Hochtour über dem Langtauferer Tal auf Rote Köpfe und Danzebell


Published by Gipfelstürmer & Bergrebell Ötzi II , 19 September 2018, 13h54.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Date of the hike:18 September 2018
Hiking grading: T6 - Difficult High-level Alpine hike
Mountaineering grading: PD
Climbing grading: II (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: I 
Time: 10:30
Access to end point:Mit Bussen von Graun über Martina nach Landeck, Züge nach Garmisch

Nach einer unangenehmen Begegnung mit einem ausschließlich italienisch sprechenden, unfreundlich auftretenden jungen Paar am Vorabend am sog. "Atlantis der Berge" bei eingetretener Dunkelheit hatte ich in (dennoch) der Nähe des großen Gebäudes biwakiert.

Am nächsten Morgen brach ich kurz nach 06.00 Uhr in der Dämmerung auf. Ich wanderte auf Weg Nr. 18 im flachen, grasbewachsenen Gelände Richtung Mitterlochspitze. Dann wurde es anstrengender, da der Steig steil den Hang hinaufführte. Etwas unter dem Grat bog ich  nach rechts (westlich) auf einer rot markierten Route zu einer Scharte zwischen Tiergarten- u. Gamsspitze ab. Von dort umging ich weglos Gamspitze u. Mitterlochspitze in südöstliche Richtung weglos wandernd (T4-5). Unterwegs stieß ich auf mehrere Steinböcke. Ihr Pfeifen begleitete mich eine zeitlang am Weg. Zuletzt stieg ich kurz im steilen Geröll in die Scharte zwischen Mitterlochspitze u. Roten Köpfen auf. Über den wenig schwierigen Grat (I, kaum mal eine IIer-Stelle) erreichte ich den Hauptgipfel der Roten Köpfe.

Nach kurzer Pause begann ich den Abstieg über seinen Südgrat. Vom Gipfel sah er wild aus, was Zweifel in mir auslöste, ob ich ihn überhaupt begehen könnte. Der AV-Führer erwähnt nur, dass es einige II-er-Stellen gibt. Ein Stück abgestiegen, fand ich tatsächlich keine begehbare Umgehungsmöglichkeit der schroffen Felspassage auf einer der beiden Seiten. So kehrte ich wieder in ein paar Minuten auf den Gipfel zurück, wo ich eine Abstiegsmöglichkeit über einen in westliche Richtung abgehenden, wenig ausgeprägten Grat entdeckte. Ich stieg an ihm entlang ein Stück ab u. dann nach links über eine steile, von oben einzusehende Steilflanke in südwestliche Richtung. Man kann ihn auch rechts in steiles Geröll verlassen, auf dem es etwas einfacher abzusteigen ist, aber einen längeren Weg bedeutet, wenn man südwärts weitergehen möchte. In knapp 2800m Höhe konnte ich an den untersten Felsen vorbeigehen. Ich begann, im Geröll wieder Richtung Grat aufzusteigen. Ich blieb aber in der Flanke, in der ich eine Geländekante überquerte, hinter der es einfach zu einer Scharte m NO-Grat des Danzebells weiterging. Ich überschritt auf ihm eine Erhebung u. ließ den Rucksack an der nächsten Scharte, an der ich absteigen wollte, stehen. Von einer laut einiger Wanderkarten markierten Route war nichs zu sehen. Über den Grat erreichte ich einfach (meist Gehgelände, einige I-er-Stellen) den Nordgipfel, auf dem ein Kreuz steht. Nach Eintrag ins Buch ging ich noch in wenigen min. hinüber zum ungefähr gleich hohen Südgipfel.

Gleich darauf begann ich den Abstieg über den Grat zum Rucksackdepot. Von dort stieg ich die Geröllflanke ab, ohne eine einzige Markierung zu sehen. Unterhalb der Geröllzone wanderte ich im grasbewachsenen Gelände weiterhin weglos, teilweise auch auf einer Wegspur von Kühen durch das Kühtal genannte Tal in nordwestliche Richtung. Erst in ca. 2200 m Höhe erreichte ich einen markierten Steig. Etwas unterhalb von 2100m wurde aus dem Steig ein Fahrweg. Ich kam an 2 Holzarbeitern vorbei.
Dann bog ich auf einen markierten Weg zur Kaproner Alm ab. Von dort ging es auf einem Fahrweg oberhalb von Kapron westwärts. Ich kürzte durch den Wald ab. Eine große Grasfläche ist mit einem Zaun abgesperrt. Durch eine Tür konnte ich auf die Grasfläche kommen. Von dort war es nicht mehr weit nach Kapron. Da ich mehr als eine halbe Stunde auf den Bus nach Graun hätte warten müssen, zog ich es vor, an der Straße die knapp 3km zu Fuß zu gehen, um vor dem Bus in Graun anzukommen, um noch Getränke kaufen zu können.


Statistik:
310 Gipfel mit mehr als 3000m in Ötztaler Alpen, 433 gesamt                     



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