Nebliges Tessin - Poncione d´Alnasca (2301 m) mit Biwak


Published by boerscht , 21 October 2017, 22h41.

Region: World » Switzerland » Tessin » Locarnese
Date of the hike:30 September 2017
Hiking grading: T3+ - Difficult Mountain hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Cima di Gagnone 
Time: 2 days
Height gain: 1600 m 5248 ft.
Height loss: 1600 m 5248 ft.
Route:10,0 km
Maps:map.geo.admin.ch

Das verlängerte Wochenende soll ausgenutzt werden, so geht es mal etwas weiter weg. Im Tessin war ich bisher nur als Kind ein paar mal, die weite Anreise schreckte bisher doch etwas ab. Der Wetterbericht sah für das Wochenende zwar nicht sonderlich vielversprechend aus, dafür aber die aktuellen Bilder der tollen Herbstfarben der Wälder umso mehr.

Tag 1: 

Bevor wir die Tour starten, klappern wir noch kurz die Touri-Ziele im Verzasca Tal ab, sprich die Staumauer am Lago di Vogorno und Lavertezzo mit der Ponte dei Salti.

Alnasca - Alpe d´Alnasca T3; 4 h:

Geparkt werden kann direkt an der Straße auf Höhe der Hängebrücke über die Verzasca nach Alnasca. Über die Brücke geht es in das wunderschöne kleine Dorf mit tollen Steinhäusern und dahinter auf den Wanderweg in Richtung Poncione d´Alnasca, welcher schon ausgeschrieben ist.
Der Weg ist unschwer zieht jedoch nach einigen ersten Kehren steil durch den Wald nach oben. Auf dem Weg krabbeln bestimmt an die 10 Feuersalamander herum. Selten scheinen die hier anscheinend nicht zu sein. Nach den ersten drei wunderschönen Alphütten aus Stein bei Pianchetta, folgt die zugehörige Alpe. Am dortigen Brunnen füllen wir erstmal unser Wasser auf, da es sehr schwül ist und wir jetzt schon ordentlich schwitzen, da die Rucksäcke mal wieder viel zu voll sind (ich habe zu Hause 17 Kilo gewogen, morgen sollte er jedoch noch schwerer werden...).
Auf höhe der Alpe bei Pianchetta verschwinden wir dann im dichten Nebel, welcher uns die nächsten vier Tage hier im Tessin leider nicht los werden will. Im Wald zaubert dieser jedoch schöne Stimmungen.
Vorbei an den weiteren Alpen In Cima alle Piode und Agazzoi geht es weiter aufwärts.
Zur Alpe d´Alnasca quert der Wanderweg den Hang und wird hier minimal ausgesetzt, im Nebel bekommen wir davon allerdings nichts mit.
Den Gipfel lassen wir heute sein, es gäbe eh keine Aussicht. Die Zelte schlagen wir auf der super bequemen Wiese auf der Alpe d´Alnasca auf. Zum essen machen setzten wir uns, in die zu unserem Verwundern, offene Hütte. Das Radio hatte noch Batterien und wir essen lecker Nudeln bei Italienischer Musik. Den Ofen lassen wir allerdings lieber aus,da die Hütte nicht nach einer öffentlichen Hütte aussieht.
In der Nacht regnet es ziemlich stark, am morgen jedoch dann zum Glück nicht mehr.


Tag 2:

Alpe d´Alnasca - Poncione d´Alnasca - Alpe d´Alnasca T3+; 1h:


Nach einem ersten Mal aus dem Zelt schauen ist immer noch alles voll mit Nebel und die Sicht keine 5 Meter weit, wir schlafen also nochmal weiter. Eine Stunde später schreit der Kollege im Zelt neben an laut los "Berge!!" wir schauen nochmal raus und sind nun über dem Nebel und sehen erstmals wo wir uns überhaupt befinden und wie es hier um uns herum aussieht.
Also schnell aus den Zelten und ab auf den Gipfel, welcher von der Alpe aus in ca. 30 Minuten erreicht ist. Der Weg ist bestens markiert und besitzt nur eine kurze Kraxelstelle kurz vor dem Gipfel, welche mit solider Stahlkette versichert ist.
Am Gipfel scheint die Sonne, welche wunderbar warm ist und wir stehen über einem gigantischen Nebelmeer, aus dem nur einzelne Gipfel herausschauen. Damit hätte gestern und heute morgen keiner von uns gerechnet. Nach langer Pause, viel Fotos gehts wieder zu den Zelten und wir packen zusammen.

Alpe d`Alnasca - Alnasca T3: 3 h:

Der Abstieg erfolgt über den selben Weg, wie der Aufstieg. Auch hier sind wir nun wieder die ganze Zeit komplett im Nebel. Etwas erschwerend kommt hinzu, dass der Regen der letzten Nacht sehr viel Laub von den Bäumen geholt hat und dieses nasse Laub nun in dicker Schicht auf dem Wanderweg liegt, da muss man ziemlich aufpassen nicht auszurutschen. Der Abstieg zieht sich gefühlt ewig in die Länge, da der Wald hier im Nebel überall gleich aussieht. 
Irgendwann sind wir dann doch wieder unter dem Nebel und zurück am Auto bei Alnasca.


Bei besserem Wetter sicher eine super schöne Tour, vor allem bei den tollen herbstlichen Farben im Wald. Als Biwaktour würde ich es bei solchen Bedingungen nicht nochmal machen, die 1600 HM mit schwerem Rucksack sind schon ordentlich anstrengend. Zum Glück gabs am Gipfel wenigstens noch etwas Aussicht und wir haben gesehen wie es hier aussieht.
Anschließend gings für uns weiter nach Locarno und dann auf eine 3 Tages Wanderung entlang der Via Alta Vallemaggia.

Hike partners: boerscht


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Comments (2)


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irgi99 says:
Sent 22 October 2017, 13h53
What a magic mood....: wonderful!

boerscht says: RE:
Sent 22 October 2017, 15h16
Thanks a lot ! but a little bit to moody :)


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