Grenzwanderung Schweiz * Beggingen - Trasadingen


Published by laurentbor , 30 March 2016, 21h51.

Region: World » Switzerland » Schaffhausen
Date of the hike:19 March 2015
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-SH 
Time: 7:30
Height gain: 471 m 1545 ft.
Height loss: 616 m 2020 ft.
Route:30.2 km

Die heutige Etappe ist die längste auf der Schaffhauser Grenztour, da die Landesgrenze im Wutachtal verschwindet, und teilweise halbhoch am Hang verläuft, ist man gezwungen immer mal wieder aufzusteigen. Doch es ist auch lohnenswert über die Krete des Berges an der Sonne zu wandeln, speziell über den Rebbergen des Hallauerbergs. 

Der Wanderweg verlässt Beggingen auf der Hauptstrasse und zweigt nach ein paar hundert Metern ab Richtung Grenze beim Seebi. Das Seebi ist ein alter Steinbruch im Wald welcher heute ein kleines Naturschutzgebiet ist. Umgekippte Bäume und lehmige Steilwände bieten Unterschlupf für allerlei Getier. Später lese ich dass, die Sandgrube beim Seebi bereits für den Bau des Zürcher Hauptbahnhofes ausgebeutet wurde.

Danach geht es munter weiter auf dem sonnigen Gratweg oberhalb von Schleitheim auf den Satufenberg, die Grenze jedoch hat sich mittlerweile nach Nordwesten verabschiedet, und so muss ich an der nächsten Abzweigung den steilen Pfad hinunter ins Wutachtal nehmen. Schade die Sonne zu verlassen denke ich, jedoch entdecke ich somit das wilde und stille Wutachtal. Rund 10 Kilometer bildet dieser Fluss die Grenze zu Deutschland und ich folge ihm mit viel Neugier und werde von Sandbänken und sonnigen Ufern überrascht. Hier wurde mit viel Geld ein Teil des kanalisierten Flusses renaturiert und es sind Inseln und Naturräume für Mensch und Tier entstanden.

Bei Oberwiesen kann ich der Verlockung dann nicht wiederstehen - ich wechsle die Flussseite ins badische Stühlingen. In der schmucken Altstadt gibts ein grosses Radler und eine verdiente Pause. Am Eingang des Städtchens lese ich Luftkurort - schon wieder, denke ich. Denn viele deutsche Kleinstädte halten diesen Titel inne. Später erfahre ich, dass eine Gemeinde ab dem Prädikat Erholungsort eine Kurtaxe erheben darf. Daher wohl auch die häufige Verwendung.

Nun führt ein schmaler Waldpfad bergan zum Husemer Buck. Weil hier die Grenzziehung sehr eigenartig verläuft bin ich gezwungen hoch und runter zu marschieren. Müde komme ich auf dem Hallauerberg an. Das Bier hat mich schläfrig gemacht und der Tag ist auch schon weit fortgeschritten. Ich wandere beim Hinterberghof vorbei zum Lindenhof, überblicke den ganzen Klettgau um gleich wieder zur Wutach abzusteigen.

Bei Wunderklingen - dem unspektakulären Weiler mit dem wunderlichen Namen steige ich ein letztes Mal auf zum Wilchingerberg auf. Im Lochgrabe ist es bereits dunkel und als ich oben auf dem Berghof bin ist es fast schon dunkel. Ich komme spät Abends in Trasadingen an. Von den schönen Weinbergen rund um das Klettgauer Weinbaudorf habe ich zu dieser Stunde nichts mehr gesehen.

Hier geht es weiter zur nächsten Etappe


Hike partners: laurentbor


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