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Teneriffa zum Zweiten


Published by markom , 4 May 2012, 18h55.

Region: World » Spanien » Kanarische Inseln » Santa Cruz de Tenerife
Date of the hike:26 November 2011
Hiking grading: T2 - Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: E 
Time: 10 days
Height gain: 21250 m 69700 ft.
Height loss: 20350 m 66748 ft.
Route:Gesamt ca 800km

Für alle Teneriffa-Freunde und Radsportfans.

Wieder einmal ging es auf diese fantastische Insel im Atlantik..Und wieder einmal, wie vor knapp 2 jahren, wurde diese herrlige Insel per Rennradl erkundet. Mit von der Partie diesmal war RacingMokkasin #1 Fränk Popänk. Die Intention war schlicht und einfach den Sommer etwas zu verlängern und die Form ( falls es sie überhaupt gab)  noch etwas länger raus zu ziehen.
Insgesamt wurden 7 Touren, meist im südlichen Teil der Insel, erfolgreich absolviert. Unser Basislager schlugen wir in Puerto de Santiago auf, einem kleinem Nest an der Westküste, direkt südlich von Los Gigantes gelegen.

1.Tag,Sonntag, 27.11.  Kleine Südrunde, 138km, 3110hm,  7h/ 9h20,

Ca 8uhr38 gehts auf den Sattel, die Sonne scheint uns entgegen, der Wind weht lau, angenehme 20 grad, herllig wirds, Auf der TF 47 gehts südwärts nach Playa de las Americas und Los Cristianos. Hässlicher kann man eine Landschaft  nicht zubauen, abartige Hotelbunker reihen sich dort dicht an dicht, halbnackte Leute jedwedigen Alters watscheln gemütlich durch die Gegend. Unten am Strand werde gerade die Plätze belegt und man und frau prepariert sich für einen eher semi bis non--aktiven Tag auf der Matte. A weng aktiver wollen wir den Tag verleben, nämlich hoch zum Teidekrater kurven. Auf der TF28 und TF52 gehts noch gemächlich und schön serpentinig hochwärts bis ca 1000m, kurz wieder runter(TF565) und dann auf der TF21 über Vilaflor bis hoch zum südlichen Kraterrand auf ca 2200m. Herrlich präsentiert sich der Teide auf der anderen Seite vom Krater..Fotopause und Kucken, herrliche Perspektive..Es geht kurz runter  in den Krater rein und über die wohl mieseste Piste ganz Teneriffas (zumindest das Stück im Krater)  gehts mit angezogener Bremse auf der TF 38 wieder hinunter nach Puerto de Santiago...
Fazit:  Sehr schöner und abwechslungsreicher Anstieg über Vilaflor zum Teidekrater. Unten eher wenig Fauna, je höher man kommt, umso waldiger wirds. Der Teide selbst ist erst vom Kraterrand plötzlich nach einer Kurve zu sehen, herrlich. Die Abfahrt lässt wie gesagt kein richtiges Fahrvergnügen aufkommen, aber mit etwas Luft (1/2) aus den Rädern lassen, gehts halbwegs.


2.Tag, Montag,  Nordrunde, 153km, 3810hm, 8h04/ 10h

Weil die Rumpelpiste vom Vortag so  "schön"  war, gehts gleich direkt wieder selbige hinauf zum Krater. Es zieht sich ewig diese 4 Riesen-Tornanten bis hoch, allerdings entschädigt natürlich die herrlige Botanik und die grandiosen Blicke hinunter zur Küste und hinauf zum Teidekegel. Nach einer zünftigen Mittagsrast mit allerlei Spachtelmasse im Hotelrestaurant bei den Los Roques gehts gemütlich weiter durch die Mondlandschaft des Urkraters, der Caldera.. Der höchste Punkt für heute ist nach 54km, ca 2500hm Anstieg und  4,5h Nettozeit ereicht, beim Parkplatz  " Montana Blanca", dort wo der Normal-Wanderlweg zum Teide anfängt. Für uns aber gehts auf der Nordseite hinunter ins OrotavaTal, hinein in die Nebelsuppe, ziemlich frisch und ungemütlich isses auf ein Mal.So schnell geht das hier. Gerade noch den Sonnenhut auf, jetzt klappern wir wie die Helden den Berg hinunter. Mit einigen Auf-und Abs gehts dann immer ein paar 100hm über Meer auf der Wahnsinns-Panorama-Straße TF 342 und 82 westwärts und weil es schon dunkel geworden ist und auch etwas tröpfelt, gehts fast im Sprint im guten 1000erSchnitt die letzten 900m hoch und  wieder rüber auf die trockene Südseite nach Puerto de Santiago..
Fazit:  Sehr langatmiger Anstieg der TF38, aber das Drumherrum entschädigt 3fach. Sehr wüstenhafte und lavamäßige Landschaf im Süden, auf der Nordseite dann dichte Wälder und alles grasegrün und feuchter. Endherrlige Panoramastraße über dem Meer.


3.Tag, Dienstag   Relaxtag, Angeltag,

Heute war mal etwas abasseln angesagt,durch die Gegend schlendern, etwas regenerieren ist immer gut. Dafür eignet sich eine Bootstour ziemlich gut, nebenbei hingen noch ein paar Angeln im Wasser. So tuckerten wir mit 6 Leuten kreuz und quer für ca 4h vor der Küste etwas herum. Aber der Eindruck einer lieblosen Touri-Abfertigung schmälerte etwas das Erlebnis. Trotzdem sehr entspannend sone Bootsfahrt...


4.Tag,Mittwoch Radl & hike zum Teide, RRad: 70km, 2000hm,
                                                                    hike:   8km, 1800hm
                          bruttoZeiten : Radl: 4h hoch, hike 7h hoch,  Gesamt : 2.15-18.00 uhr

Start war ca 2uhr15. Recht zeitig für ein Urlaub. Aber heute war eine besondere Aktion geplant. Nämlich den Sonnenaufgang auf dem Teide bzw auf dem Weg zum Teide zu erleben. Aber dafür waren wir eindeutig zu spät drann und zu matt unterwegs. Ich zumindest kam garnicht in Tritt, bin fast eingeschlafen hochwärts.Trotzdem kamen wir irgendwann nach zähen 4h und 35km am PP an. Das Radl und alles unnötige deponiert, Wanderschuhe an, und los gings.  Auf gutem Wanderweg geht es  durch die erstaunlich vielfälltig bewachsene  Mondlandschaft schön gemütlich hochwärts zum Pico Viejo (4h). Nun sind die letzten 700hm bis zum Teide nur noch Formsache. Der "Weg" ist auch mit Punkten markiert,(wenn man sie denn findet) . Die Sonne kracht auf das schwarze Lavagestein und langsam sind wir auch ziemlich mürbe und weich gekocht. Oben dann am Kontrollhäuschen gibts noch eine kleine Diskussion wegen unsrer Permits, welche eigendlich nur für gestern gegolden hätten, aber nach 5 min hin und her ist der Weg endlich frei für die letzten 100hm...Kurz vor 14uhr, endlich oben.Wiedereinmal ist die Aussicht der absolute Wahnsinn.! Die komplette Insel ist zu sehen und die anderen Kanareninseln auch fast alle.. Aber Achtung. Wir sind  auf einen Vulkan. Ein wirklich gemütliches und warmes Plätzchen hab ich mir da ausgesucht..Muss man schon sagen. Nur allerdings qualmt auf einmal meine Radhose und meine Windjacke . Aber ehe ichs kapiert habe und mich noch über den schönen warmen Arsch gefreut habe, sind auch schon  meine  Klamotten versengt und ziemlich zerstört. Ein kleines Andenken an El Teide.
Runterwärts gehts dann bequemerweise mit der Gondelbahn und dann weiter per Anhalter zurück zu den Velos....
Fazit zum Tag: Sehr langer Tag. Aber die Mühen usw haben sich wieder einmal mehr als gelohnt. So eine herrliche Gegend gibts sonst nirgendswo. Diese Verbindung von Meer und Berg, grüne Urwälder und karge Mondlandschaften, und das alles über meist perfekte Pisten zu durchradeln ist einfach der Wahnsinn.. Ich war bestimmt nicht das letzte Mal hier.
Das Permit für den Teide gibts mittlerweile sehr einfach über die Internetseite der Parkverwaltung auszudrucken. Mehrfachanmeldung sind aber nicht möglich weil jede Pass-Nr. nur einmal akzeptiert wird. Oder einfach hochgehen auserhalb der Bahnöffnungszeiten, weil wenn keine Bahn dann auch kein Pförtner dann auch keine Kontrolle.


5.Tag, Donnerstag, 01.12., Kleine Masca-Kuckrunde, 60km,1700hm,3h40 / 7h

Heute war etwas gemütliches Ausrollen angesagt. Zumindest was man auf Teneriffa als " Ausrollen" bezeichnen kann. Also gings hoch auf noch unbekannte Straßen nach Santiago del Teide und weiter nach Masca. Die spektakulärste Serpentienen-Piste Teneriffas schlängelt sich hinunter nach Masca, sehr steil und sehr kurvig mit wahnsinns Ausblicken.  In Masca gibts erstmal Mittag, dann  ein einen kleinen Sightseeing-Spaziergang über den kleinen Markt auf dem Kirchplatz und durch das Dorf was aber nur eine Handvoll Häuser sind. Insgesamt ca 4 oder 5 ? Einkehrmöglichkeiten gibt es hier.. Auch eine kleine Bar läd zum asseln ein. Insgesamt alles sehr gemütlich gehalten....( zumindest wenn nicht rush-hour ist)


6.Tag, Freitag Große Südrunde,210km, 4100hm, 9h20/ 11h55

Heute stand die Königsetappe des Urlaubs an. Zuerst gehts südlich nach Los Cristianos und dann auf der Panoramastraße TF28 bis Güimar. Diese Straße ist zwar zum Teil ziemlich löchrig und schlecht, zumindest bei 8bar aufn Reifen, aber die Aussicht rechts hinunter auf die Küste entschädigt das Gepolder und Geholper. Der harte Gegenwind heute hatte es auch noch auf uns abgesehen. In unzähligen Kurven wird jede noch so kleine Barranco-artige Schlucht umkurvt, immer etwas hoch und runter. Macht Spaß...Allerdings zieht sich die Angelegenheit ziemlich in die Länge ehe wir endlich in Güimar ankommen stehen 100km, 5,5h und ca1600hm auf dem Tacho. Und weil es eh schon 15uhr ist und wir am Schlussanstieg nicht sterben wollen, wird erstmal was gescheites gegessen. Mit einem Ranzen voll Pizza  und Cola und ein Rucksack voller Kekse für unterwegs gehts die TF523 aufi, die letzten 2500hm für heute. Diese Piste ist einer der schönsten Anstiege hier, top Straße, herrlige Ausblicke, riesige Bäume teilweise, nach oben hin wirds grüner und (ge)waldiger. Und um diese Uhrzeit so gut wie kein Verkehr...Die Sonne steht schon ziemlich tief und lässt alles noch bunter leuchten. Herrliche Ecke. Was will man mehr. Auf der Kammstraße TF24 oben angekommen gehen die Blicke auch nach Norden. Wunderbare Stimmung hier oben, und eine Ruhe. Ein Paradies fürRadler. Die  Sonne verschwindet dann auch irgendwann hinterm Teide und wir sind  scheinbar die allerletzten Mohikaner hier oben. Die letzten Höhenmeter zum PP "Montana Blanca" mürben dann noch ordentlich, weil die garnicht so geplant waren, zumindest nicht so viel. Oben gehts wieder durch den Krater hinunter, wieder über die Buckelpiste  bis es endgültig nur noch runter geht. Die 35km Abfahrt durch die Dunkelheit läuft dann auch noch problemlos und so trudeln wir leicht ausgelutscht und geschafft pünklich zum Abendessen im Hotel ein.....
Fazit des Tages : Hart aber herzlich...Panorama von frühs bis Abends...


7.Tag, Velo & hike zur Mascaschlucht, 41km +7km, 1500hm+ 600hm, 8h20

Heute stand die berühmte Mascaschlucht an. Das hieß, meine John Rambo-outdoor-Sandalen waren ebenso im  Gepäck wie eine Badehose und der Touri-Sonnenhut... Auf mittlerweile bekannter Piste gehts gemütlich nach Masca zum Startpunkt der Schluchtenwanderung. In unseren Radlerhosen und Sandaletten sind wir irgendwie die Exoten unter dem Wandervolk.. Steil geht es hinein in die Schlucht, allerlei Gewächse, Agaven, Palmen und sonstiges Gestrüpp säumen den guten Wanderweg, den ich zwischen T2 und T4 einordnen würde. Manche ältere Leute schienen etwas Probleme zu haben mit manchen höheren Felsabsätzen. Aber ansonsten eine spektakuläre Wanderung mit wahnsinns Ausblicken hochwärts. Mehr wie 500 Meter ragen die Felswände senkrecht in den Himmel. Das Meer ist nie direkt zu sehen, eine Biegung nach der anderen, immer  gehts mehr oder weniger am Bachlauf entlang. Mehr wie 2 Möglichkeiten gibts aber nie. Und erstaunlicherweise ist es sehr dicht bewachsen teilweise. Es geht  manchmal durch große Bambustunnel und sonstiges Grünzeug. Irgendwann, nach ca 600hm Abstieg, öffnet sich die Schlucht und das rauschende Meer ist zu sehen. Sehr idyllisches Fleckchen hier unten...Ne Pulle Bier,oder zwei, wär jetzt ideal.... Ca 15 Leute tummeln sich hier und warten auf die BootsTaxis um sich rüber nach Los Gigantes schippern zu lassen. Nur wir Kloppis müssen wieder auf gleichem Weg hinauf. Es sähe aber glaube auch sehr komisch aus, wenn man das Rad hier runterbuckeln würde. Dann lieber den herrlichen Weg 2mal gehen. Ham ja Zeit..
Fazit: Beeindruckende Landschaft. Erstaunlich grün alles. Tief in der Schlucht umherzuwandern bis zum Meer, herrlige Sache



8.Tag,Sonntag,04.12. Teide-Race-Runde, 115km, 2500hm, 5h15

Der letzte Tag hielt noch ein Schmankerl für uns bereit. Heute ging es mit den Radsport-Freunden Teneriffas auf eine kleine Race-Runde. Angeführt wurde das ca 50 Mann starke Feld vom Rad-Olympiasieger 08 von Peking Samuel Sanchez und seinem Kumpel Igor Hernandez, beide vom Euskaltel-Team. Organisiert wird dieses Treffen jedes Jahr vom  [Club Ciclista Chavena] und findet auch Beachtung im lokalen TV und Radio Und Mr. Sanchez ist auch jedes Jahr hier zu Gast und zeigt den Radfreunden der Insel wo der Hammer hängt.. Erfahren haben wir von diesem Event durch Zufall vom Rezeptionisten unseres Hotels und später vom lustigen Gesellen Jochen vom Bikepoint Tenerife in Playa de las Americas, welcher dort scheinbar jeden kannte, das Begleitmoped fuhr und auch die Fotos machte. Diese Veranstaltung hatte eher den Charakter eines gemütlichen Sonntagsausflug, zumindest bis zur 1 Verpflegung. Dort durften wir uns wie selbstverständlich nach Lust und Laune bzw nach Hunger und Durst bei den allerlei Leckerlis bedienen. Aber plötzlich wurde das Rennen sportlicher und ich hab leider den Startschuss und somit auch den Anschluss verpasst, Mokkasin#1 mit ner 10er Gruppe um Sanchez waren weg und partou nicht mehr einholbar...Also hieß es Kopf runter und die 1000hm bis zum Ziel und  der nächsten Verpflegung im Krater-PP demmeln was ging...Mit meinem Rucksack voller Kekse und meinem Fell an den Beinen schien ich das ausgemachte Opfer unter all den getrimmten Artgenossen zu sein. Aber das Training der letzten Tage zahlte sich aus.. Auf der 5-7% Straße konnte ich meine Rolleur-Qualitäten geradeso noch ausspielen und mein Tempo bis hoch halbwegs halten und so trudelte ich ca als 15.oben ein. Pumpend wie ein Maikäfer. Freudig empfangen von Frank und Jochen gingsgleich  an das herrlige Buffet, welches hier von den Helfern aufgebaut war...Toppissimo und Gracias !!
Später erzählte Frank, dass sich Mr. Sanchez die ganze Zeit locker, flockig, ganz relaxed mit seinem Begleitauto unterhalten hat und  pfeifenderweise das Tempo bestimmt hat. Für ihn war es dann wirklich nur ein Sonntagsausflug.....;-)

Fazit des Urlaubs: Unglaublich herrliches Rennrad-Revier. Aber eher für den Herbst als für das Frühjahr,da es nur entweder hoch geht oder eben runter, fast keine Flachpassagen....

Für Fotofreunde gibts auch noch genügend Material zum ankucken...........Viel Spass.........





Hike partners: markom, muschl


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Geodata
 8662.gpx Südrunde, 1.Tag
 8663.gpx Velo& hike zum Teide, 4.Tag
 8664.gpx Kl.Erholungsrunde nach Masca, 5. Tag
 8665.gpx Große Südrunde, 6.Tag
 8666.gpx Velo & hike in die Mascaschlucht, 7. Tag
 8667.gpx RaceRunde zum Teidekrater, 8. Tag
 8668.gpx Nordrunde, 2. Tag

Gallery


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