschiedenen Formen und Farben war etwas fürs Auge.

Danach fuhr ich mit der Tram 2 bis zur Endstation Tiefenbrunnen und ging durch die schönen Parkanlagen am Zürichhorn bis zum Chinagarten (Eintritt 4 CHF), einem Geschenk der chinesischen Partnerstadt Kunming an die Zürcher Bevölkerung als Dank für technische und wissenschaftliche Hilfe beim Ausbau der Kunminger Trinkwasserversorgung und Stadtentwässerung.

Sofort wurde ich vom Zauber des künstlerischen, idealen Mikrokosmos im Garteninnern gefangen genommen, der durch eine Mauer von der äußeren, profanen Welt getrennt ist. Ruhe umfing mich und ließ mich das hektische Treiben in der Stadt vergessen. Die chinesische Gartengestaltung und die wunderschönen Schnitzereien und Bemalungen der Pavillons sind etwas Besonderes. Ich verweilte dort ziemlich lange und ließ alles auf mich wirken.

Entlang des Zürichsees führte mich die Promenade zurück zum Bürkliplatz und ich konnte bei meinem Müßiggang auf dem belebten Quai, den ich mir mit einem Eis noch schmackhafter machte, viele Eindrücke über die Vielfalt der Stadtbewohner und das Treiben am See sammeln.

Tag 3:  Museum für Gestaltung - Haus Konstruktiv - Uetliberg

Ab heute galt meine Zürich Card und ich besuchte als erstes das Museum für Gestaltung,  (Tram 4 und 13), das mit einer für mich sehr beeindruckenden Ausstellung, dem Plastikmüll Projekt (Link zum Rundgang), aufwartete. Mit einem schlechten Gewissen verließ ich nach ausgiebigster Information, vor allem über den Plastic Garbage Patch, die Auswirkung von Plastik im Meer auf die Tierwelt und dem Abrieb durch die Fleece Bekleidung, das Museum, denn auch ich, wie wohl bald fast jeder Mensch auf dieser Erde, benütze Plastik. Ich werfe meinen Plastikmüll zwar nicht ins Meer oder einen Fluss, aber indirekt bin ich durch die Benützung von Plastik, und sei es nur durch meinen Fleecepulli, auch daran beteiligt.

Diese Ausstellung zum Nachdenken wurde verlängert bis zum  28. 10. 2012, der Eintritt ist frei.

Modernen Kunstgenuss bot anschließend das Haus Konstruktiv (Tram 8, Bahnhof Selnau), das etwas versteckt in einem ehemaligen E-Werk am Sihlufer liegt.

Doch nun hatte ich für heute genug von Kunst und Problematik und wollte mich so nebenbei auch noch etwas erholen. Da ich schon zweimal den Hausberg von Zürich, den Uetliberg, zu Fluß erklommen hatte, wollte ich heute mal, ganz bequem, mit einer der steilsten Bahnen der Welt ohne Zahnradantrieb, der S 10, die alle 20 Minuten abfährt, hinauffahren. Von der Endstation der Bahn führt ein Weg hoch zur Aussichtsterrasse. Als körperliche Ertüchtigung bestieg ich dann den Aussichtsturm und kam mal wieder in den Genuss der fantastischen Aussicht über den Zürichsee und die Stadt. Die Berge waren leider von Wolken verhüllt.

Tag 4: Landesmuseum - Limmatschiff - Museum Bellerive - Zürichberg und Rigiblick

An diesem Tag begann ich meine ausgedehnte Rundtour mit dem Besuch einer aktuellen Ausstellung im Landesmuseums. Gleich daneben befindet sich unten an der Limmat die Abfahrtstelle für die Limmatschiffe. Von hier starten auch, wie ich beobachten konnte, begeisterte Schwimmer, die ihre Kleidung in wasserdichte Säcke packen und sich anschließend von den Fluten der Limmat flussabwärts treiben lassen. Doch dieses Vergnügen werde ich mir ein anderes Mal gönnen.

Bald schon kam das niedrige Schiff und durch viele Brücken hindurch fuhr es hinaus auf den Zürichsee und bot einmal eine andere Perspektive der Stadtbesichtigung. Ein wenig erinnerte es mich an eine Grachtenfahrt in Amsterdam.  Am Zürichhorn stieg ich aus und besuchte im Museum Bellerive eine wunderschöne, fantasievolle Schmuckausstellung.

Als ich wieder am Zürichhorn war, kam gerade eine Rundfahrtschiff an. Kurzentschlossen begab ich mich auf eine entspannende Rundfahrt über den Zürichsee und besah mir die Orte Küsnacht, Erlenbach, Thalwil und Wollishofen vom See aus. Es war ein heißer Tag und so eine Schifffahrt war da genau das Richtige.

Doch der Tag war noch lang und als ich wieder am Bürkliplatz war, kam es mir in den Sinn, doch auch noch dem Zürichberg einen Besuch abzustatten. An diesem Ende der Stadt war ich noch nicht. Mit der Tram 5 oder 6 geht es bis zur Endstation am Zoo. Hier oben war es schön ruhig und bald schon war ich ganz allein, als ich mich auf dem Waldweg, der rechts abzweigte, auf den Weg hoch zum Zürichberg machte. Hier gibt es viele Pfade und es war erholsam, unter den schattigen Bäumen zu wandern. Nach dem Gipfelbesuch ging ich Richtung Rigiblick und erfreute mich an dem Blick über die Stadt, bevor ich mit der Rigibahn wieder hinunter fuhr.

5. Tag:  Küsnachter Tobel

Hike partners: monigau


Minimap
0Km
Click to draw, click on the last point to end drawing

Gallery


Open in a new window · Open in this window

T2
21 Oct 12
Bergwanderung urbaine · gurgeh
T1
30 Nov 11
Zürichberg, 676m · Linard03
T1
T1
T1

Comments (9)


Post a comment

Sent 5 September 2012, 19h43

Da fehlt ja mein Lieblingsplatz :-)

monigau says: RE:
Sent 5 September 2012, 19h49
Was ist denn Dein Lieblingsplatz? Da bin ich aber neugierig!

silberhorn says: RE:
Sent 5 September 2012, 21h00

Präzisierung: Lieblingsort in der Altstatt. Der Lindenplatz.

Henrik says: Bist du sicher, dass du den
Sent 5 September 2012, 23h18
Lindenplatz meinst...der liegt in Altstetten - der
Lindenhof liegt im Zentrum der Stadt.

silberhorn says: RE:Bist du sicher, dass du den
Sent 6 September 2012, 07h47
Danke für die Korrektur. Dennoch ein schöner Platz mit feiner Ausstrahlung! Vielleicht liegt's an der Freimaurer Loge die sich unter ihm befindet.

rkroebl says: Danke!
Sent 6 September 2012, 01h35
Als Zürcher, der auch mitten in der Stadt lebt, habe ich nichts als Freude daran zu lesen, wie Du diese meine Lieblingsstadt siehst, erlebst und wie sie auch Dir gefällt. Ja, Zürich ist mehr als nur eine Reise wert und bietet so viel, dass man auch als langjähriger Einwohner nie in Verlegenheit kommt, den Besuchern dies oder das zu empfehlen.

Wir haben alles hier - und vor allem eben haben wir den See. Und den kurzen Weg in die schönsten Berge, die man sich vorstellen kann. Mich bringen keine zehn Pferde hier weg. :-)

LG Ray


monigau says: RE:Danke!
Sent 6 September 2012, 08h37
Deine positive Rückmeldung hat mich gefreut, danke! Auch für mich gibt es keine bessere Kombination als See und Berge, und das am besten vor der Haustür. Eigentlich habe ich das an meinem Wohnort in der Nähe des Bodensees auch, was ich sehr genieße, doch manchmal habe ich das Bedürfnis, eine große Stadt mit all ihren Facetten erleben zu können. Und dafür war Zürich wieder einmal genau das Richtige!

LG
Monika

Felix says:
Sent 9 September 2012, 12h54
als Oberriedner (von der linken Küste) und lange in Zürich gewohnt und gearbeitet habender "Auswanderer" gefällt mir dein Bericht ausserordentlich - ich habe auch Neues aus deinem Bericht aufgenommen wie die chinesische Anlage und die Ausstellung zum Müll.
Hab vielen Dank, liebe Monika, für diesen tollen Beitrag mit, wie immer, faszinierenden Fotos!

Liebe Grüsse

Felix

monigau says: RE:
Sent 10 September 2012, 19h03
Vielen Dank für das dicke Lob! Es freut mich ganz besonders, dass ich dir, als Einheimischem, etwas Neues vermitteln konnte.

Aber auch mir geht es so: immer wieder entdecke ich in meiner unmittelbaren Umgebung Wege und Ecken, die ich bisher noch nicht wahrgenommen hatte.

Liebe Grüße
Monika


Post a comment»