Wildes Hinterbergl - 3288 m - Hölltalscharte - 3173 m - Obere Kräulscharte - 3142 m


Published by Woife , 20 March 2018, 20h07.

Region: World » Austria » Zentrale Ostalpen » Stubaier Alpen
Date of the hike: 5 April 2006
Ski grading: PD+
Waypoints:
Geo-Tags: A 
Time: 4 days
Height gain: 4690 m 15383 ft.
Height loss: 4690 m 15383 ft.
Maps:AV-Karte Hochstubai Nr. 31/1

Als Stützpunkt für unsere heurigen Frühjahrstouren wählten wir die Franz-Senn-Hütte  (2147 m). Wir waren am 05.04.2006 von Sedugg aufgestiegen und zwar mit leichtem Gepäck. Die schwereren Teile unseres Gepäcks schwebten ab der Oberisshütte mit der Materialseilbahn zur FSHütte hinauf; sehr angenehm. Tw. war der Sommerweg schon aper.
Am 06.04.2006 stiegen wir trotz schlechten Wetters in Richtung Kräulscharte auf und zwar bis auf eine Höhe von etwa 2900 m. Dort White-out. Ein Weitergehen war sinnlos. Vorsichtig fuhren wir entlang unserer Aufstiegsspur bis zur Hütte. Am 07.04.2006 überraschte uns schönstes Wetter. Als Ziel wählten wir das Wilde Hinterbergl (3288 m). Zuerst stiegen wir in Richtung Alpeiner Ferner bis zu einer Höhe von etwa 2680 m und bogen dann nach rechts zum Verborgen Bergferner ab.  Über nicht zu steile Hänge hinauf bis zur Turmscharte (3126 m), die wir mit Steigeisen und den Ski am Rucksack mit Hilfe eines Fixseils erreichten. Über sanft geneigte Hänge ging´s weiter bis zum Gipfel. Herrliche Rundumsicht in die Bergwelt des Hochstubai. Nach einer gepflegten Brotzeit in der Sonne fuhren wir über den Turmferner ab, um die Turmscharte zu vermeiden. Es war ein Genuß. Traumhänge mit herrlichem Pulver. Auf etwa 2900 m gelangten wir zu einem markanten Gletscherabbruch mit See. Wir fuhren rechts davon vorbei bis zu einer großen Markierungsstange auf etwa 2700 m. Von da an vorsichtig durch schrofiges Gelände bis zu den schönen Hängen hinunter ins Tal bis zur Franz-Senn-Hütte. Bei einem frischen Weißbier  auf der sonnigen Hüttenterrasse ließen wir diesen schönen Tourentag ausklingen. Am 08.04.2006 stiegen wir wieder über den Alpeiner Ferner Richtung SW auf. Sehr starker Wind. Die Spur war recht schnell verblasen und mit den Ski rutschten wir in dem feinen Schnee immer wieder ab. Das war sehr mühsam und kraftraubend.  Auf etwa 2900 m überlegten wir, ob wir umkehren sollten. Unser ursprüngliches Ziel - die westliche Seespitze - gaben wir angesichts dieser Verhältnisse auf, gingen ab weiter rechts am großen Gletscherbruch vorbei hinauf zur Hölltalscharte (3173 m). Dort war es fast windstill. Schöner Blick zum Zuckerhütl und bis zu Marmolada und Langkofel. So konnten wir unsere Brotzeit genießen. Dann gemütliche Abfahrt auch über die windverblasenen Teile hinunter bis zur Franz-Senn-Hütte. Am 09.04.2006, unserem letzten Tourentag. war´s sehr wolkig. Wir stiegen mit kleinem Rucksack auf. Mit dem Hüttenwirt hatten wir  vereinbart, daß unser restliches Gepäck wieder mit der Materialseilbahn ins Tal befördert wird. Über den östlichenTeil des Sommerwandferners stiegen wir bei immer besser werdendem Wetter zur Oberen Kräulscharte (3142 m) auf. Allerdings nahm der Föhnsturm immer mehr zu. Wie gestern war die Spur schnell verblasen und mühsam zu gehen.Aber  dann hatten wir es doch bis in die Scharte geschafft. Wir machten nur eine kurze Brotzeit  und genossen dann die Abfahrt in lockerem Pulver, der dann ab 2600 m in Firn überging .Wir fuhren bis etwa 2360 m ab, fellten dann wieder an und stiegen in Richtung Oberissscharte (2465 m) auf. Die letzten Meter  mit den Ski auf dem Buckel. Wir konnten direkt von der Scharte über das Kuhgschwetz abfahren. Herrliche Hänge. Leichte Pulverauflage auf griffigem Untergrund. Weiter  unten dann Butterfirn vom Feinsten bis hinunter zur Oberisshütte, wo wir  auch unsere mit Seilbahn transportierte Ausrüstung  vorfanden. So gingen erfüllte Tourentage zu Ende. Etwas gewöhnungsbedürftig war der Lärm bei voller Belegung dieser großen Hütte. Aber das freundliche Hüttenteam hatte alles im Griff und vom Senior Fankhauser bekamen wir gute Tipps für unsere Touren.

Hike partners: Woife


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