PIZOL 2844m


Publiziert von Wolfenstein Pro , 21. Oktober 2008 um 19:26.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:18 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: L
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SG 
Zeitbedarf: 2:30
Aufstieg: 634 m
Strecke:Pizolhütte - Wildseeluggen - Pizolsattel - Pizol

     
  Pünktlich zum Mittagessen auf Pizolhütte (2220m) angekommen. Kurz gestärkt und Punkt 12 Uhr über den schneebedeckten 5-Seen-Wanderweg weiß-rot-weiß losmarschiert. Trotz besten Wetters waren selbst auf der beliebten Seenwanderung nur wenige Leute unterwegs. Vielleicht wurden einige durch die auch auf der Homepage ausdrücklich kommunizierten vereisten Stellen um den Schottensee etwas abgeschreckt.

Wie dem auch sei, unsere Tour wurde durch den Schneefall begünstigt. Bis zur Wildseeluggen (2493m) keine Probleme; dort ganz kurze Rast um dann gleich weiter auf ein komplett anderes, nämlich erst sehr steiniges Gelände zu gelangen (T4). Später - nun weiß-blau-weiß - zunehmend geröllig und dank fast geschlossener Schneedecke gut zu gehen (ca. 2600m).

Wo der kleine Pizolgletscher schließlich genau beginnt, ließ sich nicht ausmachen, nur die Steigung nahm konstant zu. Es war sehr hell in den Augen (Sonnenbrille vergessen) und kühl an den Händen (Handschuhe vergessen). Das letzte Drittel des Firnfeldes erwies sich dann auch als durchaus mühsam, wo nicht nur die Steilheit sondern auch das ständige Einsacken bis über die Knie etwas an den Kräften zehrte. Auf Steigeisen konnte entsprechend verzichtet werden (NICHT vergessen).

Nach 2 1/4 Stunden war der Pizolsattel (2790m) schließlich erreicht; die drahtseilgesicherte Kraxelei im I. Grad lag kurz darauf ebenfalls hinter uns so standen wir um halb 3 zum ersten Mal auf dem allseits bekannten Pizol (2844m). Gipfelbier, Gipfelfoto, Gipfelbuch.

15 Minuten und ein Wurstbrot später folgte der Abstieg über dieselbe Route. Und wieder zahlreiche Einsacker im oberen Gletscherdrittel, die jetzt allerdings eher zur Belustigung als zur Entkräftung beitrugen. Der Rückweg war danach keine große Sache mehr, wobei erwähnt werden will, dass man (auch schon im Aufstieg) bequem die Spuren der Vorgänger zur Orientierung nutzen konnte.

Dank schon tiefstehender Sonne und fortgeschittener Tageszeit war nur wenig Schneematsch und Dreck auf dem Weg von Wildseeluggen abwärts. Zurück an der Pizolhütte zur Belohnung noch ein Gespritzes in der Sonne genossen und dann bequem mit den Bähnli runter nach Wangs.

Alles in allem eine nicht zu lange, nicht zu schwierige Tour, die allerdings mit Anspruch und Abwechslung zu begeistern weiß.
 
 

Tourengänger: Wolfenstein, schnapsi

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