Krönten über Leutschachhütte


Published by Frangge , 1 January 2019, 20h39.

Region: World » Switzerland » Uri
Date of the hike:13 October 2018
Hiking grading: T5 - Challenging High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD
Waypoints:
Geo-Tags: CH-UR 
Time: 2 days
Height gain: 3000 m 9840 ft.
Height loss: 2650 m 8692 ft.

Mitte Oktober ist die Sommersaison 2018 in die Verlängerung gegangen. Der Wetterbericht hatte uns allerdings schon mitgeteilt, dass dies die letzte Sommertour 2018 sein würde. Zum Saisonabschluss sollte es auf einen Gipfel gehen, den ich zwar schon einmal besucht hatte, der aber immer noch ein Pendenz darstellte.

Samstag, 13.10. Leutschachhütte über Ruchälplistock und Jakobiger

Für sich alleine schon eine lohnende Tour. Ich starte in Intschi und möchte meine beiden Tourenkollegen am Arnisee treffen. Über Bodmen und Ober Arni nehme ich die ersten Höhenmeter unter die Füsse. Ab dem Arnisee folgen wir dann dem rot-weissen Wanderweg zur Sunniggrathütte. Bis dahin Genusswandern auf einfachen Wegen, schönstem Wetter und bester Fernsicht.

Bei Pt 2039 biegen wir dann auf den blau-weiss markierten Weg zum Ruchälplistock ab. Die Wegfindung ist einfach, da der Wanderweg immer vorbildlich markiert ist. Die Tour wird jetzt deutlich alpiner und bewegt sich im T4 Bereich. Wir begegnen zwei Wanderern, die uns fragen, wir weit es denn noch zum 'normalen' Wanderweg wäre.

Das letzte Stück zum Gipfel des Ruchälplistocks ist mit einer Kette versehen. Selbst mit der Kette würde ich meinen, dass dieses Stück über ein T4 hinausgeht und der Sache ein T5 geben. Der Gipfel und das anspruchsvolle Stück kann aber ausgelassen werden. Bis zum Jakobiger selbst geht es wieder etwas einfacher zu, ebenso das Stück in den Leidseepass.

Hier gibt es dann noch eine kurze Gegensteigung zu bewältigen, bevor man nach Süden zur Leutschachhütte absteigt. Bis auf ein, zwei Stellen ist das dann relaxtes Auslaufen.

Sonntag, 14.10. Krönten via Sasspass und Kröntenlücke

Jahreszeitbedingt stehen wir nicht allzu bald auf. In der Dunkelheit gehen wir auf dem Wanderweg los Richtung Sasspass. Zunächst geht es wenig steil los, wir haben Zeit, unseren Rhythmus zu finden.

Am Sasspass machen wir die erste Pause und bewundern die Morgendämmerung. Bereits jetzt ist es sehr windig, der Fön sollte dann noch stärker werden. Auf der Westseite geht es sehr steil im Geröll bergab, ein wenig aufpassen müssen wir schon, damit wir nicht ins Rutschen kommen.

Nun heisst es wieder aufsteigen in die Kröntenlücke. Weglos geht es zum Sassfirn. Dieser kleine Gletscher dürfte auch bald Vergangenheit sein, das Eis scheint meist schon dünn zu werden und von der Kröntenlücke herab wird der Felsteil immer länger. In der Lücke angekommen, pfeift uns der Fön gewaltig um die Ohren. Von hier führt ein nicht markierter aber beinahe durchgehender Pfad über den Geröllgrat zu den Gipfelfelsen.

In dessen Windschatten machen wir unser Gipfelpause. Die letzten wenigen Höhenmeter würden die einzige Kletterei bedeuten. Die lassen war aber aus, es ist uns einfach zu stürmisch.

Den Abstieg gehen wir Richtung Erstfelder Tal über die geschlossene Kröntenhütte an. Zunächst fallen wir aber durch eine etwas kreative Routenführung auf. Den Gletscher vermeiden wir und kraxeln bergab. Das geht zwar, aber nicht sonderlich gut. Wir verlieren viel Zeit damit, eine gangbare Variante zu finden. Schneller und angenehmer wäre es gewesen, sich über den rückziehenden Gletscher zu bewegen.

Nachdem wir zwischen dem unteren Ende des Gletschers und dem Graw Stock den richtigen Weg wieder zurückgewonnen haben, wundere ich mich, dass ich mich an diese Wegführung nicht erinnern kann. Ich meine immer, vor sechs Jahren weiter nördlich unterwegs gewesen zu sein. Nahe an der Ebene zum Oberen See wird es dann klar, dass die Markierungen geändert wurden, sie gehen neu doch deutlich südlich von Pt 1963 selbst auf map.geo ist das (Stand 1.1.2019) noch nicht aktualisiert.

Ab der Kröntenhütte folgen wir dem Wanderweg durch die Geissfad und lassen uns schliesslich am Bodenberg von Alpentaxi abholen. Der Abstieg hat sich dann doch noch recht in die Länge gezogen!

Nachdem ich mit diesem Berg noch ein kleine Rechnung offen hatte, hat es mich besonders gefreut, diese Saisonabschlusstour unternehmen zu können. Allein der Samstag hat sich schon überaus gelohnt.

Hike partners: Frangge


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