Roggalspitze, 2673m, Anstieg auf dem Kletterer-Abstieg
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Der Normalweg auf die Roggalspitze ist eigentlich der Abstieg für Kletterer, die über die Nordkante den Gipfel erreichen. Dieser "Normalweg" erfordert ausgezeichnete Trittsicherheit im nicht markierten Gelände, er ist bröselig, steil und ist für Plaisir-Wanderer weder bei intensiver Sonnenstrahlung (Südseite!) noch bei Nebel oder gar Nässe empfehlenswert. Die Drahtseile, die dort am Fels angeschraubt sind, wo er nicht beim Hinschauen schon in Einzelteile zerfällt, hängen extra so schlapp durch, damit niemand auf die Idee kommt, sie mit einem straff gespannten Klettersteig-Seil zu verwechseln.
An der Nordstaumauer des Spuller Sees gibt es nur sehr eingeschränkte Parkmöglichkeiten. Die beiden Kletterer aus Konstanz, die dort bereits mit ihrem Transporter stehen, fahren extra nochmal auf die Seite, damit ich mich zwischen sie und das Auto der Mediziner aus dem Allgäu stellen kann, mehr Platz ist dort nicht wirklich, dafür gibt es tagsüber einen perfekten Shuttlebus-Service - fast wie in der Schweiz. Die Allgäuer gehen natürlich auch die berühmte Roggalkante, ich bin die Einzige, die ohne Seil startet.
Da ich mich ganz spontan zu dieser Tour entschlossen habe, habe ich als Orientierungshilfe nur den nicht ganz brandneuen Rother Wanderführer Arlberg-Paznaun von Herbert Mayr, 2. Auflage 2002. Leider folge ich nach der Ravensburger Hütte der dort angegebenen, irreführenden Beschreibung. Es ist zwar korrekt, dass man nach der Holzbrücke nördlich der Ravensburger Hütte an der Abzweigung den rechten Fahrweg nimmt und oberhalb der Brazer Stafel am Nordhang einer sanften Kuppe Richtung Alpsee quert, man folgt diesem Fahrweg aber NICHT bis zu dessen Ende (er zieht sich noch weiter nach links den Hang hinauf), sondern verlässt ihn in der einzigen Haarnadel-Kehre - auf 2040m Höhe - nach rechts. Wenige Meter neben dieser Kehre befindet sich eine Quelle, die unmarkierten Trittspuren, die zur Westseite der Roggalspitze führen, sind gut sichtbar. Ich hätte mir eine halbe Stunde Umweg und einen kräftigen Stromschlag am Weidezaun sparen können, wenn ich gleich dort gegangen wäre... Diese Trittspuren erreichen den Übergang von Zahnfleisch zu Zahn (Wiese zu Fels) an der Westseite der Roggalspitze, die Querung zum Einstieg auf der Südseite ist inzwischen ein gut sichtbarer, allerdings nicht markierter Pfad. Ein großes Rudel Gemsen begrüßt mich, ansonsten ist man hier mit sich und seinem inneren Schweinehund allein.
Ab dem Einstieg auf 2300m ist die Wegführung klar, einige wenige, dafür um so größere rote Farbflächen erleichtern neben den zahlreichen Bohrhaken die Orientierung.
Spuller See - Ravensburger Hütte: T2, 45 min
Ravensburger Hütte - Einstieg: T3, 1 Stunde
Einstieg - Gipfel: T5, 1 Stunde
Abstieg: wie Aufstieg
Tour alleine
An der Nordstaumauer des Spuller Sees gibt es nur sehr eingeschränkte Parkmöglichkeiten. Die beiden Kletterer aus Konstanz, die dort bereits mit ihrem Transporter stehen, fahren extra nochmal auf die Seite, damit ich mich zwischen sie und das Auto der Mediziner aus dem Allgäu stellen kann, mehr Platz ist dort nicht wirklich, dafür gibt es tagsüber einen perfekten Shuttlebus-Service - fast wie in der Schweiz. Die Allgäuer gehen natürlich auch die berühmte Roggalkante, ich bin die Einzige, die ohne Seil startet.
Da ich mich ganz spontan zu dieser Tour entschlossen habe, habe ich als Orientierungshilfe nur den nicht ganz brandneuen Rother Wanderführer Arlberg-Paznaun von Herbert Mayr, 2. Auflage 2002. Leider folge ich nach der Ravensburger Hütte der dort angegebenen, irreführenden Beschreibung. Es ist zwar korrekt, dass man nach der Holzbrücke nördlich der Ravensburger Hütte an der Abzweigung den rechten Fahrweg nimmt und oberhalb der Brazer Stafel am Nordhang einer sanften Kuppe Richtung Alpsee quert, man folgt diesem Fahrweg aber NICHT bis zu dessen Ende (er zieht sich noch weiter nach links den Hang hinauf), sondern verlässt ihn in der einzigen Haarnadel-Kehre - auf 2040m Höhe - nach rechts. Wenige Meter neben dieser Kehre befindet sich eine Quelle, die unmarkierten Trittspuren, die zur Westseite der Roggalspitze führen, sind gut sichtbar. Ich hätte mir eine halbe Stunde Umweg und einen kräftigen Stromschlag am Weidezaun sparen können, wenn ich gleich dort gegangen wäre... Diese Trittspuren erreichen den Übergang von Zahnfleisch zu Zahn (Wiese zu Fels) an der Westseite der Roggalspitze, die Querung zum Einstieg auf der Südseite ist inzwischen ein gut sichtbarer, allerdings nicht markierter Pfad. Ein großes Rudel Gemsen begrüßt mich, ansonsten ist man hier mit sich und seinem inneren Schweinehund allein.
Ab dem Einstieg auf 2300m ist die Wegführung klar, einige wenige, dafür um so größere rote Farbflächen erleichtern neben den zahlreichen Bohrhaken die Orientierung.
Spuller See - Ravensburger Hütte: T2, 45 min
Ravensburger Hütte - Einstieg: T3, 1 Stunde
Einstieg - Gipfel: T5, 1 Stunde
Abstieg: wie Aufstieg
Tour alleine
Tourengänger:
lila

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