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.....Wasserwerke als historische Industriekörper


Published by Henrik , 30 January 2012, 18h48.

Region: World » Switzerland » Basel Land
Date of the hike:11 December 2011
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BS   CH-BL 
Time: 3:00
Height gain: 210 m 689 ft.
Height loss: 180 m 590 ft.
Route:Basel - Predigerhof - Therwil /// Duggingen - Grellingen
Access to start point:ÖV
Access to end point:ÖV
Maps:Blatt Arlesheim 1 : 25000 (1984)


  ... am Stadtrand beginnend loszulaufen, nur einige Tramstationen von zuhause in Basel ist eher ungewohnt – das Vorhaben an diesem kühlen, nassen Sonntag hat aber zum Ziel, in Grellingen dem Adventskonzert meiner Schwester beizuwohnen und Regula möchte sowohl Musik hören wie auch Essen und Landschaft sehen. Mit dem Tram 15 Haltestelle Hechtliacker beginnt unser kleiner Kulturspaziergang, der sich sozusagen steigern sollte ... bis zu den vorweihnachtlichen Klängen in der reformierten Kirche im vorderen Laufental. Die erste Passage erinnert an Rudolf Steiner – der schmale Pfad, asphaltiert, trägt seinen Namen und in der unmittelbaren Nachbarschaft steht auch die Steiner-Schule, dies seit einigen Jahrzehnten. Sowohl Bus wie Tram ermöglichen die Zufahrt zur Schule. In der nächsten Nachbarschaft stehen die wuchtigen, massigen Anlagen des städtischen Wasserwerkes – einen umfassenden Überblick gibt dort nachzulesen. Entlang alter Bäume, einer Buchenallee, auch das gibt es auf Stadtboden, gelangen wir so an den Stadtrand, in rurale Umgebung, wo Basel’s letzte Landreserven noch nicht verbaut sind! Hier, auf dem weitläufigen Areal der Klosterfiechten, Bauernhof (richtig gelesen, auch das gibt es auf Stadtboden), hat das Erziehungsdepartement Einrichtungen des offenen Strafvollzuges in der Verantwortung. Der Spazierweg führt mitten durch den Bauernhof und dessen Wohnheim – die Wegbezeichnungen hier und später sind allemal auch phonetisch von Interesse bzw. lesen sich wie aus dem Alpenvorland. Schliesslich befinden wir uns auf der Naherholungsachse der Stadt und den Vorstadtgemeinden Münchenstein und Reinach – auf dem Bruderholz oder eben das was man hier gemeinhin als solches bezeichnet. Hier ist regelmässig viel Volk unterwegs: Jogger, Biker, Hündeler und Tausende Erholungswillige – Tag und Nacht! Essen kann man auch und genau das tun wir jetzt auch: im Predigerhof. Ein Lokal, das im Sommer regelmässig täglich sehr gut besetzt ist – die grosse ebenerdige Terrasse mit Blick Richtung Bottmingen.
Da auch mit dem Auto vorgefahren werden kann, es zwar keinen impliziten PP gibt, dafür aber eine lange Spazierzeile, wo man den Untersatz hinstellen kann, ist der Predigerhof eine vielbesuchte Adresse. Wir setzen uns in den hintern Teil, dort wo man auf die Kastanienbäume sieht – ich erwähne ausreichend Zeit, das hätte ich lieber unterlassen, denn das wurde sprichwörtlich genommen, so dass das Mahl uns erst nach ¾ h erreichte.... Sonst bin ich hier oft zu Tische und sehr zufrieden.
 
 ... wir spazieren nach Therwil – im Zick-Zack-Kurs zuerst an der mächtigen Linde vorbei zum Ende des „Bruderholz“-Plateaus, dann zum Froloo, wo die Elektra Birseck eine Verteilstation stehen hat, machen einen Schlenker Richtung Reinach und wenden uns schliesslich Therwil zu. Am Fiechtenrain ist das alte Wasserwerk der Gemeinde von der Strasse her als historischer Industriekörper zu betrachten. Kurz darauf befinden wir uns im Ortszentrum – Haltestelle für Bus und Tram. Da ersteres erst in einer halben Stunde fährt, setzen wir uns in die Pizzeria (Restaurant Bahnhöfli) im Haltestellenkomplex – für Tee und Toilettenbesuch. Wir sind froh, der Geschwätzigkeit des Servicepersonals schliesslich entrinnen zu dürfen und befinden kurz danach im Bus nach Dornach. Dort haben wir Anschluss auf die S-Bahn nach Duggingen, wo wir den zweiten Teil des Spazis unter die Füsse nehmen wollen. 

 ... seit dem Ausbau des ÖVs erlebt Duggingen einen enormen Zuwachs – die vormals eher kleine Gemeinde am Eingang des Laufentals wächst hinauf zur Falkenflue. Von der Sonne ist sie aber eher benachteiligt. Wir verlassen die S-Bahn und spazieren am Trasse entlang nach Grellingen – es kann nicht ausbleiben, dass ich natürlich meine Pendlerstrecke auch eisenbahntechnisch ablichte. Dies ist mein Arbeitsweg. Die Birs mäandert sich durch das Tal, das nicht den Namen des Flusses trägt, sondern den des Hauptortes, das seit 1994 zum Kanton Baselland gehört – vormals Kanton Bern.  Kurz vor der Papierfabrik Ziegler kommen Strasse und WW zusammen, queren den eingleisigen Strang der Linie Basel - Delsberg – eine Nadelöhr im CH-Bahnverkehr, die noch Jahrzehnte so bleiben wird, mit Folgen. Je dichter der Bahnverkehr, jede Taktverdichtung also, führt in Grellingen zu unliebsamen Wartezeiten des privaten Verkehrs – geplante Unterführungen wurden wieder fallengelassen.
 
 ... wahrscheinlich für die Gemeinde eine Erleichterung, die Eröffnung des Eggflue-Tunnels 1999! Für was Grellingen sonst noch so steht, kann hier nachgelesen werden. Es sei aber doch darauf noch hingewiesen, dass auf hikr. doch einige Einträge sich mit der näheren Umgebung beschäftigen – die vielfältige Juralandschaft bietet immer noch genügend Entdeckungsspielraum, siehe z. B. bei Sputnik oder Kopfsalat wie auch bulbiferum!
 
 ... in Grellingen findet jeweilen auch in der Adventszeit ein Konzert statt in der reformierten Kirche – seit vielen Jahren. Hier leitet meine Schwester den Chor. Und hier möchten wir uns dies anhören: Regula und ich, um 17 Uhr. Wir sind ein klein wenig zu früh dran und lümmeln daher am etwas heruntergekommenen Bahnhof herum, finden schliesslich den Stapfelweg hinauf zur Kirche und mischen uns in die Besucherschar für das Konzert. Hernach, im Glanz weihnachtlichen Kerzenscheins verlassen wir diesen friedvollen Ort und fahren zurück mit der Bahn nach Basel bzw. Zürich.
 
 ... Danke Ruth und Chor für die Weihnachtsklänge. Es isch berührend gsi. Dank auch an Regula für die philosophisch-intellektuellen Streifzüge während des Spazierganges. 


Spaziergang mit Regula

Hike partners: Henrik


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Comments (1)


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silberhorn says: Predigerhof...
Sent 30 January 2012, 20h40

sehr, sehr lange auf den bestellten Kaffi gewarten. Als ich aufstand um das Lokal zu verlassen kam der Kellner im Eilschritt mit dem Gewünschten daher. Besonders warm war nicht.


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