Skitour bei Schoppernau auf den Toblermann(skopf)


Published by Abenteurer&Bergrebell Ötzi II Pro , 13 January 2020, 18h38.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Lechquellengebirge
Date of the hike:11 January 2020
Ski grading: PD+
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Access to start point:Mit PKW von Garmisch über Reutte, Lechtal, Hochtannbergpass zum E-Werk vor Schoppernau
Access to end point:Rückfahrt wie Hinfahrt

In einem Skitourenführer von Vorarlberg hatte ich den Toblermann entdeckt u. mich daraufhin entschieden, ihn auf Skitour zu besteigen.

Am Samstag, 11.01.20 war es dann soweit. Ich fuhr frühmorgens durchs Lechtal, das unter einer Hochnebeldecke lag, nach Warth u. von dort über den Hochtannbergpass bis kurz vor Schoppernau. Mein erster Eindruck des Lechquellengebirges, in dem ich vorher noch nie im Winter gewesen war, war sehr positiv, was auch am schönen Wetter mit der interessanten Nebelstimmung lag.

Am E-Werk standen zwei Autos, neben denen ich parkte. Der Anstieg auf den ersten 150 Höhenmetern war wegen Schneemangels nicht berauschend. Der steile Fahrweg war etwas eisig, was den Fellen aber keine Probleme machte. Weiter oben war es neblig, aber es gab mehr Schnee.

Bald lichtete sich der Nebel u. ich erreichte im Sonnenschein ein Schild, das wegen Wildschutzes nach rechts zur gewünschten Skiroute verweist. Ich nahm zunächst die vorhandene Aufstiegsspur, verließ sie aber an zwei Steilstellen, um flacher zu gehen. Teils konnte ich die Sonne genießen, meist ging es aber im Schatten bergan.

Schließlich erreichte ich den Nordkamm des Toblermanns, an dem viel Gras aus dem Schnee herausschaute. Dort musste ich überwiegend im Schatten aufsteigen.
Der Kamm gestältete sich länger, als ich vorher gedacht hatte. Ich habe aber auch eine Neigung, die erreichte Höhe zu überschätzen. Ich hatte natürlich keine Eile.

An einer für die Abfahrt in die Nordostflanke geeigneten Stelle machte ich Skidepot. Weiter oben war wegen Schneemangels eh keine (vernünftige) Abfahrt mehr möglich. Am grasigen Vorgipfel endeten menschliche Fußspuren. Von dort erfolgt der kurze Abstieg in die ca. 25m tiefere Scharte vor dem Gipfel. Dahinter stieg ich sehr steil über Grasstufen zum Gipfelgrat auf, auf dem nur noch ein paar Meter zum höchsten Punkt zurückzulegen sind. Es waren nur Gamsspuren zu sehen, weshalb anzunehmen ist, dass in den letzten Tagen davor kein Mensch dort gewesen war.

Beim Rückweg stieg ich den Gipfelgrat etwas weiter ab u. querte dann die Grasflanke zur Scharte. Als sicherer Berggeher bestand für mich kaum die Gefahr, beim Queren abzurutschen. Im steilen Schnee ging ich unterhalb des Vorgipfels weiter, um dann wieder über den Grat meine Skier zu erreichen. Südlich vorhandener Skispuren begann meine Abfahrt im unberührten Pulver, unter dem der Schnee verharrscht war. Bald musste ich einen Bach nach links überqueren, um diese Skispuren zu erreichen. Geradeaus war eine sichere Abfahrt nicht möglich, da dort ein steiler Waldhang zu vermuten war. Wenige hundert Meter weit musste ich um den Rücken herumgehen, bis eine steile Abfahrt zur Aufstiegsroute hin möglich war. Der einstige Pulverschnee war fester geworden, aber gut zu befahren. Es war lustig, über die vielen Unebenheiten drüber hinweg zu fahren! Ich hatte meine Abfahrtstechnik noch mit Mitte 50 verbessern können.

Das letzte Stück musste ich die Skier tragen. Im eisigen Bereich des Fahrwegs konnte ich einen unangenehmen Ausrutscher mit Geschick (oder Glück?) gerade noch abwenden!



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