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Mt. Temple


Published by Frangge , 9 August 2011, 23h42.

Region: World » Canada » Alberta
Date of the hike: 6 August 2005
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CDN 
Time: 8:00
Height gain: 1650 m 5412 ft.
Height loss: 1650 m 5412 ft.
Access to start point:Moraine Lake
Accommodation:Zeltplatz an der Route 93, nördlich des Hector Lake, ansonsten in Lake Luise

Einer der höheren Berge der kanadischen Rockies. Trotzdem ein Wanderberg. Jan und ich waren vor 6 Jahren nicht allzu bergerfahren, obwohl wir sicher schon die ein oder andere Wanderung unternommen hatten. Aber über 3500m in den kanadischen Rockies, wo Erschliessung doch eher ein Fremdwort ist? Probieren geht über studieren und wenn nicht, dann kehrt man halt um.

Der Startpunkt liegt auf knapp 1900m Höhe am Moraine Lake. Wir waren nicht gerade früh dran, deshalb raus aus dem Auto und los! Zunächst führt der Larch Valley Trail 5-6km durch - Überraschung - das Larch Valley zum Sentinel Pass, der auf gut 2600m Höhe liegt. Der Trail ist gut sichtbar, einfach zu begehen (durchgängig T2) und führt durch immer lichter werdenden Lärchenwald. Gleich zu Beginn der Tour am Moraine Lake wird man darauf hingewiesen, dass es dort Grizzlies gibt und man in Gruppen von mindestens 6 sicher wäre. An diesem Warnschild haben wir dann deutsche Touristen getroffen, die augenscheinlich nicht ganz so bergfest waren und dann gemeint haben, sie würden nur bis zum Sentinel Pass laufen. Daraufhin haben wir sie weiter auf den Rest ihrer 6er Gruppe warten lassen - wie gesagt, wir waren eher spät dran. Auch haben Jan und ich unsere Blechtassen aussen an den Rucksack gebunden. Klappert und hält Bären fern.

Ab dem Sentinel Pass geht es dann die meiste Zeit über feines Geröll, das an einigen Stellen recht lose ist und den Aufstieg mühsam macht. Dafür schont man die Knie auf dem Rückweg. Der Weg ist die meiste Zeit ganz gut erkennbar, allerdings gibt es auch Wegspuren, die irgendwo an den Berg führen. Ein paar Steinmännchen (Inuksuks) gab es auch. Im Zweifel sollte man sich im Aufstieg eher links halten. Am oberen Ende ist uns eine geführte Gruppe entgegen gekommen. Nicht alle haben auf dem losen Geröll einen sicheren Eindruck hinterlassen... Die letzten 200 bis 250 hm geht es dann über Firn, was völlig problemlos war, Spur war auch vorhanden. Überhaupt schien der Berg trotz kanadischer Weiten recht gut besucht zu sein. Auf dem Gipfel war es nicht allzu frisch, wie hatten beste Fernsicht. Der Rundumblick war fantastisch, wir standen schliesslich auf dem höchsten Berg in einigen zig Kilometern Umkreis.

Der Abstieg auf der gleichen Route ging extrem schnell über den Firn und das Geröll. Angenehm dabei war auch, dass das letzte Stück durch das Larch Valley nur mässig steil war.

Wir hatten riesiges Glück, was die Bedingungen, das Wetter und die Sicht angeht. Das, die Tatsache den für mich bis dahin höchsten Berg bestiegen zu haben und die atemberaubende Wildnis der Rockies haben diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Hike partners: Frangge


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Comments (4)


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nprace says:
Sent 10 August 2011, 07h24
Ich glaube Temple ist als Eiger der Rockies bekannt. Gruss
Nic

Frangge says: RE:
Sent 10 August 2011, 22h44
Interessant! In welcher Hinsicht? Markant? Bekannt? Nordwand? Schwierig war unsere Route jedenfalls nicht. Aber er ist sicher weithin sichtbar und es war dort auch viel los, als wir da rauf gelaufen sind.

Lg
Matthias

PS Hm, dann ist ja Lake Luise das Grindelwald der Rockies ;-)

nprace says:
Sent 10 August 2011, 23h18
Naja, eigentlich alle dei erwaehnte Punkte stimmen diesem Berg ganz zu. Von Norden ist er extrem beeindruckend!
http://freelargephotos.com/?fetch=001787_l.jpg&title=&font=Puritan
So wie ich LL in Errinerung habe war es ziemlich ein 'Ski Bum' town...also das totale Gegenteil zu Grindelwald ;-)

Frangge says: RE:
Sent 10 August 2011, 23h30
Ja, so ein ähnliches Bild habe ich auch vom Mt Temple, vom Highway 93 aus gesehen. Wenn man das sieht, möchte man nicht meinen, dass man da so einfach raufkommt...
Sowohl Lake Luise als auch Banff haben mir damals nicht so gefallen, mag daran liegen, dass wir aus dem Busch direkt in die Touri-Dörfer gekommen sind und da nen rechten Kontrast hatten.


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