Grampielpass


Publiziert von genepi , 29. Juli 2014 um 09:17.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:27 Juli 2014
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS   I 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 850 m
Abstieg: 1150 m

Nachdem es am Vortag geregnet hatte, sah es an diesem Morgen ein wenig anders aus. Regen gab es keiner, jedoch wehte ein unangenehmer Nord-Ost Wind. Die Gipfel waren von den Wolken umgekreist. Also nicht wirklich einladend.
Ursprünglich hatte ich vor über den Geisspfad zurück zu queren. Da ich aber nie über den Grampielpass gewandert war, und ich im Juni abbrechen musste, hatte ich mich schliesslich für diesen entschlossen. Das war ja auch weniger problematisch, da ich in Crampiolo und nicht in Dèvero übernachtet hatte... deswegen musste ich die Strecke Dèvero - Crampiolo nicht noch wandern.

Von Crampiolo aus geht es zuerst auf den nördlichen Damm des Lago di Dèvero. Der Weg ist gut ausgebaut und vielbesucht (auch weiter, in Richtung Perego, trifft man noch etliche Leute... weiter wurde sogar ein Geländer eingerichtet). Man folgt der Rundweg bis auf die Brücke oberhalb von Codelago. Dort verzweigt sich der Weg ins Valdeserta. Der Weg steigt zuerst steil und unangenehm durch den Lärchenwald. Bald wird aber das Gelände flacher und man erreicht nach kurzer Wanderung die Alpe Valdeserta. Auf der Hütte steht Alpe Zerta... also ist Valdeserta nicht der ursprüngliche Name... die Topografen haben offensichtlich der Name falsch verstanden.

Das Valdeserta ist ziemlich breit und einladend. Wiesen gibt es aber nur auf der Talsole. Auf den Seiten hat das Geröll das Wort... also ist diese Alp ziemlich mager.

Knapp nach der Hütte quert man den Bach und geht dessen linken Ufer hinauf bis der Weg in Richtung auffälliger Schutthang aufsteigt. Im Gegenteil zu was auf der Landeskarte aufgezeichnet ist geht die Spur nicht die wenig geprägte Runse hinauf. Das wäre viel zu unangenehm und mühsam. Die Markierungen deuten auf einer Spur die in Richtung Westen hinaufsteigt. Zuerst geht man durch grosse Blöcke bis man eine Spur trifft. Diese steigt der Westliche Hang hinauf und quert dann, unter einem markanten Felsblock in die Runse. Knapp unter der Runse wird das Gelände sehr steil... das ist eigentlich die einzige unangenehme Stelle, entgegen was man denken könnte. Das ist eigentlich eine alte Frontmoräne. Je nach Winter kann hier noch ein steiler Firn bestehen der das Fortschreiten erschwert. Dann muss man direkt über Geröll auf die Kante steigen.

Nach diesem steilen Teil erreicht man das Tälchen das zum Grampielpass hinaufsteigt. Der Aufstieg dieses Tälchen ist weniger unangenehm als erwartet... solang man das Stein-Tanzen Können hat. Wo möglich und nach der Schneeverhältnisse kann man auf Firn fortschreiten. Auch wenn die Landeskarte auf einen steiler Hang hinweist, ist er ohne weiteres zu besteigen.

Auf der andere Seite habe ich vergebens den alten Weg gesucht. Vom Pass her, ist er nicht mehr zu finden, auch wenn er weiter unten noch gut sichtbar ist. Da, bei meinem Besuch, Nebel herrschte, habe ich der Abstieg über den alten Weg nicht gewagt. Bei klarer Sicht sollte es aber eher unproblematisch sein.

Wegen der schlechter Sicht bin ich zuerst in Richtung Geisspfad gewandert. Zwischen Grampielpass und Geisspfad ist Vorsicht angesagt. Da gibt es nämlich Ausstriche mit steilen Wände. Sobald die Spur wieder aufsteigt, kann man quer durch Geröll in Richtung Geisspfadsee absteigen. Dort trifft man der Weg der vom Geisspfad absteigt. Von dort an kann man der Weg nicht mehr verlieren. Die Farb-Markierung sind grosszügig.

Weiter bin ich direkt nach Manibode abgestiegen und dann, über Mässerchäller und Grossi Twärä nach Binn abgestiegen.

Tourengänger: genepi


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