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Erlspitze und Großer Solstein: goldener Oktober im Karwendel


Published by Luidger , 19 October 2019, 14h14.

Region: World » Austria » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Date of the hike:12 October 2019
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Via ferrata grading: AD
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 2 days
Height gain: 2200 m 7216 ft.
Height loss: 2300 m 7544 ft.
Route:30 km
Access to start point:Zug nach Gießenbach
Access to end point:Zug von Hochzirl
Accommodation:Solsteinhaus
Maps:AV Karwendel West

Eine schöne Zweitagestour im westlichen Karwendel mit Erlspitzgruppe und Inntalkette

Ausgangspunkt ist der Bahnhof Gießenbach. Von dort spaziert man gemütlich in 1,5 Stunden hinauf zur Eppzirler Alm (1459 m). Im späten Herbst, wenn die Alm, die im Sommer Unterkunft und Bewirtung bietet, geschlossen hat, findet man dort völlige Ruhe und Abgeschiedenheit. Über den Lärchen in herbstlichen Farben die in bizarren Türmchen zerfallenden meist senkrecht aufgestellten Felsplatten.

Von der Eppzirler Alm geht es auf einem guten Steig zum mächtigen Geröllfeld des Kuhlochs. Ein guter Steig und morgendliche Kühle lassen den weiteren Anstieg zur Eppzirler Scharte nicht zur Qual werden (1,5 Stunden von der Eppzirler Alm). An der Eppzirler Scharte wird man durch den prachtvollen Blick nach Süden für die Mühen reichlich entschädigt. Blickfang sind die beiden Solsteine, die westlichen Eckpfeiler der Inntalkette.

An der Eppzirler Scharte beginnt der Zirler Klettersteig auf die Erlspitze. Von der Eppzirler Scharte muß man zunächst auf Steigspuren den Erlturm umgehen und erreicht bald die schuttgefüllte Rinne, durch die man mühsam zur Erlscharte ansteigt. Nun durch Rinnen in recht anregender, aber kurzer Kletterei an teilweise brüchigem Fels (Drahtseile) auf den Grat (Schwierigkeit max. C). Die Versicherungen wurden vor einiger Zeit erneuert. Es gibt eine kurze D-Variante im oberen Teil, die aber auf dem alten Wegverlauf umgangen werden kann. Über Schrofen und Schutt weiter zum Gipfel (etwa 1:30 von der Eppzirler Scharte).

Vom Gipfel kann man die prachtvolle Aussicht nicht nur auf die umgebenden Karwendelgipfel, sondern auch auf die Zentralalpen jenseits des Inntals genießen. Das Wettersteingebirge kann man in seiner gesamten Ausdehnung überblicken.

Der Abstieg über den Südrücken zum Solsteinhaus ist kein Problem, ein guter Steig, kurz muss man noch mal Hand anlegen in schrofigen Passagen. Kurz nach dem Gipfel kommt man an der Schlucht vorbei, in der die eindrucksvolle Gipfelstürmernadel steht. Schon nach einer Stunde erreicht man das Solsteinhaus (1805 m, OeAV Innsbruck) auf dem Erlsattel zwischen der Erlspitzgruppe und der Inntalkette.

Nach Übernachtung auf dem Solsteinhaus geht es auf den Großen Solstein. Der Große Solstein ist durch mehrere Steige gut erschlossen. Vom Solsteinhaus führt der bezeichnete und markierte Weg über den breiten Westrücken in Kehren zunächst durch Latschen, dann über Gras und Schutt auf den Gipfel. Ein Steig ohne nennenswerte Schwierigkeiten und ohne Überraschungen. Um so faszinierender ist die Aussicht vom Gipfel des Großen Solstein. Man kann alle vier großen Karwendelketten zumindest teilweise überblicken und versuchen anhand der Karte oder der Erinnerung die unzähligen Gipfel zu identifizieren.

Vom Solsteinhaus kommt man am schnellsten zum Bahnhof Hochzirl über den bezeichneten und markierten Steig (AV-Weg 213) über Solenalm. Von Hochzirl mit Zug zurück nach München.

Hike partners: Luidger


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Geodata
 46513.gpx Erlspitze - Zirler Klettersteig
 46514.gpx Großer Solstein

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