Wieder einmal eine Besichtigung des Gebiets des Waldbrandes von 2003 oberhalb Leuk


Publiziert von johnny68 , 14. April 2021 um 20:55.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:14 April 2021
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 4:45
Aufstieg: 1035 m
Abstieg: 1035 m
Strecke:Getwing - Hohe Brücke - Guttet - Waldbrandgebiet auf 1500 m und zurück

Schon 2016 bin ich in das Waldbrandgebiet von Leuk gegangen, um zu schauen, wie sich die Natur mit dem riesigen Ausmass des Brandes arrangiert. Damals war der Zeitpunkt (Oktober) allerdings optimaler - ich war heute im Jahresablauf schlicht zu früh. Die Vegetation war noch nicht auf Frühling eingestellt, und es waren keine Blätter oder Knospen an den Bäumen und Sträuchern zu sehen. Deshalb bot sich mir ein immer noch deprimierendes Schadensbild mit verkohlten Baumleichen und blanker Erde.

Im unteren Bereich ist der Jungwuchs sicher da und bereits auch schon recht stattlich geworden. Im oberen Bereich gegen die Baumgrenze hin ist anderseits von neuer Vegetation noch nicht viel zu sehen. Erstaunlich, sind es doch schon 18 Jahre her seit dem Ereignis. Ich lasse die Bilder, die ich heute gemacht habe, sprechen!

Die Tour habe ich im Talboden in der Nähe von Untergetwing begonnen. Bei der ARA beginnt der Bergweg in Richtung Guttet, und er steigt spektakulär durch die unter Naturschutz stehende "Felsensteppe" an. Die Flora und Fauna ist an diesem extremen Trockenstandort schweizweit einzigartig. Ich traf denn auch gleich auf sehr viele "Schmetterlingshaft", und auch die in der Schweiz eher seltenen Segelfalter traf ich an. Ferner traf ich auf die Berg-Küchenschelle (pulsatilla montana), die hauptsächlich im Wallis und seltener auch in Graubünden vorkommt.

Ist man bei der "Hohe Brücke" angekommen, verlässt man die Felsensteppe und tritt in Landwirtschaftsgebiet ein. Die Hohe Brücke selbst ist sehenswert, allerdings wird ihr Anblick durch die neu gebaute Strasse etwas eingeschränkt. Sehenswert ist ein Blick nach unten in die rund 100 m tiefe und enge Schlucht des Feschelbachs. 

Die Tour führte dann durch einige Weiler hoch nach Guttet, das auf einer leichten Anhöhe mit bester Aussicht liegt. Mir ist aufgefallen, dass es hier viele neue Wohnhäuser/Villen gibt. Verständlich, bei diesem Panorama und Klima.

Mein Weg führte dann weiter in Richtung Oberu - bis Spiu, dann quer durch den Wald nach Westen in Richtung Albinen. Nach 1/4 Stunde erreicht man das Waldbrandgebiet. Dieses durchschritt ich rund zur Hälfte, bis zu einer Wegkreuzung. Dort ging ich auf dem unteren schönen Wanderweg zurück nach Guttet. Weiter über einen alternativen Abstiegsweg via Wiler zur Hohe Brücke und zurück an meinen Ausgangsort.

Tourengänger: johnny68


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