Crap Muot, Crap Surtscheins und Crap Tgietschen - weite Runde hoch über Waltensburg und Andiast


Publiziert von PStraub , 3. August 2015 um 21:36.

Region: Welt » Schweiz » Glarus
Tour Datum: 3 August 2015
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   Hausstockgruppe   CH-GL 
Aufstieg: 1950 m
Abstieg: 1950 m

Das Projekt, für alle Berge im Führergebiet mindestens eine Erwähnung zu haben, ist ja soweit abgeschlossen. Das heisst nicht, dass ich alle Punkte einmal bestiegen habe.
Mit Crap Muot, Crap Surtscheins und Crap Tgietschen habe ich drei - vom Tal der Linth weit abgelegene - Berge besucht, auf denen ich vorher nie war.  
 
Mit der 8-Uhr-Bahn aus dem Tierfehd hinauf aufs Chalchtrittli und dann zügig weiter zur Muttseehütte. Ein anderer Wanderer hängte sich hartnäckig an meine Fersen, und so kamen wir ins Tratschen. Er wollte, nach zig Jahren, wieder einmal zur Hütte und dort die Baustelle besichtigen. 
Nach einem Tee (echt!) gings via Passhöhe zur Falla Lenn und dann quer durchs Gelände zum Crap Muot. Versehentlich musste ich dabei die eindrückliche Scharte des Ual Murter kreuzen (ganz kurz T5), ohne Schnee wäre das eine echte Herausforderung gewesen. Auf der Karte sieht das harmlos aus, im Gelände dann weniger.
 
Crap Muot
Einen P. 2373 gemäss HIKR gibt es nicht. Und da der P. 2377 weder von Waltensburg noch von Andiast sichtbar ist, würde ich eher annehmen, der nicht kotierte höchste Punkt (gut 2500 m) dieses aus der Alp Dadens Sura herausragenden Felsriffes sei der Crap Muot.
Wie auch immer, alle diese Punkte sind von oben leicht zu besteigen (T3 .. T4).
 
Crap Surtscheins und Crap Tgietschen
Von Urschiu Sura her kommend ist die Senke P. 2523 zwischen den beiden Gipfeln problemlos zu erreichen und von dort auch die höchsten Punkte. Von andern Seiten siehts anders aus: Fast überall fallen beide Hochflächen mit eindrücklichen Steilwänden ab.
 
Jetzt zurück zum Weg Fuorcla da Gavirolas - Falla Lenn und dort hinauf auf den Muttenbergen-Südgrat. Der erste Felskopf ist kaum zu besteigen, aber östlich leicht zu umgehen. Der zweite, mit dem neckischen losen Stein, ist kein Problem, der nächste wieder eher. Doch bei allen ist ein Ausweichen auf die eine oder andere Seite leicht möglich. Nach P. 2778 gehts soweit locker, allerdings hält auf dem Schiefer nichts wirklich, jeder Schritt beginnt mit einem Rutscher. Ab P. 2905 ist es einfach, aber es zieht sich noch.
 
Irgendwann habe ich festgestellt, dass mein Zeitplan völlig aus dem Ruder gelaufen war.
Ich rannte zwar wie irr hinunter zum Kistenpassweg und hinauf zur Hütte, aber dort war klar: Auf die Touristenbahn um 17.10 Uhr würde ich es nicht schaffen. Dann doch lieber dort etwas trinken - dabei sagte mir ein Axpo-Angestellter, hinunter würden sie Wanderer auch in den Arbeiter-Transporten nehmen, sofern es Platz habe. Was dann auch klappte.
 
Technisch schwierig war das nirgends, aber wirklich weit. Der Wanderland-Rechner weist für die Route 1965 Hm und 27 km aus.
Doch es war ein hübscher Abstecher in ein Gebiet, das von uns aus kaum je begangen wird.

 

Tourengänger: PStraub


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