Kunkelkopf 2110 m und keine Menschenseele getroffen
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Bei dem tollen Wetter wollte ich mir die Chance für ein weiteres schönes Bergerlebnis nicht entgehen lassen. Ein Gipfel, welcher um diese Jahreszeit eine optimale Sonnenausbeute bietet, ist der Kunkelkopf (2110 m) im Biosphärenpark "Großes Walsertal". Vor 6 Jahren habe ich ihn schon mal als bisher einziger Hikr besucht. Auf den Gipfel kam ich durch den alten AV-Führer von Walther Flaig. Stieg ich ihm seinerzeit über den Südwestgrat auf das Haupt, wollte ich ihn heute über den Südrücken angehen. Diese Variante ist auch im Führer beschrieben und sollte auch für mich machbar sein.
Der Föhn blies schon am frühen Morgen bei 14 Grad durch den Walgau. Buchboden (910 m) zuhinterst im Großen Walsertal liegt geschützt und dort hatte es bei der Ankunft 9 Grad plus. Von der Kirche weg machte ich mich auf den bekannten Wanderweg, der die Alpstraße rechts liegen lässt. In angenehmer Steigung führt er über Untere Buchen zur Alpe Unterüberlut (1351 m). In den Karten ist die Alpstraße bis zur Oberüberlut Alpe auch der Wanderweg. Tatsächlich verläßt der Wanderwegs die Straße aber schon an der nächsten Kurve und geht wohl einen alten Alpweg zur Obere Überlut Alpe hinauf. Das ist nicht nur kürzer, sondern auch wesentlich angenehmer. An der Alpe genehmigte ich mir eine Teepause.
Das Panorama kann sich hier schon sehen lassen. Eindrucksvoll auch die Felszacken in meinem Zielgebiet. Kunkelturm, Kunkelspitze und die markante Kunkel neben dem pyramidenförmigen Kunkelkopf. Ein Stück weit folgte ich noch dem Wanderweg, um dann nach einem Latschengürtel links über eine Wiese hochzusteigen. Ab hier ist man weglos unterwegs. Nahm ich beim letzten Besuch den Südwestgrat, bot sich heute der Südrücken an. Der Zustieg in den Sattel im steilen Gras ging ganz schön an die Puste. So blieb auch Zeit für "Fotopausen". Am Sattel angekommen, folgte noch ein weiterer steiler Schlussaufstieg.
Die imposante Kunkel rückte nur langsam näher. Schließlich kam ich doch an dem imposanten Gebilde an. Auf Anhieb fand ich auch die richtige Seite, um den Felsenturm zu passieren. Das schiefrige Grätchen war das letzte Hindernis. Etwas Trittsicherheit brauchte es schon und dann stand ich auf dem Gipfel vom Kunkelkopf. Er ist wohl ein eher selten besuchter Gipfel, obwohl die Routen lohnend und auch interessant sind. Die Aussicht bis zu den Glarner - und Bündner Grenzgipfeln oder Glärnisch lässt auch keine Wünsche offen. Am Gipfel war es föhnbedingt etwas windig, aber nicht für eine Pause hinderlich.
Nun galt es noch das Rätsel zu lösen, ob ein Abstieg auf den nordseitigen Sattel machbar ist. Das Ganze war nicht richtig überschaubar und an einem wohl 2-3 m hohen, von oben nicht einsehbaren Wändchen ging es mit meinem Können nicht weiter. Es gelang mir aber seitlich davon über eine steile Flanke abzusteigen oder besser gesagt, auf dem Hintern gut 40 m hinunter zu tasten. Dort befand ich mich zwar noch nicht im normalen Gehgelände, aber doch auf sicherem Boden. Durch eine Mulde unterm Seeleschrofen stieg ich schließlich ab. Später, unterhalb Alpe Unterüberlut Richtung Tal war es fast hochsommerlich. Auf der Rückfahrt hatte es im Walgau 23 Grad.
Fazit: Der Besuch im Großen Walsertal hat sich gelohnt. Der Kunkelkopf ist wohl ein sehr selten besuchter Gipfel. Die Zustiege sind nicht extrem schwer, aber insbsondere der Abstieg im Steilgras nicht zu unterschätzen. Bei Nässe ist dieser Gipfel kein geignetes Ziel. Im Gegensatz zum letzten Mal, als der Boden schon gefroreren war, benötigte ich den mitgeführten Pickel heute nicht.
Route: Buchboden - Untere Buchen - Alpe Unterüberlut - Obere Überlutalpe - Kunkelkopf und retour über den nordseitigen Sattel
Aufstieg T 4
Abstieg T 5- bis zum nordseitigen Sattel
Der Föhn blies schon am frühen Morgen bei 14 Grad durch den Walgau. Buchboden (910 m) zuhinterst im Großen Walsertal liegt geschützt und dort hatte es bei der Ankunft 9 Grad plus. Von der Kirche weg machte ich mich auf den bekannten Wanderweg, der die Alpstraße rechts liegen lässt. In angenehmer Steigung führt er über Untere Buchen zur Alpe Unterüberlut (1351 m). In den Karten ist die Alpstraße bis zur Oberüberlut Alpe auch der Wanderweg. Tatsächlich verläßt der Wanderwegs die Straße aber schon an der nächsten Kurve und geht wohl einen alten Alpweg zur Obere Überlut Alpe hinauf. Das ist nicht nur kürzer, sondern auch wesentlich angenehmer. An der Alpe genehmigte ich mir eine Teepause.
Das Panorama kann sich hier schon sehen lassen. Eindrucksvoll auch die Felszacken in meinem Zielgebiet. Kunkelturm, Kunkelspitze und die markante Kunkel neben dem pyramidenförmigen Kunkelkopf. Ein Stück weit folgte ich noch dem Wanderweg, um dann nach einem Latschengürtel links über eine Wiese hochzusteigen. Ab hier ist man weglos unterwegs. Nahm ich beim letzten Besuch den Südwestgrat, bot sich heute der Südrücken an. Der Zustieg in den Sattel im steilen Gras ging ganz schön an die Puste. So blieb auch Zeit für "Fotopausen". Am Sattel angekommen, folgte noch ein weiterer steiler Schlussaufstieg.
Die imposante Kunkel rückte nur langsam näher. Schließlich kam ich doch an dem imposanten Gebilde an. Auf Anhieb fand ich auch die richtige Seite, um den Felsenturm zu passieren. Das schiefrige Grätchen war das letzte Hindernis. Etwas Trittsicherheit brauchte es schon und dann stand ich auf dem Gipfel vom Kunkelkopf. Er ist wohl ein eher selten besuchter Gipfel, obwohl die Routen lohnend und auch interessant sind. Die Aussicht bis zu den Glarner - und Bündner Grenzgipfeln oder Glärnisch lässt auch keine Wünsche offen. Am Gipfel war es föhnbedingt etwas windig, aber nicht für eine Pause hinderlich.
Nun galt es noch das Rätsel zu lösen, ob ein Abstieg auf den nordseitigen Sattel machbar ist. Das Ganze war nicht richtig überschaubar und an einem wohl 2-3 m hohen, von oben nicht einsehbaren Wändchen ging es mit meinem Können nicht weiter. Es gelang mir aber seitlich davon über eine steile Flanke abzusteigen oder besser gesagt, auf dem Hintern gut 40 m hinunter zu tasten. Dort befand ich mich zwar noch nicht im normalen Gehgelände, aber doch auf sicherem Boden. Durch eine Mulde unterm Seeleschrofen stieg ich schließlich ab. Später, unterhalb Alpe Unterüberlut Richtung Tal war es fast hochsommerlich. Auf der Rückfahrt hatte es im Walgau 23 Grad.
Fazit: Der Besuch im Großen Walsertal hat sich gelohnt. Der Kunkelkopf ist wohl ein sehr selten besuchter Gipfel. Die Zustiege sind nicht extrem schwer, aber insbsondere der Abstieg im Steilgras nicht zu unterschätzen. Bei Nässe ist dieser Gipfel kein geignetes Ziel. Im Gegensatz zum letzten Mal, als der Boden schon gefroreren war, benötigte ich den mitgeführten Pickel heute nicht.
Route: Buchboden - Untere Buchen - Alpe Unterüberlut - Obere Überlutalpe - Kunkelkopf und retour über den nordseitigen Sattel
Aufstieg T 4
Abstieg T 5- bis zum nordseitigen Sattel
Tourengänger:
alpstein

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