Nit Stutz, Geld schon gar nicht, Schnitz... en Öpfel...


Published by Henrik , 17 September 2018, 19h00.

Region: World » Switzerland » Basel Land
Date of the hike: 9 September 2018
Waypoints:
Geo-Tags: CH-BL 
Time: 1:00
Height gain: 120 m 394 ft.
Height loss: 120 m 394 ft.
Route:Gourmessa mit Claudia und Hans
Access to start point:Claudiamobil
Access to end point:Claudiamobil
Maps:Nur Gras... das grüne!

... das Grün! Eine Segnung... ein atmosphärische Erlebnis, während an Portalen und breiten Strassen der Verkehr stockt! Ein Sonntag im September: wir sind eingeladen in Waldenburg – im „Leue“ (Unser Zuhause ist das kleinste Städtchen Europas, namens Waldenburg. Es liegt im Herzen des Juras, eine wunderschöne Gegend zum Wandern, Biken und Motorradfahren. Geniessen Sie unsere kreative Küche mit den hausgemachten Spezialitäten aus aller Welt.) unsere ziemlich betagte Einschätzung zu revidieren, die einst ziemlich negativ ausfiel. Hans bot Hand und Geldbeutel an, dies zu wiederholen und wir liessen das mit grossem Herzen zu. Das Claudiamobil brachte uns dorthin. Ich reklamierte, den Untersatz doch vor der Fahrbahnverengung hinzustellen, dort befindet sich ein grosser PP – ich wurde umgestimmt. So sassen wir an einem reservierten Tisch und sahen auf die Frontschürze des Automobils! Und waren damit nicht  die einzigen.
 
... die Kreationen wurden behutsam auf dem Tisch platziert. Eingangs fanden Salate zu uns, nachher gab es Fleisch. Auch eine ganze Flasche Wein, einer vom Nachbarn im Osten der Schweiz fiel Claudia besonders auf – bedauerlicherweise habe ich „ausnahmsweise“ den Kassabon nicht aufbewahrt, nicht nur weil Hans bezahlte, sondern (...) ich habe nicht daran gedacht. In Erinnerung blieb mir aber mein Teller: eine St.-Galler-Bratwurst und Pommes, die aber eine Spur zu fest glänzten... das rächte sich im Wald hernach!
 
... während wir dinierten (Reservationen an Sonnentagen sehr empfohlen), brausten Oldtimer, schwerste Motorräder und Touristenbusse durch die verengte Kantonsstrasse an uns vorbei. Ich schlug einen kleinen Spaziergang vor – dazu hatte ich wieder den Köcher map.wanderland konsultiert – die Liste ist nun erheblich an Länge gewachsen. Statt also HM zu vernichten, empfahl ich unserem Leib, dem wir viel Aufmerksamkeit gegönnt haben, es flach anzugehen, und ganz besonders im wieder Ergrünten uns zu laben. Was so ein wenig Regen der Natur antut – zurzeit wird ja, ist etwas Regen gefallen, die Sonne sprichwörtlich wieder herbeigeredet. Die morgendliche Wettermoderation auf SRF 1 geht mir so auf den Keks. Plapperistund, ich brauch’ keine Morgenstund hat Gold im Mund...
 
... eingangs des Hofs Hinterfeld zwischen Titterten und Liedertswil findet sich ein PP am Wegesrand. Wir schlendern über geteerte und Mergelwege.  Die Sonne sticht, über uns azur-blauer Himmel. Keine Wolke. Ein kleiner Luftzug. Und ich bin nicht zufrieden! Ich freue mich auf den Herbst und insbesondere auf den Winter... Wenn ich also auf facebook den Winter „herbei schreibe“, kommen gerechterweise vers. Emoijs zum Ausdruck... ich gebe hier keine wieder... den Rest können sich die eventuellen Leser selbst denken.  Eine Erhebung, an dessen Fuss wir vorbeikommen, heisst Steinenberg, und wie ein Stein liegen mir die Pommes auf... keine weitere Umschreibung nötig. Es steigt ein wenig an, an Wegschildern vorbei, die hier einen Erlebnisweg anführen: Titterter Erlebnisweg. Manchmal ist mir diese Schilderflut in den Wäldern ein Graus. Wie in den Städten ist alles markiert, sondiert und belegt.
 
... der Dottlenberg, so die Erhebung, die wir nach einer halben Stunde erreichen, und darauf einen Aussichtsturm stehen sehen, der uns aber nicht zu interessieren scheint, denn keiner will ihn besteigen; stattdessen wundern wir uns über die Bestückung des vorgelagerten Grillplatzes, wo insbesondere der Container uns überrascht, der da mitten im Wald steht. Wie belanglos spazieren wir weiter, bereits wieder auf dem Rückweg. Ich lasse meine Begleitung etwas voran gehen: ich halte inne und sauge die Restfeuchte des Waldbodens in mich auf, und die Stille. Der gegenwärtige Sommer hat für mich einfach nicht die Balance in sich...
 
... dafür labe ich mich an den ergrünten Feldern und Pflanzen, bin etwas am „Umme-Dudele“ und zücke die Kamera. Dann kommt Titterten ins Blickfeld. Was so ein Erlebnisweg doch hergibt... Dies hier war uns dreien NICHT bekannt: Vor langer Zeit erhielten die Einwohner von Titterten den Übernamen "Schnitz". Wie es zu diesem Übernamen kam? Komm mit mir und ich erzähle dir auf dem Titterter Erlebnisweg, wieso ich so heisse, zeige dir viele andere spannende Sachen und öffne dir viele Blicke in die Natur! Und wie auf deren Homepage fanden wir uns  vor einer Holzbank, mit einem widerstandsfähigen Buch, dessen sich Claudia und Hans eine ganze Weile hingaben:  „Titterten ist die zweithöchste Gemeinde im Kanton Basel-Landschaft und die höchste im "Fünflibertal". Vieles was uns hier begegnet, hat mit Eigenheiten und Geschichte, mit Identität zu tun. Nicht das Flüchtige, das Bestehende, nicht so kurz wie ein Selfie, sondern viel, viel länger. Und Schnitz hat mit Obst zu tun: e Öpfelschnitz!
 
... wir bewegten uns noch eine kleine Weile, stiegen einen Anhang hoch, mitten durch ein Kleefeld... nicht verbotenerweise.  Auf der Anhöhe ein eröffnender Blick  ins Land, hinüber in der Ferne die Vogesen und der badische Belchen und Blauen. Aber nicht den Feldberg. Es gibt eine mystische Verbindung zu diesen Erhebungen.
 
... um hier also keinen Schnitzer sich zu erlauben, erlaube ich mir einen Öpfelschnitz. Die habe ich, das kann Pfaelzer bestätigen, oft in meiner Jacke dabei – als Zwischenverpflegung, einen Schnitz.

Hike partners: Henrik


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Comments (1)


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Sputnik Pro says:
Sent 20 September 2018, 12h48
Salü Henrik,

Sodeli, bisch also ds Tittertä xi und hesch dogar de Dottelbärg bestige. Übrigens de Uusschtsturm hesch wirkli chöne siloo, denn de Wald drumrum isch jo höcher :-) ...

Het dirs em schöne Baselbiet nid so gfalle, bisch jo grad chli am ummemötzerle :-) ... Und jo wenns chälter wird, bin ich wieder dä wo blöd tuät, vo mir us chönts s ganze Johr heiss und trockä bliibe!

Gruäss, Andi


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