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Chüemettler und Grappenhorn


Published by maenzgi , 3 January 2020, 21h36.

Region: World » Switzerland » St.Gallen
Date of the hike: 3 January 2020
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: Speerkette   CH-SG   Speer-Mattstock 
Time: 4:00
Height gain: 500 m 1640 ft.
Height loss: 550 m 1804 ft.
Access to start point:PW bis Parkplatz Mittelwengi
Access to end point:PW bis Parkplatz Mittelwengi

Einleitung:

Der ursprüngliche Plan war mit A. eine Splitboardtour zu machen. Als ich gestern jedoch im Glarnerland Eisklettern wollten, die grosse Ernüchterung. In unserer Region gibt es so gut wie kein Eis. Der Schnee ist oft schon schön zerfahren oder er liegt nicht einmal, was für Snowboarder wie uns keinen Spass macht. Da wir noch nicht so lange mit dem Splitboard unterwegs sind, planen wir im Moment noch eher Modetouren. Deshalb musste ein neuer Plan her.

Da A. den Chlispeer anfangs Dezember mit Bravur bestand, schlug ich den Chüemettler vor. Den kannte ich schon von meiner Nachtbesteigung und wusste, dass er für A. zu packen war. So ging es schlussendlich zum 5x in diesem Jahr ins Wengital. Ursprünglich nahm ich mir mal vor, keine Wiederholungen zu machen. Dass Wengital liegt jedoch so nahe und ist auf meinen Routen oft einsam. Weshalb ich es hier wie Djenoun halte und ständig zurückkehre. Zudem gibt es so viele verschiedene Schwierigkeiten, dass es sich immer wieder lohnt. Als Dessert wollte ich dann schauen, ob wir nicht sogar noch den Schafberg mitnehmen könnten. Nahmen wir nicht, stattdessen wurde es das Grappenhorn.

Mittelwengi – Chüemettler: T 5-, 2h

Los ging`s beim Parkplatz um 08:45. Zuerst folgten wir kurz der Fahrstrasse, bevor es rechts über die Holzbrücke geht. Nun dem Wanderweg folgend. Nach ein paar Minuten geht der Weg nach rechts, gerade aus verläuft jedoch ein weiterer Weg. Diesen nahmen wir wie beim letzten Mal. Nun alles im Wald hoch bis wir zur Lichtung kamen. Wir entschieden uns zuerst direkt zum Gleiterspitz aufzusteigen, doch der Schnee war unglaublich anstrengend. Deshalb entschieden wir uns, uns diese Höhenmeter zu schenken und querten den Hang nach hinten. Dort dann in der breitesten Schneise hoch. Nun trafen wir auf Fussspuren. Wir querten entlang des Gleiterspitzes auf dem Wanderweg. Bei der Gleiterhütte mussten wir dann feststellen, dass jegliche Fusspuren hier endeten. Deshalb hiess es wird alleine Spuren in ca. 30cm tiefem Bruchharsch. Nun folgt der Aufstieg zum Chüemettler. Kurz nach Eintritt in die Wand zogen wir unsere Steigeisen an. Die Wegfindung für uns kein Problem, hatte ich ihn doch noch gut im Kopf. Die schwierigsten Stellen, meist mit Ketten oder Eisen schön abgesichert. Mit dem Pulvrigen Schnee, waren wir Dankbar dafür. Vor der langen Querung nach rechts wollten wir direkt hoch und eine Abkürzung nehmen. Es ging jedoch nicht. Falls es Nachahmer gibt am Wochenende, nicht von unseren Fussspuren verleiten lassen im Mitteldrittel. Danach kommt die Schlüsselstelle eine Querung auf Nagelflueh. Mit Ketten jedoch gut zu händeln. Nun mehr oder weniger gerade hoch. Die 2 Fluhabstunfungen bei der letzten Absicherung waren voll mit windverfrachtetem Schnee. Etwas Vorsicht ist angebracht. Zumal es der steilste Abschnitt ist und keine Büsche mehr vorhanden sind. Hier war der einzige Ort der Tour, wo ich das Gefühl hatte, dass es mehr Schnee hat, als noch am 14. November. Schon traurig. Den Schlussaufstieg konnten wir praktisch Schneefrei begehen bis zum Gipfelkreuz. Seit dem letzten Besuch haben sich nur noch ein halbes Dutzend Personen eingeschrieben. Unteranderem Djenoun.

Chüemettler – Grappenhorn: T5-, 45min

Bei Chüemettler berieten wir uns kurz, ob wir den Schafberg anpeilen sollten oder nicht. Der Schnee in den steilen Nordrinnen war bereits unten, weshalb es gut gegangen wäre. A. war der Umweg jedoch zu gross. Deshalb wollten wir wenigstens dem Grappenhorn einen Besuch abstatten. Also runter ins Furggli. Dies war sehr mühsam wegen den Kuhabstufungen. Teilweise liefen wir auf Gras, im nächsten Moment brachen wir wieder bis zu den Knien ein. Trotzdem kamen wir unbeschadet unten an. Nun ging`s relativ konsequent die Kante entlang hoch. Dem Pickel und den Steigeisen sei Dank. Auf dem Grat angekommen, liefen wir wieder öfter auf dem Gras. Denn Schlussaufschwung nahmen wir dieses Mal ca. 50m weiter unten in Angriff, als normalerweise im Sommer. Ist es normalerweise die zweite Rinne, war es heute die fünfte. Von dort dann im Gras hoch zum Kreuz. Die Pause fiel kurz aus. Der Wind liess uns zu sehr schlottern. Auch hier haben sich seit meinem letzten Besuch am 26. Okt nur noch zwei weitere Personen eingetragen. Der Grat gehört in den Wintermonaten eindeutig den Gämsen, was gut sichtbar war.

Grappenhorn – Mittelwengi: T5-, 1h 15min

Runter gings nun wieder auf gleichem Weg. Ca. 150m vor dem Furggli stiegen wir jedoch direkt in die Flanke ein und stiegen ab in den grossen Kessel. Anfangs hatte es noch ein ordentliches Gefälle drin, bald aber flacht es zunehmend ab. Wir folgten nicht dem Summerweg, sondern liefen einfach gerade runter in die Fläche. Nun über ein paar Bächlein über die Ebene. Dort konnten wir dann endlich Pause mache. Esse ich normalerweise fast nichts auf Touren, hatte ich heute eine regelrechte Hungerattacke. Dies zeigte mir, wie anstrengend die Tour bei den momentanen Verhältnissen ist. Nach der Pause geht es nochmals kurz ein Stück hoch zur Fahrstrasse. Nun einfach auf dieser zurück zum Parkplatz.

Fazit:

Eine sehr gelungene Tour mit gesundem Ausgang ist jedes Mal das Ziel. Dies traf sowohl auf die Tour zu, wie auch auf unsere Rückkehr. Ich liebe den Chüemettler im Winter. Vorsicht ist aber ein Muss. Das wir den Schafberg auf Wunsch von A. ausliessen und stattdessen „nur“ das Grappenhorn mitnahmen geht in Ordnung. Von weitem schien es zwar, als wäre dort erst gerade jemand hoch gekraxelt. Trotz allem bin ich aber mehr als nur happy über die heutige Tour. Konnten wir doch beide wieder Erfahrung sammeln mit Steigeisen und Pickel. Im gesamten Wengital trafen wir nur auf 1 Biker bei der Rückfahrt, sonst waren kein Auto und kein Mensch auszumachen. Die Strasse bis zum Parkplatz ist in den Fahrrillen soweit Schnee und Eisfrei.

Hike partners: maenzgi


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