3 Tage am Skihochtouren in der Rotondoregion (2/3)


Publiziert von Merida , 23. März 2014 um 00:42.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:17 März 2014
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: SS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-VS   Gruppo Pizzo Rotondo 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Strecke:19km
Unterkunftmöglichkeiten:Rotondohütte

Weitere Tourentage:
So, 16.3.2014 (Tag 1)
Di, 18.3.2014 (Tag 3)

Nachdem wir gestern mit dem gesamten Material doch ziemlich schwer unterwegs waren, genossen wir es heute mit dem vergleichsweise leichten Rucksack unterwegs zu sein. Steigeisen und Pickel reichten heute vollends. 

Mo, 17.3.2014 - Tag 2
Überschreitung Gross Muttenhorn (ZS) mit Abfahrt SE-Flanke kurz unterhalb des Gipfels (S-)
Pünktlich um 05:30 starteten wir bei der Rotondohütte. Da wir uns den Weg zum Leckipass am Vortag angeschaut hatten, war die Orientierung ohne Strinlampe gerade noch möglich. Auf dem Leckipass angekommen, erhaschten wir dann gerade noch einen Blick auf den sich versteckenden Fast-Vollmond. Schnell die Felle abgezogen und schon rauschten wir über die pikelharte Unterlage auf dem Muttengletscher bis zum Wiederaufstieg zum Gross Muttenhorn. Von hier, wieder mit Fellen, hoch bis zum Skidepot und weiter mit gebuckelten Skiern, Steigeisen und Pickel über einen längeren Fussaufstieg, mit einigen einfachen Kletterstellen, zum Gipfel. Etwas unterhalb des Gipfels schnallten wir dann die Skier an und fuhren in die SE-Flanke des Gross Muttenhorns, um dann bei etwa 2700m, unterhalb des Chli- und Stotzig Muttenhorns, südseitig Richtung Osten zu traversieren. Wenn es dann nicht mehr weitergeht, steht man unterhalb der Muttenlücke.       

Stotzig Muttenhorn oberes Skidepot (S) mit Abfahrt durchs NE-Couloir vom oberen Skidepot (SS-)
Für den Wiederaufstieg in die Muttenlücke, entschieden wir uns von Anfang die Harscheisen zu montieren, was uns auf der harten Unterlage einen praktisch geradlinigen Aufstieg in die Muttenlücke ermöglichte. Jetzt wurde es langsam spannender. Über die ziemlich steile Südostflanke stiegen wir weiter per Ski, der Spur folgend, auf den Grat auf und bis zur Einfahrt ins NE-Couloir auf etwa 2950m. Hier stiegen wir nochmals weiter mit den Skiern, zuerst in der NE-Flanke und dann ziemlich ausgesetzt etwa auf dem Grat bis auf eine letzte flache Stelle des Grates auf etwa 3000m hoch (Für dieses Schlussstück gilt meine Bewertung S). Hier errichteten wir das Skidepot und stiegen mit Steigeisen und Pickel auf diesen Prachtskerl von einem Berg. Die Krönung war dann die anschliessende Abfahrt. Zuerst dem Grat entlang bis zur Einfahrt ins NE-Couloir, welches uns mit min. 50° in Empfang nahm und in der Folge etwas abflachend auf den Muttengletscher (2650m) runterführte.

Gross Leckihorn (WS), Stellibodenhorn (WS+), Rottällihorn (L)
Von hier führte uns der Weg zurück zum Leckipass und weiter zum Fuss des Gross Leckihorns und mit Pickel zum Gipfel. Eine kurze Abfahrt führte uns zum Röttällipass und weiter ziemlich steil hinauf zum Skidepot unterhalb des Stellibodenhorns. Von dort mit Pickel auf den Gipfel. Zurück beim Depot erneute Abfahrt zum Röttällipass und in wenigen Minuten nochmals angefellt aufs Röttällihorn unserem 5ten und letzten Gipfel des Tages. In der Abfahrt zurück zur Rotondohütte, gönnten wir uns dann noch eine Rast in der herrlich wärmenden Sonne, so dass wir dem Tagesverlauf entsprechend um 13:30 wieder in der Hütte eintrafen.

Fazit:
Die Gross/Stotzig Muttenhorn - Runde ist wohl eine meiner genialsten Skitouren überhaupt.
Und wenn man mal beim Leckipass ist, kriegt man praktisch 3 weitere Gipfel umsonst.

SLF-Lawinenstufe: Gering, im Tagesverlauf erheblich

Tourengänger:
Stephan und Stephan

Herzlichen Dank Stephan für die beigesteuerten Bilder.

Tourengänger: Merida


Minimap
0Km
Klicke um zu zeichnen. Klicke auf den letzten Punkt um das Zeichnen zu beenden

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentare (1)


Kommentar hinzufügen

Dolmar hat gesagt:
Gesendet am 23. März 2014 um 10:40
Hoi, Merida,

freut mich das Ihr so ein Prachtwetter erwischt habt, lediglich leidlich ist wohl der Wind vom ersten Tag. an welchem Ihr schon eine Konditionsleistung an den Tag gelegt habt, wo für mich kein weiterer tourentag mehr möglich wäre.
Tolle Bilder, Gratulation zum Couloir am Stotzig Muttenhorn.

Gruß
Markus


Kommentar hinzufügen»