3 Tage am Skihochtouren in der Rotondoregion (3/3)


Publiziert von Merida , 23. März 2014 um 16:46.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:18 März 2014
Hochtouren Schwierigkeit: ZS
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Ski Schwierigkeit: ZS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   CH-VS   Gruppo Pizzo Rotondo   CH-UR 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1300 m
Abstieg: 2500 m
Strecke:24km
Unterkunftmöglichkeiten:Rotondohütte

Weitere Tourentage:
So, 16.3.2014 (Tag 1)
Mo, 17.3.2014 (Tag 2)

Auch heute erwartete uns wieder das gleiche Prachtswetter wie gestern, jedoch auch wieder mit der tageszeitlichen starken Erwärmung. Da wir am Schluss noch durchs Gerental Richtung Oberwald abfahren wollen, müssen wir uns also ziemlich ranhalten.

Di, 18.3.2014 - Tag 3
Witenwasserenstock (ZS, III)
Start wieder um 05:30 in der Rotondohütte. Im Gegensatz zu gestern, ist heute der Fast-Vollmond schon von der Hütte aus sichtbar, was uns vor allem zu Beginn gute Dienste leistete. Heute wieder mit dem gesamten Gepäck unterwegs, stiegen wir Richtung Sattel beim Witenwasserenstock auf. Im oberen steilen Teil mit Harscheisen. Direkt bei der Abseilstelle, errichteten wie unser Skidepot und stiegen mit Steigeisen und Pickel durch die vorgespurte und sehr eindrückliche Nordflanke des Witenwasserenstocks auf dessen Grat. Dieser ist an einigen Stellen ziemlich ausgesetzt und führte mich in der Folge über eine II-er Stelle bis zum Gipfelaufbau. Diese anhaltende Kletterstelle (III) erklomm ich bis auf die letzte Querplatte, direkt unter dem nekisch aufgehängten Gipfelbuch. Einfach genial, die Aussicht hier oben und der Rückblick auf den Grat und die Flanke. Wieder zurück beim Skidepot, wartete auf uns ein weiteres Novum. Abseilen mit Vollmontur. Auch diese Stelle brachten wir zügig hinter uns und standen alsbald auf dem Gerengletscher, nicht weit vom Pesciora entfernt. Beim Abseilen ist es empfehlenswert, dies mit den Steigeisen zu machen, da man auch mit einem 50m Seil im steilen Firn-Gelände landet. 

Pizzo Pesciora (ZS, II)
Wegen der Nähe und den immer noch montierten Steigeisen, errichteten wir ein Materialdepot und gingen zu Fuss zur Rampe rüber, welche uns steil zum Passo Superiore di Pesciora führte. Ab hier in kombiniertem, eher felsigen Gelände, über einige II-er Stellen auf den Gipfel des Pizzo Pesciora. Auch diesen Gipfel hatten wir wieder ganz für uns alleine. Zurück beim Skidepot, folgte eine kurze Abfahrt über den Gerengletscher und eine mühsame Traverse um den Rotondo bis zum gleichnamigen Pass. Ohne Stephans Einwand, hätte ich wohl das Chüebodenhorn auch noch umrundet ;-)   

Pizzo Rotondo (WS+, ZS, II)
Über den mächtig hitzigen SW-Hang erreichten wir bald schon das Skidepot am Rotondo. Ein letztes Mal die Steigeisen montiert und mit Pickel in gutem Trittschnee bis in den Sattel und über den felsigen Grat (II) auf den Gipfel, den wir für einmal nicht ganz für uns alleine hatten. Das Panorama hier ist wegen der Dominanz des Rotondos schon noch eine Spur besser, als auf den anderen Gipfeln. Nun folgte der lange Abstieg/Abfahrt durchs von Lawinenkegeln gezeichnete Gerental bis nach Oberwald, wo wir zeitig - kurz nach 13 Uhr - eintrafen.

Fazit:
Mein persönlicher Favorit war der Witenwasserenstock, gefolgt vom Pesciora. Der Rotondo beeindruckt vor allem durch sein überragendes Panorama.

SLF-Lawinenstufe: Gering, im Tagesverlauf erheblich

Tourengänger:
Stephan und Stephan

Herzlichen Dank Stephan für die beigesteuerten Bilder.

Tourengänger: Merida


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