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Grenzwanderung Schweiz * Stabio-Chiasso


Published by laurentbor , 29 March 2016, 20h16.

Region: World » Switzerland » Tessin » Sottoceneri
Date of the hike: 2 April 2015
Hiking grading: T1 - Valley hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-TI   I 
Time: 5:30

Bei Stabio ragt ein Zipfel Schweiz westlich nach Italien, ich folge jedoch dem ofiziellen Wanderweg, der von Madonnina aus richtung Südosten geht. Nach der Industrie folge ich dem Flüsschen Gaggiolo bis auch ich zur Grenze stosse bei der kleinen Kapelle von Sta. Margherita. Hier ist die Landschaft schon sehr Italienisch - überall stehen Kapellen und Kruzifixe aus Stein an den Landsträsschen und die Luft ist irgendwie mediteran.

Entlang der Grenze geht es durch lichten Wald und Wiesen an schönen alten Grenzsteinen vorbei zum Bauernhof Prella. Hier weiden viele Pferde und warten offenbar auf einen Ausritt in der Frühlingssonne. Nebenan wachsen Merlot Trauben an den Rebhängen und werden wohl in einem halben Jahr gekeltert. Eine beschauliche Landschaft - ein unbekanntes Gesicht des Tessins.

Bei Brusata steigt der Trampelpfad plötzlich steil an auf den Kirchenhügel Monte Morello. Ein wunderschönes kleines Kirchlein thront auf dem nur 495 Meter hohen Hügel. Die Aussicht auf das Mendrisiotto ist trotz der fehlenden Höhe atemberaubend. Der Abstieg nach Novazzano wird begleitet von einem klassisch katholischen Kreuzweg mit den Leiden Christi anschaulich illustriert.

Im schmucken Tessiner Dorf Novazzano ist eine Rast auf der Piazza genau das Richtige. Palmen säumen die stattlichen Bürgerhäuser und die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel - es ist wie im Urlaub!

Danach geht der Weg über Wiesen und Weiden bis zur südlichsten Erhebung der Schweiz, dem Poggio Bruciato. In seinen Hängen liegt der zweite Kirchenhügel dieser Wanderung; der Santo Stefano. Auch von hier schweift der Blick rund herum ins Mendrisiotto und zum Monte San Giorgio im Norden.

Das schmucke, aufgeräumte Dorf Pedrinate ist das südlichste des Landes. Von hier führt ein gemütlicher Weg zum südlichsten Punkt der Schweiz, einem etwas unspektakulären Ort im Wald. Ein Zaun und eine grob geschnitzte Helvetia weisen auf diesen geografischen Eckpunkt hin. Ich hätte mir etwas mehr erwartet, aber gut der westlichste Punkt war ja auch nur ein Metallstab in der Rhone.

Nur 300 Meter weiter auf dem Dosso Pallanza beim Hof Laghetto reicht der Blick dann bis zum Comersee und in die Poebene. Eine aus Holz erbaute Aussichtsplattform, eine Feuerstelle und ein schöner Sitzplatz findet man hier. Dies wäre doch ein würdiger südlichster Punkt gewesen, denke ich für mich. 

Von hier ist es nur ein kurzer Abstieg in die geschäftige Grenzstadt Chiasso mit viel Autolärm und nicht unbedingt der schönsten Architektur. Schade eigentlich, ist doch die einzige Schweizer Gemeinde in der Poebene eine der sonnigsten Ecken des Landes. 

Hike partners: laurentbor


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