An den Massen gescheitert am Aggenstein / Falliti dalla folla sull`Aggenstein


Published by Winterbaer Pro , 24 July 2017, 02h39.

Region: World » Germany » Alpen » Allgäuer Alpen
Date of the hike:22 July 2017
Waypoints:
Geo-Tags: D 
Height gain: 1140 m 3739 ft.
Height loss: 1140 m 3739 ft.
Route:14.7 km
Access to start point:Parkplatz Fahrweg Ostlerhütte
Accommodation:Ostlerhütte Montag Ruhetag (außer in den bayerischen Ferien und an Feiertagen)
Maps:BY 5 Tannheimer Berge Köllenspitze, Gaishorn

Auf dem Breitenberg und dem Aggenstein waren wir noch nie, obwohl ich eigentlich sogar in Pfronten geboren bin.

Berge mit Bergbahnen und mehreren bewirtschafteten Hütten gehören halt so gar nicht zu unseren Lieblingszielen, aus gutem Grund. Wir packen einfach das Geschrei der Leute nicht!

 

Nun hatte ich aber gehört, dass es auf dem Breitenberg viele Murmeltiere geben soll. In Ruhe Murmeltiere beobachten gefällt mir sehr und unsere Murmels im Ammerwald werden ja immer weniger und immer scheuer.

 

Weiter hat mich der wunderschöne Bericht mit den traumhaften Fotos von maxl und AIi wirklich begeistert.

Deshalb fuhren wir jetzt doch endlich auch mal ganz früh, an einem Samstag, zugegeben aber in der vollen Feriensaison der restlichen deutschen Bundesländer, zum schönen Parkplatz mit Dixiklo am Abzweig zur Ostlerhütten-Straße (an der Straße von Pfronten nach Grän, wie von maxl beschrieben).

 

Keine Menschenseele hier am Morgen. Keine Menschenseele haben wir auch im gesamten, schönen Aufstieg bis den halben Aggenstein hoch getroffen.

 

Wir sind heute anfangs die breite Forststraße aufgestiegen (Schild Ostlerhütte), wie in der Tour von maxl beschrieben, aber bald nach rechts auf die Route über die Jägerhütte abgebogen. Ein schöner, nicht ganz so breiter, ehemaliger Fahrweg führt nach oben, bis er kurz unter der Senke zwischen Breitenberg-Gipfel und Aggensteinanstieg wieder auf die breite Zubringerstraße zur Ostlerhütte trifft.

 

Da es heute auch oben noch absolut ruhig und menschenleer ist, machen wir einen großen Fehler und beschließen, doch auch „mal schnell“ auf den Aggenstein zu steigen, bevor die Massen von der Bergbahn hochkommen. Eigentlich wollten wir da nie hoch, weil der Berg soll ja immer so überlaufen sein. Aber schön ist die Landschaft hier, wunderschön und imposant steht auch der Aggenstein vor uns. Noch dazu ist das Wetter nicht ganz sonnig, besonders im Osten nicht. Vielleicht bleiben die ganzen Touristen ja heute doch lieber in der Therme....hoffen wir!

 

Wir steigen also über den St. Magnus Acker hoch zum Zick-Zack-Weg auf den Aggenstein. Beim Blick zurück zur Bergstation der Breitenbergbahn und zum Sessellift Hochalpbahn noch ein Stück weiter oben grummelt es uns jedoch schon gehörig im Magen. Massen an Touristen machen sich auf den Weg zum Aggenstein. Ein ganzer Bus von Polen ist zuerst im Anmarsch. Einige davon sind recht schnell. Sie sind ja auch noch fit ohne den Anstieg ganz von unten aus dem Tal.

 

Ich hasse es, mich am Berg gedrängt zu fühlen. Meistens lasse ich die schnelleren Leute hinter mir dann vorbei. Weil es aber jetzt schon unruhig ist mit den Massen unten im Rücken, steigen wir schnell hoch, auf den Fersen gefolgt von den ersten starken polnischen Bergkameraden. An der Schulter kurz vor dem kettenversicherten Endaufstieg zum Gipfelkreuz, flüchten wir uns auf einen noch einsamen schönen Rastplatz, um die Leute hinter uns vorbeizulassen.

 

Auf einmal, ich weiß gar nicht, was los ist, kommen Massen an schreienden Touristen von allen Seiten hier an und stehen plötzlich alle rundherum direkt neben uns an unserem „einsamen“ Sitzplatz. Sie kommen auch in sehr großer Zahl von der nahen Kissinger Hütte hoch. Sie trampeln uns fast auf die Füße, die Spitze von einem Paar Stöcke nähert sich bedrohlich meinem Gesicht. Ein unvorstellbarer, plötzlicher Trubel von Selfies machenden, aufgeregt heumschreienden Touristen, hier oben an diesem wunderschönen, aber auch ausgesetzten Platz, mitten in den schönsten Allgäuer Bergen. Unfassbar! Uns packt die Panik und wir haben nur noch einen Wunsch: weg hier, so schnell wie möglich. Auf die letzten 40 m des Gipfelanstieges und den Gipfelblick nach Süden verzichten wir.

 

So ein schöner Berg und so viele Leute, die weder die Ausrüstung, noch die Erfahrung, geschweige denn den Respekt für einen nicht mal so ganz trivialen An- und Abstieg (manchmal durchaus ausgesetzt, steil und schottrig, teilweise mit Seilen versichert) haben. Das bringt eben die Bergbahn mit sich, die die Leute massenhaft ohne jegliche Anstrengung bis an den Fuß des Aggensteins schafft. Und alle wollen sie dann da rauf!

So hatten wir uns das in unseren schlimmsten Träumen nicht vorgestellt!

 

Unsere Flucht nacht unten, nur weg von diesem Chaos hier, gestaltet sich dann auch nicht ganz einfach. Weitere Massen an Touristen mit Kind und Kegel schlängeln sich nach oben, blockieren die seilversicherten Stellen, sich natürlich an den Seilen festhaltend und meinend, wir sollten doch außen vorbeigehen. Der Albtraum einer Bergtour in so wunderschöner Landschaft für uns! Statt Erholung am Berg, staut sich in uns die Wut an.

 

Wir flüchten uns weiter weg in das etwas der Bahn und Hütten abgelegenere Gelände und warten...warten, dass es ruhiger würde. Aber ruhig wird es erst um ca. 16°°. Um 16.30 fährt nämlich die letzte Bahn ins Tal.

 

Der maxl und der AIi haben es genau richtig gemacht. Erst hier hoch, wenn die Massen wieder unten sind. Nur so kann man es hier aushalten! Dabei ist es landschaftlich wirklich einmalig schön hier!

 

Wir trödeln auf den Wiesen herum, steigen schließlich auch noch hoch zum neu und schön renovierten Ostlerhaus auf ein Weißbier. Super schöne Aussicht auch hier oben.

 

Danach gehen wir nochmal auf die Suche nach den Murmeltieren. Wenn es laut ist, sieht man sie nicht, klar. Ich würd mich bei dem ganzen Trubel auch am liebsten unter der Erde verstecken!

 

Zur Murmeltierbeobachtung muss man wirklich ganz leise sein und man sollte sich möglichst auch nicht bewegen. Andernfalls sind sie gleich wieder in ihren Bauen verschwunden.

 

Am Ende haben wir doch einige schöne Murmeltiere zu Gesicht bekommen. Jetzt nochmal auf den Aggenstein in Ruhe, trauen wir uns nicht, da eigentlich Gewitter vorhergesagt wurden. Wir genießen noch einmal das wunderschöne Gelände und die in der Abensonne herumhoppelnden Murmeltiere. Schließlich machen wir uns an den Abstieg, wie wir gekommen waren. Das Gewitter wird heute erst viel später eintreffen. Egal, irgendwann kommen wir wieder und dann machen wir es genau so und einzig richtig wie der maxl und AIi: zum Sonnenuntergang hierher, wenn die meisten schon wieder bequem und laut quasselnd mit der Bahn ins Tal gerauscht sind!

 

 

Sul Breitenberg e sull`Aggenstein non siamo mai stati, anche se in realtà sono proprio nata a Pfronten.
Montagne con funivie e diverse capanne
gestite non fanno parte delle nostre mete preferite in montagna, e per una buona ragione! Non possiamo sopportare il grido della folla!

Ma avevo sentito che sul Breitenberg si trovassero numerose marmotte. Osservare le marmotte mi piace così tanto e le nostre marmotte nell`Ammerwald stanno diventando sempre meno e più pavorose.

Secondo la bella relazione con le fantastiche foto di maxl e di AIi sono veramente stata entusiasta di questa regione.
Ecco perché
anche noi un sabato presto, ma alla fine sempre in piena stagione con ferie del resto degli stati tedeschi, guidiamo sulla strada che porta da Pfronten a Grän alla diramazione della ampia forestale alla capanna Ostler in cima del Breitenberg, come l`ha descritto bene maxl.

Sul parcheggio al mattino non incontriamo un'anima. Nessun anima anche sulla intera salita fino alla metà quota dell`Aggenstein.

Oggi stiamo iniziando la
nostra salita sulla larga strada forestale (segno Ostlerhütte), come descritto nella gita di maxl. Ma ben presto imboccariamo a destra sul percorso attraverso la capanna del cacciatore. Una bella forestale, non così ampia, che porta in alto fino a quando si ricongiunge sotto la sella del Breitenberg con la grande forestale alla Ostlerhütte.

Siccome anche in alto è estremamente silenzioso e ancora deserto, facciamo un grosso errore e decidiamo, di salire in "tempi rapidi" sull'Aggenstein, prima che le folle venissero dalla funivia. In realtà non abbiamo mai voluto salire in questa cima, perché dovrebbe essere sempre molto affollata. Ma il paesaggio qui è bellissimo, splendido e imponente si mostra anche l'Aggenstein. Inoltre, il tempo non è molto soleggiato, soprattutto non all`Oriente. Forse tutti i turisti oggi rimangano al centro benessere .... speriamo!

Quindi sal
iamo in alto sopra il campo di San Magno, per il percorso a zig-zag all`Aggenstein. Ma quando guardiamo indietro alla stazione a monte della funivia del Breitenberg e della seggiovia Hochalpbahn ancora più in alto nello stomaco riceviamo già un colpo. Masse di turisti si dirigono verso l'Aggenstein. Un pieno autobus della Polonia era arrivato alla stazione funivia. Alcuni di loro sono abbastanza veloci. Sono inoltre ancora in forma, senza aver dovuto superare la quota da valle a piedi.

Odio sentirmi urgente in montagna, sopratutto in salita. Di solito lascio passare quelli chi sono più veloci dietro di me. Ma oggi saliamo rapidamente con la pressione dei primi forti compagni polacchi alle calcagna. Finalmente su un bel posto un po' aparte dalla traccia, poco prima che inizia il passaggio con la catena assicurata nella salita finale alla cima, ci rifugiamo per lasciar passare la gente più veloce dietro di noi.

Improvvisamente, non so cosa sta succedendo,
la folla urlante viene da tutte le parti, si ferma accanto al nostro posto "solitario". Arrivano in numeri molto grandi anche della vicina Kissinger Hütte. Ci calpestano quasi ai nostri piedi, la punta di un paio di bastoncini si avvicina minacciosiamente alla mia faccia. Un inimmaginabile confusione di selfie-making turisti eccitati e gridanti in questo bellissimo sito, anche ben esposto, situato nelle più belle montagne dell'Algovia... Incredibile! Ci ha preso il panico e abbiamo un solo desiderio: salire di qui il più presto possibile. Agli ultimi 40 metri della salita al vertice e al bel panorama verso sud, oggi non rinunciamo.

Una tale bella montagna e tante persone che non hanno né l'attrezzatura né l'esperienza, per non parlare del rispetto per una nemmeno del tutto banale gita (e ghiaiosa, ripida, esposta e parzialmente anche attrezzata di corde). Ciò fa apparire la funivia che porta la gente in massa senza alcuno sforzo al piede dell`Aggenstein e tutti vogliono salire lì.
Quindi non avevamo
mai immaginato nei nostri peggiori sogni un tale brutto casino quasi in cima!


La nostra fuga verso il basso per allontanar
ci da questo caos, però non si scopriva facile. Più folle di turisti anche con bambini bloccano le posizioni corda assicurata aggrappandosi alle corde e intenzioni di farci passare al di fuori. L'incubo di una gita in un tale bel paesaggio per noi! Invece di relax sulla montagna la rabbia si accumula nelle nostre teste.

Ci fuggiamo via dalle cabinovie e dei ristoranti in terreni più remoti e aspettiamo ... Aspettiamo, che diventerebbe più tranquillo. Ma tranquillo sarà solo dopo le 16 °°. Alle 16.30 l'ultima cabinovia scende a valle.

Il maxl e di AIi
l`hanno fatto benissimo. Salire qui quando le folle sono di nuovo a valle. E 'davvero una scenica unica bella qui!

Più tardi della giornata saliamo ancora in alto sul Breitenberg e sull`Ostlerhütte per una weiß. Che bellissima vista anche qui!

In seguito ci risiamo alla ricerca delle marmotte. Se c`è il rumore, non si può vedere nessuna marmotta. Poi anch`io mi vorrei nascondere sotto terra al casino rumoroso!

Per
poter osserare le marmotte deve davvero essere molto tranquillo e non si dovrebbe spostare il più possibile. Altrimenti loro subito scompariscono nelle loro tane.

Alla fine abbiamo
visto alcune belle marmotte. Ora salire di nuovo sull` Aggenstein in pace, non ci fidiamo perché sono stati previsti temporali.

 

Infine ci mettiamo alla nostra discesa, come eravamo saliti. La tempesta arriverà molto più tardi.

 

Ad un certo punto torneremo e poi faremo la stessa bella cosa come maxl e di AIi: salire sull`Aggenstein per il tramonto, quando la maggior parte dei turisti sarà già scesa a valle, rilassata in cabinovia e ad alta voce.


Hike partners: Winterbaer


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Comments (20)


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micaela says:
Sent 24 July 2017, 08h02
Gustoso racconto, Uschi, e rabbia ben espressa!
Per fortuna, nessuna foto di folle vocianti e irrispettose...
Ma quelle delle allegre marmotte, immerse ancora (per poco?) nel loro habitat naturale!
Ciao, Micaela.

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 24 July 2017, 11h00
Ciao, Micaela!

> Per fortuna, nessuna foto di folle vocianti e irrispettose...
Fotografare per me è una cosa di gioia, concentrazione e relax. Quando sono disturbata o persino arrabbiata, non posso fotografare:-(

Mi dispiace per la bellissima natura e per gli animali. Ma è così su tutti i posti venduti al turismo. Peccato!

Saluti alla tua cascina, spero per te in silenzio per la volpe e tutti gli altri tuoi amici dal bosco:-)
Ciao, Uschi

micaela says: RE:
Sent 24 July 2017, 14h00
Cara Uschi,
Il volpino non si è mai più fatto vedere...chissà cosa gli è successo...
Invece questi ultimi mesi sono in giro parecchie lepri: mai viste così tante!
Ieri ho avuto il privilegio di incontrare un leprotto sulla strada, a metà mattinata: probabilmente un cucciolo non ancora al corrente che automobili e cacciatori sono da temere!
Correva, ma nemmeno tanto veloce, si fermava ogni tanto a guardarmi, poi è salito nell' erba rimanendo lì tranquillo.
Bellissimo! Ho potuto fotografarlo, prima volta in vita mia che riesco a fotografare un animale così veloce!
Ti invierò le foto per mail.
Un abbraccio, Micaela
P.S.: E rimani una voce fuori dal coro, eh, Uschi, che abbiamo bisogno di persone come te!

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 24 July 2017, 14h15
Grazie!
> E rimani una voce fuori dal coro, eh, Uschi, che abbiamo bisogno di persone come te!
Io non cambierò NIENTE, purtroppo! Solo che i lettori qui saranno sempre più scocciati delle mie parole.

Bellissimo i tuoi lepri! Mi rompe l`anima vederli morti sulle strade da noi, sopratutto i piccoli. Non hanno alcuna possibilità contro le macchine e le motofalciatrici dei contadini.
Ed io penso sovente, che all`inizio c`erano solo gli animali...erano i primi sul mondo, vero? Poi abbiamo costruito le strade e le case....
Mi fa veramente triste, ma anch`io sono una parte di questo mondo!

Ciao!

Menek says:
Sent 24 July 2017, 12h22
Quello degli irrispettosi tout-court è un problema mondiale...

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 24 July 2017, 12h39
Sì, Domenico, lo so!
La cosa che trovo molto triste è, che su molti posti si deve vendere la bella natura per il turismo... Povera natura!

chaeppi Pro says: Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 12h31
Hoi Uschi
Etwas verstehe ich bei dir nicht ganz. In fast sämtlichen deiner Berichte beschwerst du dich über den Lärm und die Völkermassen am Berg. Gibt es denn in Bayern keine einsamen Berge mehr? Auf meinen Wanderungen in der Schweiz treffe ich höchst selten auf andere Berggänger. Meistens auf gar keine.
Vielleicht suchst du dir die falschen Ziele aus...

VG, Chäppi

Winterbaer Pro says: RE:Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 13h01
Ja, Chaeppi, das ist eben ein Problem eines Gebietes, das lange nicht so groß ist und so unendlich viele Berg-Möglichkeiten hat wie die Schweiz! Da gibt`s koan Radi!
Die Ammergauer sind überlaufen von den so nahen Großstädten. Die Tannheimer sind voll in der Hand des Tourimus. Bei der Rückfahrt über Reutte (Grän, Haldensee) waren wir entsetzt, dass es in dem schönen Tal fast nur große, fette Hotels und kaum noch ursprüngliche Dörfer gibt.
Wir haben auch keine Lust, noch ein paar Stunden weiter zu fahren (und müssen ja auch wieder heim).
Wir wissen wohl noch ein paar wirklich stille Flecken in den Ammergauern, aber die publiziere ich schon lange nicht mehr, weil das einfach nicht funktioniert.
Dass dieses Ziel hier (Aggenstein) sehr schwierig sein würde, wussten wir (siehe Text! Wir haben es bisher mit Absicht gemieden!).
Trotzdem find ich es schrecklich, wie sich erwachsene Menschen in wunderschöner Natur aufführen können!

Lass mich doch beschweren, wir finden es einfach schrecklich, Menschen zu sehen, die aus Städten in die Natur kommen und kein bisschen Gefühl dafür haben. Ich finde das eine große Bedrohung überall auf der Welt. Solche Ziele zu meiden ist gut für die eigenen Nerven, aber es löst doch das Problem nicht!
Wer mein Gemecker nicht lesen will.....ignorieren:-))!! Embarrassed Smile

Ich würde mir wünschen, dass man, statt die schönsten Gebiete einfach dem Tourismus zu opfern, mit den Besuchern mehr Aufklärungsarbeit leistet: wie leben die Tiere und Pflanzen hier, welchen Schutz brauchen sie...usw. Aber das Geld, das man mit dem Tourismus verdienen kann, ist leider immer wichtiger und niemand will die Besucher ja vergraulen. Und eigentlich sollte jedes Kind schon in der Schule lernen, dass man in der Natur nicht herum schreit, oder?

chaeppi Pro says: RE:Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 13h25
Ich lese ja dein Gemecker gerne. Wunderte mich einfach ein wenig über die gewählten Tourenziele. Offensichtlich sind wir in der Schweiz priviligiert. Hier findet man immer einsame Tourenziele ohne um die halbe Welt reisen zu müssen ;-))

Winterbaer Pro says: RE:Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 13h53
> Offensichtlich sind wir in der Schweiz priviligiert. Hier findet man immer einsame Tourenziele ohne um die halbe Welt reisen zu müssen

Das ist ganz sicher so! Ganz sicher! Guck mal auf die Karte auf einem etwas größeren Maßstab, wieviel Berge Ihr habt und wieviel wir:-( Wir Bayern haben fast nix! Das meiste bei uns gehört dann auch noch zu Österreich!Big Smiley Crying

Kriegst wenigstens auch noch einen heulenden Smiley!

Viele Grüße und glaub mir, Du hast es super gut an Deinem Teich, mit einem Grundstück groß genug für zwei Esel und mit so vielen Möglichkeit, auf schöne ruhige Gipfel zu steigen. Aber ich gönn`s Dir!

micaela says: RE:Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 13h52
Ciao Uschi, Chäppi und Kauk0r!
Ich hab eure Kommentare aufmerksam gelesen.
Ich hab das Privilegium, 1000 hoch in der Tessiner Bergen zu leben. Zu mir führt nur ein Wanderweg.
Der Preis ist manchmal hoch: meine Hütte ist nicht isoliert, ich brauche SEHR VIEL Holz, und ich muss immer hin und unten mit schwierigen Säcken...
...Aber meine Friede ist ohne Preis.
Die Natur ist draussen vor der Tür.
Tiere, das Grüne, das Mineral.
Das Schweigen ist Wunder.
Wenige Nachbaren (manchmal Wochen bis einer oben kommt), aber nette Personen.

Auch wenn die Schweiz viel mehr wildes Land besitzt, das fast niemand besucht, und besonders in meinem sehr wilden Tessin, seh ich auch hier so Vieles, so oft!, dass mich böse macht!

Dafür bin ich total einverstanden mit Uschi, eine liebe einsame Stimme aus dem Chor!
Das ist auch sehr schwierig, immer aus dem Chor zu schreien...das weiss ich auch sehr gut. Davon hab ich immer viel gelitten. Auch in meinem Beruf, Musik.
Cordialmente a tutti, Micaela.

Winterbaer Pro says: RE:Lärm am Berg
Sent 24 July 2017, 14h06
Grazie Micaela!
Molto gentile di voler aiutarmi nella mia lotta contro il rumore umano nella natura:-) Lo so che sono un pò rivoluzzionaria nel mio parere del comportamento nella natura. Secondo me sarebbe meglio insegnare già ai bambini di non gridare nella natura. Ognuno di noi uomini avrà molto di più dei nostri soggiorni nella natura! Ma le masse non possono sopportare il silenzio. Il silenzio le fa paura e così si distogliono di questa paura con un grido incessante. Non riescono a inalare le montagne! Questo mi fa veramente triste!
Come detto di sotto, evito le città. Andare nella natura e particolarmente in montagna per me sono le ore più preciose della mia vita. Se poi in montagna incontro lo stesso rumore degli uomini come in città, è pazzo, vero?

Chissà se un giorno incontraremo su un bel posto silenzioso vicino alla tua cascina?

Tante belle cose!

Uschi

Kauk0r says: Es lebe der Antizyklus ;)
Sent 24 July 2017, 12h36
Trotzdem schöner Bericht und schöne Bilder!

Wenn ich mal auf den Aggenstein "muss", dann sehr früh am Morgen, am besten wenn die Hütte zu ist (aber auch dann ist meistens der Winterraum voll) und sobald wie möglich Richtung Brentenjoch abhauen. Und sollte es dort oben immer noch zuviele Menschen haben (meist aber nur noch 10% vom Auftrieb am Aggenstein), rüber zum Roßberg, dort ist man dann garantiert "unter sich" mit manchmal wenigen Gleichgesinnten (nochmal nur 10% der Brentenjochbesucher).

Winterbaer Pro says: RE:Es lebe der Antizyklus ;)
Sent 24 July 2017, 13h10
Du hast voll und ganz recht! Das nächste Mal spät abends, weil ich die Abendstimmung eh so liebe. Der Abstieg mit Stirnlampe ist ja kein Problem. Auch das stört die Tiere, ich weiß! Aber wir versuchen immer, so leise wie möglich zu sein!

Was einem wirklich weh tut, finde ich, ist, dass das Gebiet einfach wunderschön ist. Skizirken wie Sölden u. a. würde ich nie besuchen. Obwohl mir auch da die Natur sehr leid tut.
Die Ostlerhütte liegt genial, die Leute sind nett und sie haben die Hütte super schön renoviert, mit so viel Holz. Gefällt mir sehr gut! Aber sie leben von den Besuchern, auch klar!
Jetzt waren wir mal da und die Murmels werden wir vielleicht schon noch mal besuchen. Gibt es aber keinen Zwischenweg zwischen Menschenmassen und Wertschätzung der Natur? Ich glaube, leider nicht.

Danke für Deinen Kommentar! Wir werden bestimmt auch irgendwann noch weniger überlaufene Ziele dort finden.

Kauk0r says: RE:Es lebe der Antizyklus ;)
Sent 24 July 2017, 13h36
Ich habe neulich auch mit einem Berggänger diskutiert was es mit diesem ganzen Berghype auf sich hat...es ist wohl momentan einfach "in", die Berge als Kraftort aufzusuchen bzw. sich dort von irgendwelchen Attraktionen bespaßen zu lassen. Vorteil daran ist, dass diese Attraktionen zumeist an bestehenden Hotspots entstehen. Insofern muss man nur die ruhigen Gegenden kennen oder ggf. erkennen, wenn das Gebiet unbekannt ist. Damit ist der ganze Konsumtourismus kanalisiert und nur wenige verlassen die propagierten Hauptrouten.

Seine Ruhe im Gebiet dort hat man auch noch am Seichenkopf und dem ganzen Lumberger Grat, sowie gegenüber an Sefenspitze und Sebenspitze. ;)

Winterbaer Pro says: RE:Es lebe der Antizyklus ;)
Sent 24 July 2017, 13h47
Danke für die "Beratung"!!! In dieser Richtung haben wir uns auch schon "informiert":-))

> es ist wohl momentan einfach "in", die Berge als Kraftort aufzusuchen


Da dreht`s mir aber grad die Zehennägel auf! Kraftort kann ein Ort doch nur sein, wenn man dort still sitzen kann und die Energie der wunderschönen Landschaft, die Stimmungen aufsaugen kann!? Ich kann das nur, wenn ich nix höre außer dem Wind, dem Summen der Insekten und dem Rufen der Vögel oder vielleicht eines Murmels! Das Plätschern einer Quelle ist auch so schön! Die Leute haben Angst vor der Stille, weil sie sie nicht ertragen können, so ist es doch. Und ich meine, solche Leute sollten nicht in die Natur gehen, bevor sie es gelernt haben, die Stille hören zu können. Sonst haben sie selber nix davon, außer die Selfies mit dem Gipfelkreuz gleich in die Welt zu schicken oder die Tiere und Ruhesuchenden zur Verzweiflung zu bringen.

Außer dass es mich brutal stört, ärgert und den Bergtag versaut, finde ich es einfach furchtbar traurig! Ich meide die Städte, gehe viel lieber in die Natur. Und dann treff ich da wieder dasselbe wie in einer Stadt?

Sent 24 July 2017, 20h47
Dieser Trubel ist durchaus noch steigerungsfähig. Als nächsten Gipfel empfehle ich Dir die Zugspitze ;-)

Neulich habe ich von der Hochplatte aus beobachtet, wie sich eine Gruppe von 10 Leuten auf der Hochblasse niedergelassen haben. Da habe ich spontan auf einen weiteren Besuch verzichtet.


Winterbaer Pro says: RE:
Sent 24 July 2017, 22h30
Zugspitze...never!
Auf der Hochblasse können sich 10 Leute leicht so verteilen, dass man sie nicht mehr sieht, bzw. man kann auf dem weiten Gipfel vor ihnen flüchten.
Auf dem Aggenstein wundert`s mich schon sehr, dass da nicht dauernd einer runterpurzelt! Unfassbar! Der arme, schöne Berg!

Levan says:
Sent 23 May 2018, 10h22
"Die Masse sind immer die anderen"
fällt mir dazu ein.
Es gibt sie aber schon die stillen Wege und Gipfel in dieser Region.
Vorschläge: Sebenspitze, Ächsele, Kienberg, Haller Schrofen, Schnurschrofen, Geierköpfle, Mittelberg.

Winterbaer Pro says: RE:
Sent 23 May 2018, 10h51
> Die Masse sind immer die anderen"
> fällt mir dazu ein.
Ich denke, Du weißt genau, was ich meine: das Geschrei am Berg, das nicht sein muss! Auch nicht für die Tiere, die da leben!
Ich beanspruche die Berge nicht für mich alleine, aber ich will da oben meine Ruhe haben, sonst kann ich gleich in einer Stadt im Biergarten bleiben!

> Es gibt sie aber schon die stillen Wege und Gipfel in dieser Region.
Richtig!
Sebenspitze waren wir jetzt schon mehrmals. Super schön!
Nur, in dem Moment, in dem man ihn im Internet publiziert, hat heutzutage der noch relativ ruhige, schöne Berg schon verloren. Das ist mittlerweile mein Problem hier auf Hikr.!

Wenn man irgendwo seine Ruhe haben will, darf man das Ziel eigentlich gar nicht veröffentlichen, sondern muss es für sich behalten, weil die meisten Menschen nicht mal leise oben sitzen und genießen können:-( Eine andere Möglichkeit wäre noch, nur die Naturfotos ohne Wegbeschreibung zu posten und evtl. Einsamkeitsliebhaber sollen sich melden. Das funktioniert wahrscheinlich nicht.


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