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von Wynigen auf die Lueg 887.5 m.ü.M. - mit historischen Abstechern


Published by Felix Pro , 2 March 2010, 16h54.

Region: World » Switzerland » Bern » Emmental
Date of the hike: 1 March 2010
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BE 
Height gain: 415 m 1361 ft.
Height loss: 105 m 344 ft.
Route:Wynigen - Gänterli - Schwande - Leumberg - Lueg
Access to start point:ÖV bis Wynigen
Access to end point:Bus ab Lueg nach Burgdorf (Strecke Kaltackern - Lueg muss mindestens 30 min vorher unter der Nummer 058 327 50 20 reserviert werden)
Maps:1147/8

Nach den vormittäglichen Arbeiten "zwangen" die Wettervorhersagen zu einem kleineren Nachmittags-"Bummel" in der nahen Umgebung: die Lueg, an unserem Arbeitsweg gelegen, wollte ich mal zu Fuss erleben. Dazu wählte ich den von Burgdorf schnellstens per ÖV erreichbaren Ausgangspunkt Wynigen aus. Von dort gings gemächlich, immer mehr von der Jurakette erkennbar, über Feldwege zum Gänterli. Fast flach anschliessend durch lichten, schönen Waldbestand zur höher gelegen Ebene bei Strick (auch auf der aktuellsten Karte sind Fahrwege eingezeichnet, die kaum mehr erkennbar sind, so überwachsen sind sie ...). Doch die Orientierung in derartigem Gelände ist ja einfach, die Wegfindung somit kein Problem, der landschaftliche Genuss - Einfachheit hier nicht wertend gemeint - gross.
Weiter in sanften Auf und Ab Richtung Schwande; den auffallenden kleinen Stolleneingang am Wegrand erkundige ich einige Meter weit. Der nahe, auf dem Feld arbeitende, ca. 80-jährige Bauer vom Hof klärt mich auf: der von mir beobachtete Gang sei 160 Meter lang und diene als Wasserzuleitung. Am Endpunkt sei ein Reservoir in diesem Sandstein angelegt: das Wasser komme aus eigener Kraft von unten herauf gesprudelt. Der kaum meterhohe enge Stollen sei vor seiner Zeit angelegt worden - es müsse damals eine immense Arbeit geleistet worden sein ...
Im weiteren bestätigt er mir, auf meine Absicht hin, die auf der Karte eingezeichnete Ruine zu besichtigen, da sei wohl mal etwas Derartiges gewesen. Nur: zu sehen sei heute nichts mehr - und bei ihnen heisse diese Erhebung im Wald "Schloss-Hoger" (deshalb meine entsprechende Namensgebung).
Zu sehen gibt es in einem Sinne wirklich nichts: keine Restmauern oder -Steine - doch die Erhebung und das kleine flache Plateau lässt klar auf eine ehemalige kleine Burganlage schliessen; heute allerdings von Buchen hübsch überwachsen.
Mit historischen Eindrücken bereits reichlich ausgestattet strebe ich ein Stück der Strasse nach Richtung Lueg; ab dem gleichnamigen grossen Gasthof weicht der Wanderweg noch einmal eine winterliche Waldpassage aus. Ab dem Kulminationspunkt Lueg (P. 846) ist man jedoch mitten in der Zivilisation: der Parkplatz ist beinahe voll besetzt, am Nordhang sind sogar noch einige Kinder am Schlitteln. Und der Aufstieg zum Denkmal ist beinahe T2-würdig (wie der Schloss-Hoger), so schneebedeckt und gefroren ist er.
Oben angelangt, sind zwei Aspekte eindrücklich: das Panorama bis zu den Ostschweizer Bergen - und das Soldaten-Denkmal. Ein aus Sandstein aufgerichtetes Monument mit zahlreichen eingetragenen Namen v.a. von Berner Kavalleristen soll an die Opfer des 1. Weltkrieges erinnern - und des nachfolgenden "Ordnungsdienstes", wie die Armee die Einsätze gegen Streikende in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nannte (Generalstreik von 1918, Streik in Genf - Tote gab es v.a. auf Seiten der demonstrierenden Arbeiter: 3 in Grenchen 1918, 13 in Genf 1932).
Ich bin froh, sind derartige Aktionen hoffentlich endgültig Vergangenheit - und freue mich an der gemütlichen Wanderung zwischen Burgdorf und Affoltern i.E. und geniesse abschliessend den infomativen Austausch mit dem Buschauffeur, welcher dem SAC Altels angehört.

Hike partners: Felix


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