Bristen 3073m (Überschreitung)


Publiziert von Schlumpf , 30. Juli 2008 um 11:29.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:24 Juli 2008
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 10:00
Aufstieg: 2300 m
Abstieg: 2300 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Amsteg - Vorder Bristen - Hinter Bristen
Unterkunftmöglichkeiten:Hütte bei Bristenstäfeli 1519m oder Bristenhüttli 2140m

Überschreitung der markanten Pyramide hoch über dem Reusstal.

Los ging's in Hinter Bristen 770m, wir folgten über eine Wiese alten Markierungen bis in den Wald wo der Wanderweg gut sichtbar und im zickzack die nächsten 750Hm hinauf nach Bristenstäfeli 1519m führt. Hier besteht die erste Übernachtungsmöglichkeit im unbewarteten Hüttli, kühle Getränke stehen schon bereit.

Der weitere Weg führte uns bei Blacki 1868m vorbei und über Alt Stafel zum Bristenhüttli 2140m. Bei der oft besuchten und unbewarteten Hütte mit 14 Plätzen sollte man sich unter den Nummern 041 883 17 65 oder 079 371 14 10 bei Werner Jauch anmelden, sonst besteht die Gefahr dass man keinen Platz mehr findet.

Von der Hütte aus sieht man schon den grossen weissen Pfeil der den Einstieg auf den Nordostgrat markiert. Wir steigten über Geröll und ein Schneefeld bis zum Weg der unterhalb vom Pfeil auf den Grat führen.

Der Nordostgrat bietet ausser den fast durchgehenden Wegspuren interessante Kletterei im I-II Grad. Beim Rot Bristen 2762m vorbei gelangt man zum Gendarme am Vereinigungspunkt des Nordost- und Nordwestgrates. Den Gendarme unbedingt überklettern und nicht links auf der Ostseite im steilen und brüchigen Couloir umgehen. Danach ist es auf dem Nordgrat nicht mehr weit zum Gipfelkreuz des Bristen 3073m.


Die Aussicht über die Urner bis zu den Walliser 4000er und den Bündner, ja sogar den Biancograt sieht man ist grandios. Zum anfassen nah gleich neben dran der Oberalpstock 3328m.

Der Abstieg wieder auf dem Nordgrat zum Gendarme, den überklettern und so zum brüchigen Nordwestgrat.
Man hält sich am besten immer auf der Gratschneide und kontrolliert jeden Griff zwei Mal. Beim P.2830 trafen wir auf eine Herde Ziegen die wie sich später herausstellte dem Herrchen entflohen und den weiten brüchigen Aufstieg hier hinauf in Angriff nahmen, verständlich bei so einer Aussicht. Am Ende des Grates angelangt steigten wir über ausgesetzte Fels- und Grasbänder Richtung P.1910 ab und traversierten so zum Wanderweg bei Alt Stafel zurück. Einfacher geht es wenn man weiter oben über das grosse Geröllfeld zum Bristenhüttli 2140m zurückquert.

Der weitere Abstieg auf der Aufstiegsroute wobei im Wald darauf geachten werden muss dass wenn man die Abkürzungen benützt nicht auf einmal zu weit unten ist und wieder aufsteigen muss, ist hart, kann ich Euch sagen.

Nach genau 12 Stunden standen wir wieder beim Ausgangspunkt in Hinter Bristen 770m.

Ausführlicher Tourenbericht von Bombo

Tour mit Bombo


Tourengänger: Schlumpf, Bombo

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